Über die Drogenpolitik in der ehemaligen DDR
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
27.09.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
33 (Printausgabe)
Dateigröße
227 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656015451
also die Form/Struktur ("Polity"), den Inhalt ("Policy") und den Prozess ("Poli-tics") der
Drogenpolitik in der ehemaligen DDR in Grundzügen aufzuzeigen und ansatzweise
herauszustellen, worin das Besondere dieser Drogenpolitik liegt. Eine besondere Bedeutung
erhalten hierbei die strukturellen Aspekte ("Polity") der Drogenpolitik, schließlich
manifestierte sich die DDR als "staatssozialistische Diktatur"3, die sich für alle ersichtlich
durch den Mauerbau 1961 vom Westen abwandte und ihre Grenzen noch verschlossener hielt
als bereits zuvor. Dass Form, Inhalt und Prozess in der Drogenpolitik der ehemaligen DDR miteinander verbunden sind und genauso "zusammenhängend gedacht werden"4 müssen, wie
in jedem anderen Politikfeld auch, zeigt sich in dieser Arbeit an den Kapiteln 5 und 6, wenn
es zuerst um die Darstellung des Drogenkonsums (Policy) geht und nachfolgend um die
drogenpolitischen Strukturen (Polity) in der DDR. Diese drogenpolitischen Strukturen
erscheinen einerseits als Reaktion auf das spezifische Konsumverhalten der DDR-Bürger,
andererseits bedingten und prägten sie entscheidend die Konsumkultur von Drogen durch
drogenpolitische Vorgaben und Sichtweisen. In diesem Zusammenhang möchte ich auf eine
Besonderheit der DDR aufmerksam machen, nämlich auf das überwiegend für die
Außendarstellung des SED-Staates eingerichtete Dopingsystem für Spitzensportler. Die
Erfolge der gedopten Sportler dienten der Darstellung von Potenz und Wettbewerbsfähigkeit
im sportlichen wie ideologischen Sinn der sozialistisch ausgerichteten DDR, insbesondere im
Vergleich zur kapitalistischen BRD. Die so präparierten Sportler waren in gewisser Weise
fleischgewordene Potemkinsche Dörfer. Die sonst zum Teil verbotenen Medikamente (etwa
eine Reihe von Narkotika) und für andere Lebensbereiche innerhalb der DDR-Gesellschaft
eher zwecklosen und wohl auch geächteten Methoden wie zum Beispiel Blutdoping wurden
ausdrücklich legitimiert bzw. legalisiert. Ihre zu Gold werdende Anwendung war erwünscht
und wurde von den Sportlern, wie sich nach der Wiedervereinigung bis heute zeigt, immer
wieder als Chance ergriffen. Um allerdings den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen,
möchte ich es bei diesen Ausführungen belassen und das Dopingthema nicht weiter verfolgen. [...]
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice