Produktbild: Die narzisstische Gesellschaft

Die narzisstische Gesellschaft Ein Psychogramm

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

83632

Erscheinungsdatum

27.09.2012

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

236 (Printausgabe)

Dateigröße

853 KB

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406640421

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ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

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83632

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27.09.2012

Verlag

C.H.Beck Digital

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236 (Printausgabe)

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2. Auflage

Sprache

Deutsch

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9783406640421

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  • Bewertung

    aus Freienbach

    5/5

    06.04.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Klare Sprache

    Ich habe während meines Psychologie Studiums und den 22 Jahren danach sicher mehrere hundert Fachbücher über Psychologie und Psychoanalyse gelesen, aber selten spricht jemand mit solch klaren und bewegenden Worten wie Hans-Joachim Maaz. Mir gefallen seine treffenden gesellschaftskritischen Aussagen ohne anzuklagen, frei von einem aufdringlichen Sendungsbewusstsein, jeder kann in Freiheit sich für oder gegen etwas entscheiden. Habe viel von ihm gelernt, ich kann nur alle seine Bücher als Lektüre wärmstens weiterempfehlen. Conrad F. Staeheli

  • Bewertung

    aus Arth

    4/5

    30.08.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Spannende Sichtweise eines Psychiaters und Psychoanalytikers

    Das Buch hat mich zum Nachdenken angeregt. So erkenne ich nicht nur mich selbst, sondern auch einige Personen aus meinen Umfeld in den Beschreibungen wieder. Die Erläuterungen bieten einen nachvollziehbaren und interessanten Erklärungansatz für die heutige Leistungsgesellschaft. Trotzdem scheint für mich die Erklärung dieses Phänomens zu einseitig (monokausal), bzw. zu wenig differenziert und ein induktiver Schluss, der so breit angelegt ist, etwas gewagt.

  • Bewertung

    1/5

    29.01.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Eine monokausale und reduktionistische Lächerlichkeit

    Ende der 1970-er Jahren etablierten Christopher Lasch mit "The Culture of Narcissism" und Richard Sennett mit "The Fall of Public Man" den kulturellen Narzissmus. Kultureller Narzissmus bezeichnet eine Form der Gesellschaftskritik, bei der sich soziologische Gesellschaftsanalysen psychologischer und psychoanalytischer Modelle bedienen, um der untersuchten Gesellschaft Narzissmus zu diagnostizieren. Für die sogenannte "Me-Decade" haben Lasch und Sennett das zwar auf unterschiedliche Weise getan, sind dabei aber den komplexen Wechselwirkungen zwischen Gesellschafts- und Persönlichkeitsstruktur gerecht geworden und haben somit beide überzeugende und anregende Argumentationen aufgestellt. Von einer solchen könnte Maaz' "Die narzisstische Gesellschaft" nicht weiter entfernt sein. Ohne empirische oder statistische Belege (die sucht man in diesem Buch sowieso vergebens; die Bibliographie umfasst gerade einmal 8 Texte, 3 davon von Maaz selbst) stellt er die Prämisse auf, dass die Gesellschaft "ähnlich der Pest im Mittelalter" (17) bereits komplett von Narzissmus durchdrungen ist. Nicht nur vergleicht er hier also eine ansteckende Krankheit mit einer Persönlichkeitsstörung (an dieser Stelle musste ich nochmals nachschauen, ob der Autor tatsächlich Psychotherapeut ist), er ignoriert auch sämtliche bekannten Zahlen zur tatsächlichen Verbreitung der narzisstischen Persönlichkeitsstörung (welche je nach Quelle und Kriterienkatalog bei 1-3% der Gesamtbevölkerung liegt). Ausgehend von der Prämisse, dass wir alle bereits Narzissten sind (ohne zu erklären, warum), streckt Maaz den moralisierenden Zeigefinger in verschiedenste Richtungen aus und behauptet, diese und jenen gesellschaftlichen Entwicklungen und Geschehnisse seien auf ebendiesen Umstand zurückzuführen. Die Monokausalität und der Reduktionismus, den er dabei an den Tag legt, nimmt dabei teilweise lächerliche Züge an -- beispielsweise, wenn er den Beifall für einen Künstler nach dessen Performance als "narzisstische Bedürftigkeit des Publikums" nach "unendliche[m] 'Stillen'" (50) deutet. Oder noch schlimmer: Wenn er schreibt, dass "[o]hne eine schwerwiegende narzisstische Erkrankung der Mehrheit des deutschen Volkes [...] ein Hitler und ein real existierender Nationalsozialismus nicht möglich gewesen" wären (203). Auch ganz allgemeinen Phänomenen wie Gewalt unterstellt er -- ohne in irgendeiner Form zu differenzieren oder alternative Erklärungen auch nur einzuräumen -- die "narzisstisch begründete Not" als "wesentliche Quelle" (202). Soziologisch ist dieses Buch eine Lächerlichkeit. Lesenden, die sich für Studien des kulturellen Narzissmus interessieren, empfehle ich deshalb die oben erwähnten Studien von Lasch und Sennett, die trotz ihres Alters noch immer höchst anregende Gedanken und spannende soziologische Erkenntnisse über die amerikanische Gesellschaft und Kultur bereithalten. Auch die sozialphilosophischen Texte von Byung-Chul Han zum Zusammenhang von Narzissmus und Gegenwartsgesellschaft sind empfehlenswert (z.B. "Agonie des Eros"). Lesenden, die auf der Suche nach systematischen Abhandlung des Narzissmusbegriffs und verschiedenster Ansätze der Narzissmusforschung sind, empfehle ich "Narzissmus - die Wiederkehr" von Hans-Werner Bierhoff und Michael Jürgen Herner.

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