Von Commonwealth Citizens zu Commonwealth Immigrants Das Vereinigte Königreich und die Einwanderung aus seinen ehemaligen Kolonien in der Nachkriegszeit
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
14.02.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
238 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656129110
Das Ablenken von den "Migranten an sich" auf andere Probleme ist in zweifacher Hinsicht interessant. Erstens wird zugleich davon ablenkt, dass die EU sich mit derartigen Barrikaden gegen Einwanderer abschottet, dass sie dabei vielfach deren Tod in Kauf nimmt. Zweitens fällt auf, dass zumindest in Großbritannien bereits in der Nachkriegszeit argumentiert wurde, man habe nichts gegen schwarze Einwanderer an sich, aber es gebe nicht genügend Kapazitäten um sie in die Gesellschaft zu integrieren.
Eine Abschottung gegenüber Einwanderern mit außereuropäischen Wurzeln wurde jedoch von Europäern nicht seit jeher betrieben. Das Vereinigte Königreich bestätigte mit dem British Nationality Act 1948 ein Staatsbürgerschaftsrecht, dass allen Bürgern des Commonwealth das Recht einräumte, sich in Großbritannien als britische Staatsbürger niederzulassen. Vierzehn Jahre später jedoch wurde dieses Recht grundlegend beschränkt, indem man nur noch solchen Commonwealthbürgern die Einreise genehmigte, die bereits eine Zusage für einen Arbeitsplatz im Land vorweisen konnten. In den folgenden Jahrzehnten wurden immer strengere Einwanderungsgesetze geschaffen.
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Frage, warum das liberale Einwanderungsrecht im Jahr 1948 zunächst bestätigt wurde, um dann ab 1962 immer weiter eingeschränkt zu werden. Welche Motive gab es jeweils für diese Gesetze? Es sollen die verschiedenen Gesichtspunkte geprüft werden, die zu den Überlegungen über eine Beschränkung der Einwanderung aus dem New Commonwealth beigetragen haben. Nach einem Überblick zum Umfang der Einwanderung und die unmittelbare Reaktion der Aufnahmegesellschaft folgt eine Erörterung des Hintergrundes für den British Nationality Act von 1948, in dem ein liberales Einreiserecht für Bürger des Commonwealth bestätigt wurde. Anschließend soll geprüft werden, inwiefern Arbeitslosigkeit, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt sowie die Behandlung der Einwanderung in der Presse auf deren Einschränkung hingewirkt haben mögen. Abschnitt 5 beschäftigt sich darüber hinaus mit den Einstellungen gegenüber der Einwanderung auf Regierungsebene.
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