Kollektive Identität jenseits des Nationalstaats
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Sprache:Deutsch
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
12.05.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
8 (Printausgabe)
Dateigröße
204 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640913725
Aus der Kombination von Nation und Staat entsteht der Nationalstaat, der sich sowohl auf weit zurückreichende kulturelle Identitäten, als auch auf die abstrakten Ideale der politischen Konzeption stützt. Die Leistung des Nationalstaates ist es, eine große Anzahl von untereinander nur lose verknüpften sozialen Einheiten zu einem Volkskörper zu vereinen.
Vor allem in den 1990er Jahren wurde die Fähigkeit des Nationalstaates, eine solche Integrations- und Identifikationsfunktion noch auszuüben, angezweifelt. Gemäß dieser Überlegungen, wird die Handlungs- und Gestaltungsfähigkeit der nationalen Regierungen durch die Globalisierung eingeschränkt. Um in einer immer interdependenteren Weltwirtschaft konkurrenzfähig zu bleiben, sind Anpassungen an die Logik der globalen Märkte nötig. Damit verlieren die Staaten ihre Souveränität über gewisse Teilbereiche des Systems.
Die Globalisierung hat auch eine kulturelle Dimension und durch diese Einfluss auf die Gesellschaft. Mit weltumspannenden Medien, Kommunikations- und Fortbewegungsmitteln werden die Menschen mehr und mehr zu Weltbürgern. Es ist nicht mehr der Nationalstaat alleine, der dem Menschen das Gefühl gibt, Teil eines größeren Ganzen zu sein. Die Menschen können sich ihre Zugehörigkeit entweder in kleineren, regionalen Einheiten oder auf überstaatlicher Ebene suchen. Die nationalstaatliche Identität wäre dann nicht mehr in der Lage, die Bevölkerung unter einem Dach aus gemeinsamem Gedächtnis, Sprache und Kultur zu vereinen. Es stellt sich die Frage, ob ein anderes Prinzip diese Funktion übernehmen könnte. Von diesen Überlegungen ausgehend soll in diesem Essay folgende Fragestellung behandelt werden: Gibt es einen Mechanismus, der die Integrationsfunktion der nationalstaatlichen Identität ersetzen kann?
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