Interpassivität - Das Kunstwerk betrachtet sich selbst Kann ein Kunstwerk sich selbst betrachten?
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
06.12.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
16 (Printausgabe)
Dateigröße
173 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656076513
Doch bereits Mitte der neunziger Jahre riefen diese Annahmen erste Kritiker, wie den slowenischen Philosophen, Kulturkritiker und nicht praktizierenden lacanianischen Psychoanalytiker, Slavoj Zizek auf den Plan. Zizek, der sich hauptsächlich mit der Weiterentwicklung und Anwendung, der psychoanalytischen Theorien nach Jacques Lacan, auf die Populärkultur und Kulturkritik befasste, analysierte im Rahmen seiner Arbeit das "Dosengelächter" (canned laughter) von so genannten Sitcoms, also komödiantischen Serien. Er behauptete, dass dieses vorgegebene Lachen, welches dem Bild an scheinbar amüsanten Stellen unterlegt wurde, das Lachen der Zuschauer ersetze und diese so, ohne der Handlung zu folgen oder selbst lachen zu müssen, unterhalten würden. Zizek folgerte daraus, dass unsere Gefühle und Überzeugungen nichts Inneres sind, sondern eine außen angesiedelte, objektive Existenz führen können (vgl. Zizek, 1991, S. 50 ff.).
Diese Theorie nach Zizek, greift Robert Pfaller, ein österreichischer Professor für Philosophie und Kulturwissenschaft, erneut auf und entwickelt sie in seinem Buch "Interpassivität. Studien über delegiertes Genießen" (2000) weiter. Pfaller ist der Erste, der den heute viel diskutierten Begriff der "Interpassivität" (vgl. Pfaller, 1996) in den Mund nimmt, obwohl an dieser Stelle zu erwähnen ist, dass die Begrifflichkeit zwar eine neue ist, die Annahmen allerdings sehr stark mit denen nach Zizek und Lacan korrelieren.
Im Folgenden möchte ich den Begriff der Interpassivität näher beleuchten und ihn speziell auf seine Anwendbarkeit in der Kunst überprüfen. Hierzu werde ich zunächst versuchen, eine Begriffsdefinition vorzunehmen und Interpassivität zu erklären. Im nächsten Schritt werde ich mich dann speziell auf Interpassivität in der Kunst konzentrieren und versuchen der Aussage: "Das Kunstwerk betrachtet sich selbst" auf den Grund zu gehen.
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