Produktbild: Ich bin Autistin - aber ich zeige es nicht

Ich bin Autistin - aber ich zeige es nicht Leben mit dem Asperger-Syndrom

2

8,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Ja

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

01.01.2013

Herausgeber

Www. Autismus-Buecher. de

Verlag

Verlag Rad und Soziales

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

183 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783956901553

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

01.01.2013

Herausgeber

Www. Autismus-Buecher. de

Verlag

Verlag Rad und Soziales

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

183 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783956901553

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  • Dr_ M

    aus Sachsen

    5/5

    04.07.2018

    eBook (ePUB)

    "Ich muss nicht mit dem Strom schwimmen, wenn dieser mich zu ertränken droht"

    Frauen mit dem Asperger-Syndrom in einer relativ milden Ausprägung gehen damit ganz anders um als Männer. Wenn man das verstehen möchte, sollte man dieses Buch lesen. Allerdings muss man sich dabei auf einen recht weitschweifigen und sehr mitteilsamen Text gefasst machen. So wie ich die Autorin verstanden habe, ist ihr ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis ein Teil ihrer autistischen Persönlichkeit, der sich allerdings nur entfaltet, wenn sie sich in einer sicheren Umgebung aufhält. Manche Leser werden dieses Buch deshalb vielleicht als etwas langweilig empfinden und die eigentliche Aussage nicht so wahrnehmen, wie es die Autorin gerne gehabt hätte. Mancher empfindet vielleicht bereits den Titel als eine Provokation. Doch das lag sicher überhaupt nicht in der Absicht der Autorin. Wäre dies nämlich nicht so gewesen, dann hätte man es doch mit dem blanken Gegenteil, also einer Zurschaustellung zu tun, was nun wahrlich kein Merkmal von Autisten ist. Für solche Sachen haben Autisten gar keine Energie übrig, denn im Gegensatz zu "normalen" Menschen stehen sie vor dem ewigen Problem einer permanenten Reizüberflutung, die ihr Nervensystem überlastet, sodass sie sich mit Gegenreaktionen zu beruhigen versuchen. Die Außenwelt kann das nicht wirklich begreifen und empfindet ein entsprechendes Verhalten als unangemessen, störend und peinlich, ohne den wirklichen Hintergrund zu verstehen. Oftmals zeigen sich solche Beruhigungs- oder Ablenkungsmanöver der Betroffen entweder als scheinbar aggressive Ausbrüche, die man gesellschaftlich nur schwer tolerieren kann, oder als Selbststimulierung, was manche Betrachter ebenso verwirrt. Auch ihre unbedingte Ehrlichkeit, oftmals verbunden mit einer ungewohnten Schroffheit, führt viele Autisten ins soziale Abseits. Männer kommen damit besser zurecht als Frauen. Und deshalb versuchen betroffenen Frauen dies zu verstecken und sich zu tarnen. Die Lebensgeschichte der Autorin ist dafür ein gutes Beispiel. Das mitzuteilen ist der eigentliche Sinn dieses Buches. Viele Menschen besitzen das sogenannte Asperger-Syndrom in einer relativ milden Ausprägung und wissen deshalb oft gar nichts davon. Sie gelten wegen ihres oft seltsamen Verhaltens als Außenseiter. So verlief auch das Leben der Autorin bis zur Geburt ihrer beiden Zwillingsmädchen. Eines davon benahm sich allerdings völlig anders als das andere. Später wurde die Autorin von einer Freundin auf das Asperger-Syndrom aufmerksam gemacht. Während eines Tests mit ihrer Tochter bemerkte sie dann erstmals die Ähnlichkeit ihres eigenen kindlichen Verhaltens mit dem ihrer Tochter. Und erst da wurde ihr klar, was mit ihr scheinbar schon immer nicht gestimmt hat. Die Ausprägungen im Asperger-Spektrum können sehr unterschiedlich sein, sowohl in seiner Stärke als auch in seiner Vielfalt. Auch dafür liefert dieses Buch viele Beispiele. Im Grunde geht es der Autorin um zwei wesentliche Punkte: Einerseits möchte sie deutlich machen, dass man als Autist sich nicht bemühen muss, so zu sein wie die vom Asperger-Syndrom nicht betroffenen Menschen. Und andererseits möchte sie Betroffenen eine detaillierte Hilfestellung zur Meisterung des Alltagslebens liefern. Dazu schlägt sie im Anhang umfangreiche Maßnahmen vor. Für Betroffene kommt es sehr darauf an, dass sie einen verständnisvollen Partner finden und sich ein informiertes Umfeld schaffen, das sie versteht und akzeptiert. Das ist nicht gerade der einfache Teil, weil Autisten sich oft nicht so verhalten, wie das gesellschaftlich akzeptiert wird. Selbst relativ unauffällige Autisten mit der Aufgabe zu konfrontieren, sich der gesellschaftlichen Norm anzupassen, ist eine Forderung, die unerfüllbar ist, auch dann, wenn sie sich diese Aufgabe selbst stellen, weil sie sich vielleicht ihres Zustandes (noch) nicht wirklich bewusst sind. Das klar zu machen, ist auch eines der Anliegen dieses Buches. Hat man sich schon vorher mit den Auswirkungen des Asperger-Syndroms befasst, dann erfährt man in diesem Buch nicht viel Neues dazu. Es war einfach nicht das Anliegen der Autorin, darüber zu berichten. Vielmehr wollte sie aufzeigen, wie man vielleicht mit dieser Veranlagung umgehen und sein Leben organisieren kann. Ob sie insbesondere den letzten Punkt hinreichend gut abgearbeitet hat, liegt außerhalb meiner Erfahrungswelt. Alles andere empfand ich als wirklich informativ, wenngleich es nicht immer leicht war, den oftmals weitschweifigen Text zu lesen.

  • Angelbin

    aus Kanton Zug

    4/5

    11.02.2022

    eBook (ePUB)

    Vier von fünf Sternen

    Das Buch stammt vom 01.05.1999 (Originaltitel: Pretending to Be Normal), also aus einer Zeit, in der die Autismus-Forschung noch ziemlich ... na, ich würde sagen, in nicht gerade ihren Kinder-, jedoch in ihren Teenager-Schuhen steckte. Vom heutigen Stand der Forschung sehe ich es so, dass Liane Holliday Willeys autobiografisches Buch ein Beispiel eines individuellen Lebensweges und seinen Umständen ist, von vielen, vielen völlig verschiedenen anderen Erfahrungsberichten von Menschen auf dem Autismus-Spektrum. Dieser Begriff AUTISMUS-SPEKTRUM, notabene, war zum Zeitpunkt, als die Autorin es schrieb, noch nicht in Gebrauch, weil man noch gar nicht wusste, WAS ALLES autistisch ist, bzw. sein kann. Zu bemerken ist auch, dass die Autorin einen Ehemann hat, der sie in ihrem Autismus stabilisiert. Studien aktuelleren Datums in Australien und Neuseeland ergaben, dass von 100 Menschen im Autismus-Spektrum nur 12 in Beziehungen leben, und wir sprechen hier nur von diagnostizierten Autisten. Das Leben ihrer "Stabilisator/-innen" sieht ganz anders aus. Liest man "Ich bin Autistin - aber ich zeige es nicht" im Bewusstsein, dass die Autismus-Forschung längst viel, viel weiter gekommen ist und man heute - zum Glück (!) - viel mehr weiss, so ist es zweifelsohne eine Möglichkeit, sich dahingehend zu informieren, wie es zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Buches um Autismus in den USA stand und in diesem Sinn hat es seinen Wert, zweifellos.

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