Slowenien im Zweiten Weltkrieg: Das bürgerliche Lager zwischen Kollaboration und Widerstand
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
22.04.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
96 (Printausgabe)
Dateigröße
847 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656641735
Im ersten Kapitel wird speziell auf die Begriffe Okkupation, Kollaboration und Widerstand eingegangen, deren Klassifizierung als Grundlage zu einer möglichen Antwort der hier gestellten Forschungsfrage dienen soll. Des Weiteren wird ein Überblick der Situation im Allgemeinen für den jugoslawischen Raum als auch im Speziellen für Slowenien während des Zweiten Weltkrieges gegeben und versucht, die Formen von Zusammenarbeit mit den drei Besatzungsmächten und auch die komplexe Situation des Widerstandes mit ihren unterschiedlichsten bewaffneten Gruppierungen zu erläutern. Die Situation Sloweniens lässt sich durch zwei feindlich gesinnte Lager charakterisieren: Einerseits die kommunistisch dominierte Volksbefreiungsfront des slowenischen Volkes (Osvobodilna fronta), die jegliche Andersdenkende auszuschalten versuchte, und andererseits das bürgerlich-konservative Lager, indem alle antikommunistischen Gruppierungen sowie die etablierten Parteien Sloweniens zusammengefasst werden können.
Das zweite Kapitel widmet sich der slowenischen Heimwehr bzw. Landeswehr (Slovensko domobranstvo), die seit dem Jahre 1943 die größte bewaffnete antikommunistische Formation auf der Seite des bürgerlichen Lagers darstellte. Es werden sowohl die Gründe ihrer Entstehung sowie ihrer Zielsetzung als auch ihr tragisches Ende im Mai, Juni 1945 geschildert, als die Kommunisten im slowenischen Gebiet Tausende von Angehörigen der Heimwehr auf brutale Art und Weise liquidierten. Im dritten Kapitel wird ein Vergleich zwischen den jugoslawischen Kollaborationsverbänden gezogen, wobei die Forschungsfrage, wo sich das bürgerlich-konservative Lager und insbesondere die Heimwehr zwischen Kollaboration und Widerstand einordnen lassen, näher erörtert wird.
Im Nachwort wird auf die heutige politische Situation und der Einschätzung dieser Kriegsjahre in Slowenien eingegangen, da ja seit der Eigenstaatlichkeit Sloweniens im Jahre 1991 von einigen slowenischen Historikern versucht wird, die bisher gängige Geschichtsschreibung und die Beurteilung der slowenischen Domobranzen als bloße "Heimatverräter" zu korrigieren.
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