Bildung: Soziale Chancen und Benachteiligungen Soziale Ungleichheiten in der Bundesrepublik Deutschland
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
03.12.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
33 (Printausgabe)
Dateigröße
154 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640768356
Die Ausarbeitung thematisiert die sozialen Ungleichheitsfaktoren bezüglich des Bildungssystems sowie deren Veränderung im Verlauf der letzten 65 Jahre.
Nachdem in den vergangenen Dekaden eine gezielte Kompetenzförderung von Mädchen stattgefunden hat, wirkt sich heute das Merkmal ,Geschlecht' zu Ungunsten der Jungen aus. Der Kategorisierungsaspekt ,Ethnie' scheint ein relativ junges Benachteiligungsmerkmal der aktuellen Gesellschaft zu sein, welches erst im Zuge der Einwanderungsgesellschaft in bildungspolitischen Diskursen an Bedeutung gewann. Als besonders resistente Benachteiligungs- bzw. Begünstigungsfaktoren von Bildungschancen erweisen sich soziale Herkunft und sozialer Status der Herkunftsfamilien. Es lassen sich somit auch heute noch ständische Gesellschaftsstrukturen erkennen, welche es ermöglichen, den sozialen Status, unabhängig von der erbrachten Leistung, an die nachkommende Generation zu übertragen.
Auf der anderen Seite scheinen individuell erbrachte Leistungen die erlangte soziale Position zu legitimieren. Doch auch der Allokation nach Leistung sind Benachteiligungsfaktoren immanent, welche sich bereits im Grundschulalter, oder aber noch früher auswirken können.
Im Folgenden sollen also die Benachteiligungsmechanismen des Erziehungs- und Bildungssystems beleuchtet werden. Dabei werden zunächst die Entwicklungen von Bildungschancen seit 1945 betrachtet, welche durch Ergebnisse der PISA- sowie IGLU - Studie veranschaulicht werden. Des Weiteren wird das Modell der Meritokratie erläutert sowie auf soziale Filter der Segregation in familialen sowie institutionellen Strukturen hingewiesen. Ergebnis dieser Arbeit soll die Beantwortung der Frage: "Hat die Bildungsexpansion zur Abschwächung oder gar Aufhebung von Bildungsbenachteiligungen geführt, oder hat die von Peisert geprägte Formel sozialer Bildungsbenachteiligungen ,der katholischen Arbeitertochter vom Lande' auch heute noch Bestand?", sein.
Die Relevanz dieser Thematik ergibt sich aus der Reflexion eventuell eigener Benachteiligungsmerkmale, oder aber der Betrachtung der Bildungsbenachteiligung der zukünftigen, eigens reproduzierten Generation, sowie der Notwendigkeit einer Reformierung des dreigliedrigen Bildungssystems der BRD.
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