Kurze Einleitung zum Buch Sacharja Der Versuch einer bibeltreuen Annäherung an den Propheten
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
19.04.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
396 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640896660
Damit der Leser eine solche Einleitung theologisch richtig einordnen kann, ist es wichtig, dass der
Autor dieser Arbeit den eigenen Standpunkt darlegt.
Bekanntlich hat sich die historisch-kritische Methode der alttestamentlichen Exegese allgemein
durchgesetzt. Obwohl vor allem in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts neue
Methoden2 Eingang in die wissenschaftliche Exegese der Bibel gefunden haben, so stehen auch
diese dem Inhalt der Bibel grundsätzlich kritisch gegenüber, fallen sie doch alle immer noch unter
den Begriff der "Bibelkritik".
Hier möchte sich der Verfasser der Feststellung von C. D. Stoll anschliessen: "Eine zum
allgemeinen Konsens gewordene Ansicht setzt grundsätzlich noch keine ideologiekritische Absicherung
voraus." Vielmehr geht dem Konsens ein Paradigmen-Wechsel voraus, welcher auf der
mehrheitlichen Durchsetzung der neuen Ansichten und Argumente, der Prämissen, beruht. In
diesem Bewusstsein soll in vorliegender Arbeit die bibeltreue, konservative Ansicht als Paradigma
vor einem, wie er sich wohl selber versteht, revolutionären Wechsel dargestellt werden. Die
historisch-kritische Sicht, welche in diesem Falle den allgemeinen Konsens aufgrund neuer Paradigmen
darstellt, soll der Vollständigkeit halber Eingang in die Arbeit finden, jedoch nicht unbedingt
diskutiert werden. Es soll hier auch nicht eine Darlegung der konservativen Ansätze aus der
Defensive stattfinden, sondern vielmehr eine Darlegung der Umstände aus dem Selbstverständnis
der Schrift, wenn diese als von Gott inspiriert, als Wort Gottes, betrachtet wird, eben unter Verwendung eines mittlerweile belächelten Paradigmas. Das vaticinia ex eventu, als prophetische
Ansage nach dem Eintreten der Ereignisse, würde meines Erachtens die Bibel zu einem
Geschichtenbuch mit allenfalls historischem Wert degradieren. Somit wird auch klar, dass der
Verfasser die supranaturalistische Einstellung befürwortet und diese in die Arbeit mit einfliesst.
Eine Ablehnung von Prophetie würde auch den beiden Stellen in Am 3,8 und Hebr 1,1 widersprechen. [...]
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