Mittelalterliche Vorstellungen von Kind und Kindheit
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
03.03.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
14 (Printausgabe)
Dateigröße
150 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640849819
Folgt man der These des Franzosen Philippe Ariès (1914-1984), der 1960 behauptete, dass das Mittelalter keine Vorstellung von Kindheit besaß, so muss man annehmen, dass erst der Beginn der Neuzeit zu einer Isolation der Kinder von der Erwachsenengesellschaft geführt hat und Kinder nicht mehr nur als "kleine Erwachsene" galten. Er begründete dies mit der fehlenden Darstellung von lebendigen Kindern in der bildenden Kunst bis zum 13. Jahrhundert (vgl. Shahar 1991, S. 111). Doch fand im Mittelalter tatsächlich keine Achtung des Kindes statt? Wurden Kinder wirklich nur als "kleine Erwachsene" gesehen?
Diese Arbeit soll einen Überblick über mittelalterliche Vorstellungen von Kind und Kindheit geben. Da ich selbst auf Mittelalterveranstaltungen tätig bin und mich die Kultur dieser Zeitepoche sehr interessiert, wählte ich das Thema gezielt aus.
Die Arbeit umfasst die Zeit des sechsten bis 15. Jahrhunderts in Europa, zwischen Antike und Neuzeit. Die in dieser Zeit entwickelten drei Entwicklungsphasen der Kindheit werden auf ihre Funktionen hin untersucht und charakteristische Merkmale, welche die Stufen untereinander unterscheiden und abgrenzen, analysiert. Hierbei stellt Shulamith Shahars Werk "Kindheit im Mittelalter" meine Hauptliteratur dar.
Im weiteren Verlauf der Arbeit werden auszugsweise mittelalterliche Vorstellungen einzelner Lebensbereiche genauer beschrieben. Die vorherrschenden anthropologischen Annahmen, sowie der Eintritt und der Austritt des Lebens bilden einen groben Überblick über das mittelalterliche Leben. Der Erziehung wird unter diesem
Gliederungspunkt besondere Aufmerksamkeit geschenkt und bezüglich ihrer Methoden und Ziele hin genauer überprüft.
Anschließend erfolgt eine kurze Reflexion, bezogen auf Philippe
Ariès These, ob und inwieweit man auch bereits im Mittelalter von Kindheit sprechen konnte.
Zum Schluss erfolgt eine Zusammenfassung und es werden Parallelen zur Gegenwart
gezogen.
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