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Markus Orths

1. Das Zimmermädchen

Das Zimmermädchen

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Torben Kessler

Spieldauer

2 Stunden und 19 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Altersempfehlung

ab 16 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

01.12.2008

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

14

Verlag

BUCHFUNK Hörbuchverlag

Sprache

Deutsch

EAN

4056198035252

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Torben Kessler

Spieldauer

2 Stunden und 19 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Altersempfehlung

ab 16 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

01.12.2008

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

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Verlag

BUCHFUNK Hörbuchverlag

Sprache

Deutsch

EAN

4056198035252

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Probleme mit der Identität…

Raumzeitreisender aus Ahaus am 20.07.2016

Bewertungsnummer: 2726736

Bewertet: eBook (ePUB)

Probleme mit der Identität Das Buch erinnert ein wenig an Bragi Ólafssons Roman „Die Haustiere“. Auch dort liegt jemand unter dem Bett und lauscht, was in der Umgebung passiert. Während Emil Halldórsson in „Die Haustiere“ auf groteske Weise zum Beobachter seines eigenen Lebens wird, ist Protagonistin Lynn Zapatek in „Das Zimmermädchen“ die manisch getriebene Suchende, die durch das Ausforschen von Intimitäten wissen will, wie sie ihr eigenes Leben in den Griff bekommen kann. Es geht in beiden Fällen um Probleme mit der Identität. Lynn, die eine Psychotherapie hinter sich hat, muss sich, wie sie selbst meint, „ins Handeln flüchten“. Ihren Drang nach Aktivität lebt sie beim Putzen aus. Sie putzt die Spiegel von hinten und die Stehlampen von unten – sie ist eine Getriebene. Ebenso hat sie zu den Menschen ihrer Umgebung eine zwanghafte Beziehung. Hierzu gehören Heinz, mit dem sie ein Verhältnis hat, ihre Mutter, die sie wöchentlich anruft und mit der sie Belanglosigkeiten austauscht und die Prostituierte Chiara, die sie im Hotel kennen lernt. Autor Orths verwendet kurze Sätze, die in einigen Fällen durch das Weglassen von Artikeln oder Pronomen abgehackt wirken. Der Text ist jedoch leicht verständlich. Die Brüche in den Sätzen symbolisieren, so der Eindruck, die Frakturen in der Psyche der Protagonistin. Die Geschichte kann von unterschiedlichen Perspektiven aus betrachtet werden. Der Rahmenhandlung nach zu urteilen handelt es sich um leichte humorvolle Kost. Psychologisch gesehen ist es die eher ernste Geschichte der Lynn Zapatek, die ihr Leben nicht in den Griff bekommt. Der Autor vermischt diese Ebenen, was ihm nur mäßig gelungen ist. Hinzu kommt, dass Autor Orths mit dem Voyeurismus spielt, der nicht nur seine Romanfigur Lynn Zapatek in den Bann ziehen soll, sondern auch die Leser.

Probleme mit der Identität…

Raumzeitreisender aus Ahaus am 20.07.2016
Bewertungsnummer: 2726736
Bewertet: eBook (ePUB)

Probleme mit der Identität Das Buch erinnert ein wenig an Bragi Ólafssons Roman „Die Haustiere“. Auch dort liegt jemand unter dem Bett und lauscht, was in der Umgebung passiert. Während Emil Halldórsson in „Die Haustiere“ auf groteske Weise zum Beobachter seines eigenen Lebens wird, ist Protagonistin Lynn Zapatek in „Das Zimmermädchen“ die manisch getriebene Suchende, die durch das Ausforschen von Intimitäten wissen will, wie sie ihr eigenes Leben in den Griff bekommen kann. Es geht in beiden Fällen um Probleme mit der Identität. Lynn, die eine Psychotherapie hinter sich hat, muss sich, wie sie selbst meint, „ins Handeln flüchten“. Ihren Drang nach Aktivität lebt sie beim Putzen aus. Sie putzt die Spiegel von hinten und die Stehlampen von unten – sie ist eine Getriebene. Ebenso hat sie zu den Menschen ihrer Umgebung eine zwanghafte Beziehung. Hierzu gehören Heinz, mit dem sie ein Verhältnis hat, ihre Mutter, die sie wöchentlich anruft und mit der sie Belanglosigkeiten austauscht und die Prostituierte Chiara, die sie im Hotel kennen lernt. Autor Orths verwendet kurze Sätze, die in einigen Fällen durch das Weglassen von Artikeln oder Pronomen abgehackt wirken. Der Text ist jedoch leicht verständlich. Die Brüche in den Sätzen symbolisieren, so der Eindruck, die Frakturen in der Psyche der Protagonistin. Die Geschichte kann von unterschiedlichen Perspektiven aus betrachtet werden. Der Rahmenhandlung nach zu urteilen handelt es sich um leichte humorvolle Kost. Psychologisch gesehen ist es die eher ernste Geschichte der Lynn Zapatek, die ihr Leben nicht in den Griff bekommt. Der Autor vermischt diese Ebenen, was ihm nur mäßig gelungen ist. Hinzu kommt, dass Autor Orths mit dem Voyeurismus spielt, der nicht nur seine Romanfigur Lynn Zapatek in den Bann ziehen soll, sondern auch die Leser.

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Das Zimmermädchen

von Markus Orths

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Simon Eisele

Osiander Zentrale

Zum Portrait

5/5

Bewertet: eBook (ePUB)

»Dort, unterm Bett, da siehst du Dinge, die du nie gesehen hast ... « heißt es im neuen Buch von Markus Orths. Womit auch schon der Handlungsplatz des Buches verraten wäre. Protagonistin ist Lynn Zapatek, eine junge Frau, die irgendwie nicht so recht klarkommt mit dem Leben. Gerade aus einer längeren Therapie entlassen, nimmt sie einen Job als Zimmermädchen an. Soziale Kontakte hat sie keine, das Verhältnis zur Mutter ist gestört. Tag für Tag putzt sie im Hotel Eden, immer länger und immer gründlicher. Eines Tages geschieht es dann. Viel zu lange hat sie sich schon im Zimmer aufgehalten. Sie hört Schritte auf dem Flur, den Schlüssel im Schloss. Als Refugium bleibt nur noch das Bett. Unter diesem verbringt Lynn die Nacht - der Gast über ihr - und sie weiß sofort, dass sie es wieder tun wird. Markus Orths kurzer Roman um das Zimmermädchen Lynn - unlängst mit dem Preis der Jury beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb ausgezeichnet - besticht durch die sprachlich eher karge aber umso intensivere Portraitierung einer jungen Frau, die auf ganz eigenwillige Weise versucht den Menschen nah zu sein.
  • Simon Eisele
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»Dort, unterm Bett, da siehst du Dinge, die du nie gesehen hast ... « heißt es im neuen Buch von Markus Orths. Womit auch schon der Handlungsplatz des Buches verraten wäre. Protagonistin ist Lynn Zapatek, eine junge Frau, die irgendwie nicht so recht klarkommt mit dem Leben. Gerade aus einer längeren Therapie entlassen, nimmt sie einen Job als Zimmermädchen an. Soziale Kontakte hat sie keine, das Verhältnis zur Mutter ist gestört. Tag für Tag putzt sie im Hotel Eden, immer länger und immer gründlicher. Eines Tages geschieht es dann. Viel zu lange hat sie sich schon im Zimmer aufgehalten. Sie hört Schritte auf dem Flur, den Schlüssel im Schloss. Als Refugium bleibt nur noch das Bett. Unter diesem verbringt Lynn die Nacht - der Gast über ihr - und sie weiß sofort, dass sie es wieder tun wird. Markus Orths kurzer Roman um das Zimmermädchen Lynn - unlängst mit dem Preis der Jury beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb ausgezeichnet - besticht durch die sprachlich eher karge aber umso intensivere Portraitierung einer jungen Frau, die auf ganz eigenwillige Weise versucht den Menschen nah zu sein.

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