Determination im Woyzeck - Woyzecks Passivität im Kontext der Obrigkeit
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
06.05.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
196 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638741880
Büchner wagt im Woyzeck unverkennbar einen radikal neuen Blick auf den Menschen, nämlich einen sozial unverklärten Blick auf den Menschen als Objekt. In der Figur des Paupers Woyzeck werden die verschiedenen Abhängigkeitsverhältnisse besonders deutlich. Doch nicht nur an ihm realisieren sich die gesellschaftlichen Mächte, auch Doktor und Hauptmann, selbst Vertreter des Systems, funktionieren in dessen Sinne, haben keine Identität oder Individualität mehr.
Determination scheint mir einer der herausragenden Faktoren im Ursachenkomplex, der Woyzeck zum Mord trieb, zu sein. Diese soziale Wurzel von Woyzecks Zwangslage gilt es zu präzisieren, so dass die Determinationsthese nicht, wie dies so oft geschieht, zur hohlen Phrase verkommt. Hierbei werden zuerst die einzelnen Elemente der Herrschafts- und Knechtschaftsverhältnisse betrachtet. Im Fokus werden der Hauptmann als Repräsentant des Militärs und der Doktor als Repräsentant einer neuen Wissenschaftskonzeption stehen. In einem Exkurs zum Verhältnis Woyzecks zu Marie soll das Aufdecken der Untreue als auslösendes Moment für die Tat herausgestellt werden, da hier Woyzecks Grenze des Ertragbaren überschritten wird. Nach diesen Untersuchungen kann das tragische Fundament des Stücks, das Herrschaftssystem als System der Ausbeutung, Unterdrückung und Entfremdung entlarvt und im Gesamtzusammenhang betrachtet werden.
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