Produktbild: The Changing Face of Anti-Semitism

The Changing Face of Anti-Semitism From Ancient Times to the Present Day

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15,49 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Ja

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

30.06.2008

Verlag

Oxford University Press

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

2466 KB

Sprache

Englisch

EAN

9780199840571

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

30.06.2008

Verlag

Oxford University Press

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(Printausgabe)

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Englisch

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9780199840571

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  • Mario Pf.

    aus Oberösterreich

    4/5

    20.08.2008

    Buch (Taschenbuch)

    Der Antisemitismus im Wandel der Zeit

    Antisemitismus schlicht und einfach als "Judenhass" zu übersetzen ist schnell getan und würde Laqueurs Einstiegsfrage allerdings nicht beantworten, denn zunächst sehe man sich gezwungen festzulegen wer und was da gehasst, ein Angehöriger des jüdischen Glaubens oder eine Ethnie? Anfang des 20. Jahrhunderts galt der Antisemitismus als "Sozialismus der dummen Kerls" und vor allem im deutschen Sprachraum entwickelte sich aus dem früher klerikalen Antisemitismus, der seinen Opfern meist noch die Möglichkeit der Konvertierung oder Assimilation bot, zusammen mit dem völkischen Gedankengut ein ethnischer Antisemitismus, der nun auch Halb- und Vierteljuden kannte, die Konfession stand nicht mehr im Zentrum und es war den Vordenkern und Fußsoldaten des Holocausts ohnehin egal ob man sich für oder gegen den Zionismus als jüdischen Nationalismus aussprach. Heute bekennen sich bezeichnenderweise selbst überzeugte Antisemiten aus der rechten Szene nicht mehr zum Antisemitismus und bestreiten dies oft genug vehement, während sich neben arabisch-nationalistisch und islamistisch-fundamentalistischen Gruppen auch immer mehr Linke zu einem Antizionismus bekennen, dessen Zorn auf Israel immer wieder auch in Hass auf das israelische Volk umschlägt. Der moderne Antisemitismus ist alles andere als neu, auch wenn er sich im Schlepptau von Globalisierungskritik und US-Kritik für manchen vielleicht einen frischen Anstrich gibt. Das Problem ist, wie Laqueur konstatiert, dass sich die meisten Kritiker schlicht ihren latenten Antisemitismus nicht eingestehen wollen oder aufgrund ihrer politischen Überzeugung, können. Antisemitismus ist nicht gleich Antisemitismus, auch regionale Unterschiede sind von Bedeutung. Der Mythos, dass sich aus dem von Klerikern geschürten Zorn auf die Juden als Christusmörder, erst im 19. Jahrhundert und vor allem kurz vor dem 1. Weltkrieg der ethnische Judenhass entwickelt hat, ist allerdings nicht korrekt, wie sich leicht beweisen lässt. Als Folge der spanischen Reconquista und Inquisition entwickelte sich im Spanien des 15. Jahrhunderts bereits eine Lehre vom reinen Blute (limpieza de sangre), dessen Opfer neben Juden auch die verbliebenen Mauren und Muslime Spaniens wurden. Bestürzt könnte man sagen Walter Laqueur verhält sich alles andere als politisch korrekt, denn er spricht sehr offen unangenehme Probleme an und verteidigt den regionalen Underdog Israel in seinem Existenzrecht. So ist das Buch eindeutig sicher nicht für jedermann geeignet und könnte massive Proteste als Bekundung anderer Realitäten aufrufen, aber es ist besser das Dogma einer moralisch einwandfreien und weltverbessernden Linken zu brechen, als es aufrecht zu erhalten und somit noch mehr Angriffsfläche zu bieten. Objektivität und eine andere Sichtweise können schmerzen, wenn sie mit der tiefsten persönlichen Überzeugung nicht übereinstimmen, aber auf einwandfreien Fakten beruhen. Für sein Werk hat Walter Laqueur den aktuellen Forschungsstand zusammengefasst und eine historische sowie aktuelle Analyse des Antisemitismus vorgelegt. Fazit: Ein faszinierendes Buch von hohem Anspruch, dessen komplexe Aussagen indes nicht jedem Leser gefallen dürften, bricht er doch gewisse Tabus und Dogmen. Umso interessanter wird das Buch deshalb für Leser die an einer möglichst objektiven Sicht interessiert sind, die schlicht gesagt Israel vor antisemitischen Untergriffen in Schutz nimmt.

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