Suchtverhalten bei Jugendlichen
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Sprache:Deutsch
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
04.07.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
452 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656456551
Was verändert sich im Rausch?
".. Augenblicklich fiel das Gefühl der Begrenztheit, die Beschränkung der Sinne auf unser eigenes Fleisch und Blut von mir ab. Die Mauern meines Leidens barsten nach außen und stürzten zusammen (...) In der Höhle, die mein Gehirn barg, gähnten unauslotbare Tiefen von unbeschreiblichem Blau; da zogen Wolken entlang, die der himmlische Wind zusammentrieb, da glühte die Sonnenscheibe. (...) Ich hatte das Haschischparadies durchmessen und wurde unmittelbar darauf in seine gräßlichste Hölle gestürzt... Das aufgewühlte Blut stürmte wie ein tosendes Meer durch meinen Körper. Es schoss mir in die Augen, bis ich nichts mehr sehen konnte; (...) und ich versuchte, den Puls zu zählen; doch es gab zwei Herzen..." (5)
Nach der Einnahme von Rauschmitteln, im oben genannten Fall war es Haschisch, entsteht das Gefühl des Rausches. Durch die Wirkstoffe im Rauschmittel wird massiv eingegriffen in hochkomplizierte Abläufe, wie beispielsweise den Stoffwechsel oder auch in das Verständnis sozialer Sitten, in das Zeitgefühl oder Raumdistanz. Diese Veränderung in der Wahrnehmung hat zwei Wirkungen. Die positiv wahrgenommene ist die Bewusstseinserweiterung. Man nimmt seine Umwelt in einem anderen Schein wahr, als man es sonst tut. Unwichtig erscheinende Ereignisse werden ausgeblendet. In diesem Zustand ist jedoch die Hemmschwelle zur übertriebenen Fantasie sehr gering. Beispielsweise sieht man Dinge, die nicht existieren. Diese Gegenstände dringen nun durch das eigene Unterbewusstsein vor.
Es tritt eine Art von Persönlichkeistszerfall auf. Darunter ist zu verstehen, dass das rationale, abstrakte Denken in den Hintergrund tritt. Die psychischen gefühlsmäßigen Vorgänge nehmen zu. Dies erklärt, wieso viele Konsumenten stark emotional reagieren und von ihren Problemen und Sorgen erzählen. Man kann also sagen, dass der Gedankenablauf des Berauschten lockerer wird.
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