Produktbild: Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung
Band 1483

Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung

Aus der Reihe Bibliothek Suhrkamp
1

30,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2014

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

831

Maße (L/B/H)

18/11,8/3 cm

Gewicht

496 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-22483-0

Beschreibung

Rezension

»Der Schweizer Schriftsteller Ludwig Hohl (1904-1980) ist immer gut für eine scharfkantige und überraschende Beobachtung. In seinem Werk finden sich unzählige eigensinnige Aufzeichnungen, darunter Maximen, Parabeln, kleine Porträts, Denkbilder ... Nun präsentiert der Suhrkamp-Verlag dankenswerterweise gleich fünf Publikationen des ungewöhnlichen Denkers und Erzählers in Neuauflagen.« Martin Zingg NZZ am Sonntag 20140525

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2014

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

831

Maße (L/B/H)

18/11,8/3 cm

Gewicht

496 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-22483-0

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE
info@suhrkamp.de

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Die Schweiz war Gastland der…

MaWiOr aus Halle am 28.03.2014

Bewertungsnummer: 2703269

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Schweiz war Gastland der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Aus diesem Anlass brachte der Suhrkamp Verlag in der Reihe „Bibliothek Suhrkamp“ fünf Titel des Schweizer Schriftstellers Ludwig Hohl (1904-1980) heraus. Damit wurde das Werk des Außenseiters-Autors nach vielen Jahren den deutschen Lesern wieder zugänglich gemacht. Das umfangreichste Werk dieser fünf Neuerscheinungen sind „Die Notizen“, die Hohl in den Jahren 1934 bis1936 in Holland in „geistiger Einöde“ verfasste. Sie sind das Hauptwerk des Autors und verkörpern eine Mischung aus Kurzprosa, Aphorismen, Maximen und Reflexionen. Sie stellen gewissermaßen die literarische Summe des außergewöhnlichen Schriftstellerlebens dar. Die Texte sind nicht in der chronologischen Reihenfolge ihres Entstehens angeordnet, sondern in zwölf Kapiteln mit Titeln wie „Vom Arbeiten“, „Vom Erreichbaren und vom Unerreichbaren“ oder „Traum und Träume“ unterteilt. Diese Anordnung geht auf Hohl zurück, der das Manuskript nach 1937 nach diesen thematischen Gesichtspunkten umgebaut und mit Anmerkungen versehen hatte. Die 800 Seiten sind natürlich nicht für eine kontinuierliche Lektüre gedacht. Vielmehr kann man das Buch auf jeder Seite aufschlagen und findet interessante Aufzeichnungen und Gedankensplitter („Das wirklich Gedichtete ist eben das Gegenteil vom Erdichteten“ … „Wenn er nicht einmal das Komplizierte begreift, wie soll er das Einfache begreifen?“ … oder … „Aus einem denkenden Menschen lässt sich alles machen, aber aus einem nicht denkenden leider - nicht wenig, sondern nichts“). Wem der ungewöhnliche Untertitel „Von der unvoreiliegen Versöhnung“ nicht klar wird, dem empfiehlt Hohl, das Buch für einige Zeit aus der Hand zu legen. Der heutige Leser wird bei der sicher nicht leichten Lektüre schnell die Verwandtschaft zu Lichtenberg und seinen „Sudelbüchern“ bemerken. Darüber hinaus eine Anregung, vielleicht die anderen Hohl-Suhrkamp-Neuerscheinungen zur Hand zu nehmen.

Die Schweiz war Gastland der…

MaWiOr aus Halle am 28.03.2014
Bewertungsnummer: 2703269
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Schweiz war Gastland der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Aus diesem Anlass brachte der Suhrkamp Verlag in der Reihe „Bibliothek Suhrkamp“ fünf Titel des Schweizer Schriftstellers Ludwig Hohl (1904-1980) heraus. Damit wurde das Werk des Außenseiters-Autors nach vielen Jahren den deutschen Lesern wieder zugänglich gemacht. Das umfangreichste Werk dieser fünf Neuerscheinungen sind „Die Notizen“, die Hohl in den Jahren 1934 bis1936 in Holland in „geistiger Einöde“ verfasste. Sie sind das Hauptwerk des Autors und verkörpern eine Mischung aus Kurzprosa, Aphorismen, Maximen und Reflexionen. Sie stellen gewissermaßen die literarische Summe des außergewöhnlichen Schriftstellerlebens dar. Die Texte sind nicht in der chronologischen Reihenfolge ihres Entstehens angeordnet, sondern in zwölf Kapiteln mit Titeln wie „Vom Arbeiten“, „Vom Erreichbaren und vom Unerreichbaren“ oder „Traum und Träume“ unterteilt. Diese Anordnung geht auf Hohl zurück, der das Manuskript nach 1937 nach diesen thematischen Gesichtspunkten umgebaut und mit Anmerkungen versehen hatte. Die 800 Seiten sind natürlich nicht für eine kontinuierliche Lektüre gedacht. Vielmehr kann man das Buch auf jeder Seite aufschlagen und findet interessante Aufzeichnungen und Gedankensplitter („Das wirklich Gedichtete ist eben das Gegenteil vom Erdichteten“ … „Wenn er nicht einmal das Komplizierte begreift, wie soll er das Einfache begreifen?“ … oder … „Aus einem denkenden Menschen lässt sich alles machen, aber aus einem nicht denkenden leider - nicht wenig, sondern nichts“). Wem der ungewöhnliche Untertitel „Von der unvoreiliegen Versöhnung“ nicht klar wird, dem empfiehlt Hohl, das Buch für einige Zeit aus der Hand zu legen. Der heutige Leser wird bei der sicher nicht leichten Lektüre schnell die Verwandtschaft zu Lichtenberg und seinen „Sudelbüchern“ bemerken. Darüber hinaus eine Anregung, vielleicht die anderen Hohl-Suhrkamp-Neuerscheinungen zur Hand zu nehmen.

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