Am liebsten verbringen die vier jungen Frauen ihre Tage im Café und ihre Nächte auf Partys und in Kneipen, denn Reykjavik im Winter ist dunkel und kalt, ihr Alltag turbulent und chaotisch. Karen, die bei ihren Großeltern lebt, trinkt zu viel und wacht immer wieder in fremden Betten auf. Hervör, nach abgebrochenem Studium, jobbt im Café und wird von ihrem Gelegenheitslover hingehalten. Mia, die von ihrem Freund verlassen wurde, sitzt seither zwischen Umzugskartons. Silja, die Ärztin, erwischt ihren Ehemann mit einem »blonden Flittchen«. (Das »blonde Flittchen« ist Karen, aber das weiß sie noch nicht.) Das Leben ist ein großes Drama, in dem auch Liam, der kleine (charmante) Engländer, und Georg, der zuverlässige, aber schüchterne Barista, eine Rolle spielen. Die tragende Rolle? (Schließlich sind es vier Männer, die vier Frauen zusammenbringen.) Ganze Tage lang erzählen sie sich von kleinen Glanzmomenten und ernsthaften Problemen, von ihrem Leben, das doch auch Lichtblicke zeigt, wenn sie mit ihrem Latte macchiato to go ihr Café wieder verlassen.
Ein erfrischender Roman über die Liebe, das Leben und die Einsicht, dass Freundschaften unter Frauen viel wichtiger sind als der Traum von der großen Liebe.
Kundinnen und Kunden meinen
3.6/5.0
Lesebegeisterte
3/5
15.01.2021
eBook (ePUB)
Island
Dieser Roman spielt in Island. Es beschreibt die Geschichte von vier Frauen, die ihre Leben nicht so recht im Griff haben. Sie sind alle auf der Suche nach der Liebe und Mr. Right. Ein kurzweiliger Roman.
Bewertung
5/5
16.03.2016
Buch (Taschenbuch)
Tolle isländische Literatur.
Tolle isländische Literatur.
AddictedToBooks
aus München
4/5
30.01.2014
Buch (Taschenbuch)
Die Geschichte(n) finde ich…
Die Geschichte(n) finde ich ganz toll, jedoch manchmal etwas übertrieben. Ich kann nicht immer nachvollziehen, warum sie genau so handeln, und einige Personen im Buch (vor allem die „schuldigen“ Männer) bleiben durchsichtige Charaktere. Die Hauptprotagonisten sind super erklärt, ganz sympathisch und bleiben auch gut im Gedächtnis. Da einige Personen, die im Buch eine wichtige – jedoch passive – Rolle spielen, nicht ganz so gut erklärt und ganz so gut vorstellbar sind, war ich nach einiger Zeit etwas verwirrt. „Wer gehört jetzt zu wem? Wer hatte gleich wieder was erlebt?“ So ging es mir ungefähr nach der ersten Hälfte, und ich musste immer wieder zurückblättern, um die Namen wieder zuordnen zu können. Trotzdem fand ich die Geschichte schön, und obwohl das Ende nicht so war, wie ich erwartet hatte, hatte es doch etwas Schönes. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch war so geschrieben, dass man richtig schnell und flüssig lesen kann und alles sehr gut versteht. Das ist auf jeden Fall ein Pluspunkt. Alles in Allem hat mir das Buch also gut gefallen. Da es jedoch manchmal etwas verwirrend war, muss ich einen Stern abziehen. Insgesamt erhält das Buch von mir also verdiente 4 von 5 Sternen. Außerdem kann ich das Buch für alle weiterempfehlen, die gerne Frauenromane voller Probleme und Liebeskummer lesen.
Bewertung
aus Bad Driburg
4/5
28.01.2014
Buch (Taschenbuch)
Gutes Buch für zwischendurch
Das Buch "Ganze Tage im Cafe" dreht sich um vier Frauen die so unterschiedlicher sind wie sie nur sein können. Hervõr, Mia, Silja und Karen. Eines haben sie doch gemeinsam, sie wurden alle von Männern verlassen. Wir lernen die Frauen nach und nach kennen und die Charaktere wachsen einen ans Herz. Anfangs gehen sie alle getrennte Wege, doch zum Schluss treffen alle zusammen in Hervörs Cafe in Reykjavik.
Meine Meinung:
Ich kann einiges positives aber auch negatives über das Buch sagen. Fangen wir mit dem positiven an...
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen es war sehr "locker" geschrieben. Zudem habe ich das Buch recht schnell gelesen, es hat mich sogar aus einer Leseflaute rausgeholfen, da man immer wissen wollte wie es mit den dreien weiter geht. Zudem fand ich klasse das sich die Charaktere im laufe des Buches verändert haben.
Nicht so gut gefallen hat mir, das in dem Buch sehr viel Alkohol ins Spiel kam wirklich alle paar Seiten hatte wieder eine andere Person die Flasche am Hals. Zudem hat einen das Buch an manchen Stellen etwas runtergezogen. Die Stimmung war oft bedrückend und traurig.
Trotzdem regt ein sowas ja zum Nachdenken an. Nicht das ihr denkt das Buch ist von vorn bis hinten traurig, nein natürlich ging es auch ganz viel um Liebe Zuneigung und Eifersucht.
Thala
4/5
26.01.2014
Buch (Taschenbuch)
Wenn das Schicksal dir einen Arschtritt gibt
Selten hat mich ein Cover derart in die Irre geführt wie dieses. Knallgelb und eine davoneilende Frau mit pinkem Wollmantel, in der Hand eine türkise Handtasche schwingend. Sieht ganz nach heiterem, fröhlichem Frauenroman á la SATC oder Bridget Jones aus. Pustekuchen. Islands bzw Reykjaviks Heldinnen sind ganz anders.
Zum Inhalt: Sólveig Jónsdóttir erzählt in ihrem Debütroman von vier Frauen, welche aber nicht als gemeinsame Freundinnen agieren. Die Protagonistinnen kennen einander nicht, begegnen einander nur flüchtig und wissen vom Leben der Anderen nichts. So trägt jedes Kapitel den Namen der jeweiligen Hauptperson. Da ist Mia, deren Freund sich gerade wegen einer Anderen von ihr getrennt hat. Sie zieht in eine kleine Wohnung um und sieht sich nun ohne Partner, ohne Job einem riesigen Schuldenberg gegenüber.
Hervör hat ihr BWL-Studium beendet und jobbt nun im angesagten Café Viertel (isländisch: Korter) als Kellnerin. Ihre Routine wird nur durch die Affäre zu ihrem ehemaligen Professor Tryggvi unterbrochen, der sich aber nicht fest binden möchte-zumindest nicht mit Hervör.
Eine andere Protagonistin, Karen, hat mit dem Tod ihres Bruders zu kämpfen. Sie kann mit der Trauer nicht umgehen, fühlt sich verlassen und sucht Schutz in den Armen vieler Männer. Bis sie auf Aron trifft.
Verlassen wurde auch Silja, die ihren Mann in flagranti mit einem blonden Flittchen (Karen) erwischt und diesen aus ihrer Wohnung wirft.
Meine Meinung: Ich habe lange überlegt, wie ich dieses Buch bewerten soll. Letztendlich habe ich mich für 4 Sterne entschieden. Einen Punkt Abzug gibt es für die Tatsache, dass ich mir einfach mehr Informationen über die Charaktere gewünscht hätte. Vielelicht hätte man auf 1-2 Charaktere verzichten können, um einen detaillierten Einblick in das Innenleben der Einzelnen zu bekommen. Auch das Männerbild empfand ich als sehr stereotypisch, da diese entweder als gut oder böse beschrieben worden sind. Bei allen drei Verlassenen kann ich eigentlich gut verstehen, warum sie verlassen worden sind. Mia hat eine sehr depressive, pessimistische und klammernde Art-irgendwie nachvollziehbar, dass sich ihr Freund in eine erfolgreiche und lebensfrohe Frau verliebt. Silja nimmt ihre Liebe für zu selbstverständlich-genau dies ist Liebe nie. Und Hervör? Sie weiß selbst noch nicht, wo sie im Leben hinmöchte. Kein Wunder, dass eine Beziehung nicht klappt, wenn sie selbst nicht weiß, was sie eigentlich will.
Die Autorin hat einen schönen atmosphärischen Schreibstil, ich konnte mir den isländischen Winter richtig gut vorstellen. Schade fand ich, dass jede Heldin in einer Krisensituation zum Alkohol griff, dies einte alle Charaktere. Auch saßen die Frauen nicht ganze Tage im Cafe, von daher hätte ich den isländischen Titel Korter bzw. Viertel passender gefunden. Jónsdóttir schafft es, ihre Heldinnen eindringlich zu beschreiben, so dass diese auf ihre Art normal wirken. So als könnte eine von ihnen tatsächlich jede Sekunde durch die Tür eines Cafés kommen. Sie beschreibt keine Traumfrauen, sondern jene, die mit Ende Zwanzig noch jede Menge Zeit, aber wenig Geld besitzen. Welche ihre Träume begraben haben und nicht mehr auf die große Liebe hoffen. Das Leben findet irgendwo dazwischen statt.
Fazit: Ein außergewöhnlicher, fesselnder Roman mit nicht alltäglichen Charakteren.
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