Psychopharmakotherapie in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe Einstellungen und Erfahrungen der Mitarbeiter
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48,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
10.10.2006
Verlag
GRINSeitenzahl
104
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,8 cm
Gewicht
163 g
Auflage
5. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8386-9898-4
Die Behandlung mit Psychopharmaka stellt in der Gesellschaft ein kontrovers diskutiertes Thema dar.
Mit der Einführung der ersten psychotrop wirkenden Medikamente in den späten Fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts gingen erhebliche Fortschritte in der Behandlung psychischer Störungen einher.
So sind insbesondere die Öffnung der psychiatrischen Krankenhäuser, sowie verkürzte stationäre und dafür verbesserte Möglichkeiten der ambulanten Behandlung von Patienten eng mit ihr verbunden.
Bei genauer Indikation ermöglicht eine gewissenhaft angewandte Psychopharmakotherapie, vorzugsweise eingebettet in ein multimodales Behandlungskonzept, den Betroffenen eine deutlich verbesserte Lebensqualität.
Werden aber maßgebliche Faktoren bei einer Behandlung mit psychotropen Medikamenten vernachlässigt, die Ziele der Therapie nicht regelmäßig überprüft, die Betroffenen (oder deren gesetzliche Betreuer) nicht über die einhergehenden Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt, stehen einem Missbrauch Türen und Tore offen.
In stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe kommt der Psychopharmakotherapie ein besonderer Stellenwert zu. So ist nachgewiesen, dass bei Menschen mit geistiger Behinderung die Wahrscheinlichkeit an psychischen Störungen zu erkranken höher ist, als bei Nichtbehinderten. Folglich liegt die Vermutung nahe, dass die Behandlungsform mit psychotrop wirkenden Medikamenten in Wohnstätten deutlich über dem Durchschnitt der deutschen Bevölkerung liegt.
Die Arbeit setzt sich zunächst mit ausgewählten aktuellen Studien zur komplexen Thematik Psychopharmakotherapie auseinander. Außerdem werden grundlegende Konzepte und Strategien im Umgang mit psychotrop wirkenden Medikamenten, sowie die gängigen Wirkstoffgruppen dargestellt.
In einer anschließenden Studie werden Daten von 114 Bewohnern aus zehn verschiedenen, zufällig ausgewählten, Wohngruppen der Behindertenhilfe vorgestellt und analysiert. Gründe für Indikationen, Zusammenhänge zwischen einer Behandlung mit psychotropen Medikamenten, Behinderungsart und Schweregrad, sowie institutionellen Rahmenbedingungen werden angeführt. Ebenso wird ein Blick auf die Praxis von Psychopharmakotherapien im Wohnstättenalltag geworfen und diskutiert.
Im Weiteren wird der Fokus auf die Einstellungen und Erfahrungen der Mitarbeiter gelegt. Diese sind in der Regel als Bindeglied zwischen den Bewohnern, ihren gesetzlichen Betreuern und den verordnenden Ärzten unmittelbar in die Psychopharmakotherapie involviert. Insofern sind ihre Haltungen und Ansichten diesbezüglich von besonderem Interesse.
Anhand von 25 Leitfadeninterviews wird exemplarisch dargestellt und diskutiert, wie sie im Allgemeinen zu dieser Behandlungsform stehen, ob sie mit ihrer Durchführung zufrieden sind, wo sie Verbesserungsmöglichkeiten sehen und wie sie selbst ihren individuellen Informations- und Kenntnisstand bezüglich der Thematik einschätzen.
Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis:
1.Einleitung4
2.Studien und wissenschaftliche Aufsätze6
2.1Untersuchungskommission Glenwood und Woodward6
2.2Abschlussbericht: Psychopharmaka im Altenpflegeheim 8
2.3Psychopharmaka und Polypharmazie in der Behandlung von Menschen mit geistiger Behinderung10
2.4Verordnungen psychotroper Medikationen: Eine Analyse der Gründe, die bei Menschen mit geistiger Behinderung zur Verordnung von Psychopharmaka führen13
2.5Der Gebrauch psychotroper Medikamente bei geistig behinderten Heimbewohnern mit problematischem Verhalten15
2.6Auswertung der Studien und Fragestellung17
3.Psychopharmaka20
3.1Indikationsentscheidung...
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