Das Sujet im Film des russischen Formalismus
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
13.04.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
14 (Printausgabe)
Dateigröße
207 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638635226
sie nicht verstehen, für die anderen, weil sie eben versuchen sie zu verstehen. Mit jeder
neuen Kunstform werden auch neue Denkweisen gefordert. Man kann vermuten, dass die
Gebrüder Lumière im Jahre 1898 wahrscheinlich nicht erahnen konnten, wie weit ihre
Erfindung des "Cinématograph" in Frankreich führen sollte. Zumindest wussten sie sicher
nicht, dass es zu kontroversesten Debatten und höchsten Formen einer neuen Kunst
kommen sollte: die Filmkunst. Nachdem man sich besonders dem Genre der Cowboy-
Filme zuwandte, entdeckte man bald die Beliebtheit der Verfilmungen von Theaterstücken,
Romanen und Gedichten zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Hier zeigte sich bereits die
damals sehr begrenzten Möglichkeiten des Films, da er sich nicht exakt den literarischen
Mitteln bedienen kann, er besitzt so zusagen keine Literarizität im engeren Sinne, sondern
musste diese für sich selbst entdecken und modifizieren. Das Verhältnis von Wort und Bild
ist nicht erst mit dem Aufkommen technisch-apparativer Medien zum Gegenstand
kontroverser kultur- und literaturwissenschaftlicher Debatten geworden. Wie mit dem
neuen Medium Film ging man schon in der Unterscheidung anderer Künste vor, allein
schon in denen mit einem Verhältnis von Wort und Bild1. Die alleinige Übertragung von
beliebten Büchern in das filmische Medium sollte jedoch nicht der Hauptbestandteil
bleiben, da in diesem Genre die Bücher bessere Möglichkeiten hatten, das Sujet zu
übermitteln. Der Film musste also 'erzählen lernen'. Mit dieser Herausforderung war eine
Auseinandersetzung mit dem Material des Films unumgänglich. Konnte man das Material
in der selben Weise behandeln, wie in der Literatur? Zeigen sich in dem neuen Medium
vielleicht auch neue technische, sowie stilistische Möglichkeiten? Poetizität macht die
Literatur als Kunstform aus. Also müsste es genau auch diese im Film sein, die ihn zu einer
solchen machen kann. Dies ist im Rahmen dieser Hausarbeit zu betrachten und wurde
bereits mit der Expansion der neuen Kunstform untersucht und sehr strittig behandelt. Man
versuchte, trotz fehlender wissenschaftlicher Kenntnisse zum neuen Medium und
mangelnden technischen Möglichkeiten zu dieser Zeit, sich damit auseinanderzusetzen und
es in seiner Form zu optimieren.
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