Berufliche Weiterbildung für Menschen mit geringer Qualifikation - mehr Grenzen als Möglichkeiten?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
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Nein
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Nein
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Nein
Erscheinungsdatum
30.01.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
29 (Printausgabe)
Dateigröße
964 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656362630
und Dienstleistungen resultieren veränderte Anforderungen an die Qualifikation der
Beschäftigten, wodurch die Arbeitskräftenachfrage in Richtung einer Höherqualifizierung
tendiert (vgl. Kalina 2005, S.15). Demzufolge verlieren die typischen Arbeitsplätze
für Menschen ohne Berufsabschluss, also Tätigkeiten mit geringen Qualifikationsanforderungen
konträr zu den qualifizierten Beschäftigungen zunehmend an
Bedeutung und werden infolgedessen immer mehr abgebaut (vgl. ebd.). Angesichts
dieses wirtschaftlichen Umbruchs stehen die Menschen mit geringer Qualifikation
vor einer Beschäftigungsmisere (vgl. Reinberg 2003, S.13). Aber wie können die
sog. "Modernisierungsverlierer" jene erfolgreich bewältigen (ebd.)?
Der Grundtenor des beherrschenden Diskurses lautet, dass dem lebenslangen Lernen
und der beruflichen Weiterbildung in der "Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft"
eine Schlüsselfunktion bei der Förderung von Beschäftigungsfähigkeit, Chancengleichheit
sowie der Verbesserung der Integrationschancen zukommt (vgl. Dehnbostel
2008, S. 9). Demnach wird den Geringqualifizierten aufgrund der kompensatorischen
Funktion der Weiterbildung die Möglichkeit eingeräumt versäumte Bildungsmöglichkeiten
nachzuholen und somit einen Zugang zu existenzsichernder Arbeit
und sozialer Teilhabe in der Gesellschaft zu erhalten (vgl. Filla 2011, S. 102). Aber
wird diese ,zweite Bildungsphase' als Chance im Sinne einer Verbesserung der wirtschaftlichen
und gesellschaftlichen Lage der Menschen ohne beruflichen Abschluss
überhaupt wahrgenommen (Rosenbladt/ Bilger 2011, S. 206)? Die vorliegende Arbeit
stellt in Frage, dass diese Option von gering qualifizierten Menschen im umfangenden
Maß genutzt wird und stellt demgegenüber die These auf, dass es derzeit zu
viele Barrieren bzw. Grenzen gibt, die eine Weiterbildungsteilnahme der Geringqualifizierten
weitestgehend verhindern.
Zunächst erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem Begriff " gering qualifiziert", um
eine definitorische Klarheit über den Untersuchungsgegenstand zu bekommen. Hierbei
werden auch die Kennzeichen der Gruppe von Menschen mit formal niedriger
Qualifikation eruiert.[...]
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