Kommissar Fin Macleod hat den Polizistenjob eigentlich an den Nagel gehängt. Doch gerade als er auf seine schottische Heimatinsel Lewis zurückkehrt, wird im Hochmoor der Insel eine übel zugerichtete Jungenleiche gefunden. Bald zeigt sich, dass der Mord fast 50 Jahre zurückliegt. Macleod übernimmt die Ermittlungen und stößt auf den Bruder des Toten, der augenscheinlich in den Mordfall verwickelt ist. Der alte Tormod ist allerdings kein glaubhafter Zeuge: Er leidet an Demenz. Und so liegt in seiner Erinnerung begraben, was vor 50 Jahren geschah, als die Bande zwischen den Brüdern noch stärker waren als der Tod. Lesung mit Hans Peter Hallwachs und David Nathan 5 CDs Laufzeit ca. 400 min
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
03.08.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Seit Jahren mein Lieblingskrimi!
Auf der schottischen Hebrideninsel Lewis wird eine Moorleiche gefunden. Dank eines Elvis-Tattoos kann ungefähr bestimmt werden, wie lange die Leiche schon dort gelegen hat. Nun folgt die ganze Ermittlung bzw. die Geschichte des Opfers, sowie die Gründe, weshalb der junge Ermittler zurück auf die Insel gezogen ist. Packend, gut geschrieben und atmosphärisch: 5 Sterne!
Bewertung
5/5
22.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Reizvolle düstere Atmosphäre - Mord und Demenz
Beim Leben deines Bruders ist der zweite Teil der Fin Macleod-Reihe von Peter May und besticht wieder durch die düstere Atmosphäre, die Beschreibungen der kargen Landschaft der Hebriden und verschlossenen Menschen, den feingezeichneten Protagonisten, die nah am Leser sind und einen ganz eigenen Reiz ausüben.
Zur Handlung:
Fin Macleod hat sich entschieden, auf seine Heimatinsel Lewis zurückzukehren und das elterliche Whitehouse wieder in Schuss zu bringen. Seinen Job bei der Polizei hat er aufgegeben und versucht nun seine Vergangenheit abzustreifen und wieder Fuß zu fassen.
Als die Leiche eines ermordeten jungen Mannes im Moor entdeckt wird, gerät Fin ungewollt in den Sog dieses Geschehens. Es stellt sich heraus, dass die Leiche mit dem Vater seiner einstigen Geliebten Marsaili verwandt sein muss, die Leiche liegt bereits seit 50 Jahren im Moor. Marsailis Vater Tormod Macdonald kann jedoch so gut wie nichts zur Aufklärung beitragen, er leidet an Demenz. Fin macht sich zusammen mit dem örtlichen Polizisten Gunn an die Arbeit, recherchiert den Familienhintergrund von Tormod und bringt dadurch viele ihm nahestehende Personen in Gefahr
Während Fin Macload noch im Dunkeln tappt, ist der Leser schon ein gutes Stück weiter, denn Peter May lässt ihn an Tomrods Erinnerungen teilhaben, an dessen Leben im Waisenhaus, Erinnerungen an seinen Bruder, an gewissenlose Heimleiter und brutale Mitschüler, an eine schwere Jugendzeit .
Diese Erinnerungsbruchstücke werden immer wieder von Tormods Gedanken unterbrochen, der sich in einem Pflegeheim wiederfindet und sich nicht erklären kann, wie er in die fremde Umgebung kommt, wer die Menschen um ihn herum sind
Gerade diese Mischung von Ermittlungsarbeit, Tormods Erinnerungsfetzen und seinem Unvermögen, diese zu erfassen und mitzuteilen, machen den Krimi sehr spannend. Zur Lösung des Falls werden die vielen Kleinigkeiten gekonnt zusammengeführt und zu einem komplexen Ganzen verwoben.
Wieder ein sehr gelungener, atmosphärisch dichter Schottland-Krimi von Peter May!
Bewertung
aus Seon
5/5
10.05.2018
Buch (Taschenbuch)
Superspannend
Dieses Buch werde ich nicht so schnell vergessen,einfach nur gut.
MissRichardParker
5/5
01.03.2017
Buch (Taschenbuch)
Sehr gute Geschichte!
Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen. Besonders gut fand ich die beiden Perspektiven. Einmal die Sicht von Fin und einmal von Tormod. Besonders Tormods Beschreibungen fand ich berührend. Seine Erzählungen machen diesen Krimi meiner Ansicht nach aus.
Neben dem flüssigen Schreibstil hat der Autor auch eine super Atmosphäre geschaffen.
Sehr lesenswert!
ML
aus Basel
5/5
28.09.2015
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wenn Dich die Vergangenheit einholt...
Ein Toter im Moor - ein scheinbar einfacher Fall. Es handelt sich (wie der geneigte Leser schon erahnte) aber nicht um einen archäologischen Glücksfall, sondern um einen Mann, der eines unnatürlichen Todes gestorben und somit nicht ganz so alt ist wie erwartet.
Fin Mcleod (nach der Scheidung und dem ungelösten Todesfall seines Sohnes ist er freiwillig aus dem Polizeidienst ausgeschieden) kehrt auf die Isle of Lewis zurück. Er will sein Elternhaus restaurieren und muss unbedingt wieder einen Sinn in seinem Leben finden.
Nicht, dass er so auch wieder Marsaili und seinem Sohn Fionnlaigh näher ist, er muss sich nun auch Donna, Eildih und seinem alten Freund und nun auch Grossvater Donald stellen.
Doch aus seinen Restaurationsbemühungen wird vorerst nichts. Tormod Macdonald, Marsailis Vater, ist dement und sie muss sich zwangsläufig um ihn kümmern. Noch dazu ist der alte Mann einziger Verdächtiger im Fall einer unbekannten Moorleiche, da sich seine DNA (Leser von Band 1, "Blackhouse", wissen weshalb...) mit der des Unbekannten abgleichen lässt. Fin fängt also an zu ermitteln und bringt unglaubliche Geschehnisse ans Licht.
Diesmal spielt das Buch auf Lewis, aber auch auf North Uist, South Uist, Berneray und Eriskay. Auch Edinburgh spielt eine Rolle. Als Themen hat er hier Demenz, Verdingkinder und Mafia gewählt und alles erfolgreich zu einem packenden Krimi mit sehr interessantem Familienroman zusammengerührt.
Peter Mays blumige, ausschweifende und immer leicht düstere Sprache muss man mögen. Ich liebe sie. Daher habe ich "Beim Leben deines Bruders" sehr gerne gelesen und ich freue mich auf Band drei ("Chess Men") auch wenns dann der letzte der Reihe sein wird. Auf deutsch wie auf englisch ein grosses Lesevergnügen.
Für Schottland- und äussere Hebriden-Liebhaber ein Muss.
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