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Der gute Onkel Mein verdammtes deutsches Erbe | Der SPIEGEL-Bestseller der Großnichte von Nazi-Verbrecher Hermann Göring

3

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.02.2024

Verlag

Droemer Knaur

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,8/14,7/4,2 cm

Gewicht

667 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-27658-7

Beschreibung

Rezension

"Dieses Buch sollte uns als Mahnmal gegen das Vergessen dienen." ("nichtohnebuch (Blog)")
"Ein beeindruckendes Buch, das Hoffnung und Einsicht inmitten der Herausforderungen der deutschen Geschichte bringt." ("Bibliomaniacs (Blog)")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.02.2024

Verlag

Droemer Knaur

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,8/14,7/4,2 cm

Gewicht

667 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-27658-7

Herstelleradresse

Droemer HC
Landsberger Straße 346
80687 München
DE

Email: produktsicherheit@droemer-knaur.de

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  • Sikal

    5/5

    17.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wichtiges Buch

    „Hermann Göring war ein Massenmörder und Psychopath, der sehr charmant sein konnte. Monster sind nicht charmant, oder?“ Bettina Göring hat als Großnichte von Hermann Göring an einem schweren Erbe zu tragen. Bereits als Teenager beginnt sie mit ihrer Familie zu hadern und entflieht schließlich dem Clan, um in der großen weiten Welt nach Antworten zu suchen, entflieht in die Welt der Hippies und Freigeister. Doch auch im Aschram in Poona kann sie ihre Vergangenheit nicht wie einen Mantel ablegen und erkennt letztendlich, dass sie mit Verdrängen und Davonlaufen nichts hinter sich lässt. Wie kann man mit dieser Vergangenheit leben lernen? Wie findet man zu Menschen, die sich nicht abwenden sobald diese den Nachnamen gehört haben? Und wie kann sie selbst mit dem heutigen Wissen und den Erinnerungen an einen charmanten Onkel einen Einklang finden? Bettina Göring setzt sich mit dieser dunklen Familiengeschichte auseinander, um ihre eigene Identität zu finden. Die einzelnen Kapitel wechseln zwischen dem Rückblick in die Familiengeschichte der Görings, zeigen einen weit verzweigten Clan. Andererseits erfahren wir über Bettina Görings Leben, ihre Suche nach Antworten. Einblicke in den Göring-Clan machen das Buch sehr persönlich. Was ich mir hier gewünscht hätte, wäre ein Stammbaum. Das hätte das Lesen einfacher gemacht, aber das ist jetzt jammern auf hohem Niveau. Interessant sind die vielen Zugänge, mit einer solchen Vergangenheit umzugehen. Denn Bettina Göring ist nur eine von vielen Nachkommen der Nazi-Verbrecher. Und jeder hat eine andere Herangehensweise. Wie rutscht man in den Dunstkreis eines Führers? Wollen wir Menschen tatsächlich jemanden, der die Richtung diktiert? Hat die Demokratie ausgedient? Viele Fragen, die sich während des Lesens auftun. Gerade jetzt, wo es wieder scheint, dass man in eine Richtung steuert, bei der Menschenwürde nicht ganz oben auf der Agenda steht – ein wichtiges Buch, das unbedingt gelesen werden sollte. Denn Monster sind nicht charmant, oder?

  • Bewertung

    5/5

    11.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wichtiges Buch entlarvt es...

    Ein wichtiges Buch entlarvt es doch alle "rechten" Geschichtsklitterungs-Versuche als haltloses Geschwätz. Wie eine Trägerin eines "belasteten" Namens mit dieser Geschichte umgeht ist bemerkenswert und vorbildlich.

  • Möglicherweise

    aus Rostock-Warnemünde

    4/5

    28.03.2025

    eBook (ePUB 3)

    Ein ehrlicher Versuch, mit einem Namen zu leben, den man nie gewählt hat.

    Wie lebt man mit einem Namen, der Geschichte geworden ist – und zwar auf die denkbar schlimmste Weise? Bettina Göring trägt ihn. Großnichte des Reichsmarschalls, Kind einer Familie, die lieber schwieg als fragte. Der gute Onkel ist der Versuch, das Schweigen zu brechen – nicht durch Anklage, sondern durch Erzählen. Und genau darin liegt die Stärke dieses Buches. Bettina Göring flieht früh. Raus aus dem bürgerlichen Deutschland, rein in die Welt der Suchenden: Hippies, Ashrams, abgelegene Kommunen. Ihr Weg führt sie durch Indien, Mexiko, die USA – aber das Erbe reist mit. Das Buch ist keine Fluchtgeschichte, sondern eine kreisende Bewegung um etwas, das sich nicht abschütteln lässt: Schuld durch Nähe, Verantwortung ohne eigene Tat. Melissa Müller, bekannt für ihre biografische Genauigkeit (Anne Frank), hält die Fäden zusammen – dokumentiert, verdichtet, lässt Raum für Widersprüche. Der Ton ist nicht literarisch, aber ehrlich. Kein Pathos, keine Pose. Manchmal tastend, manchmal klar. Bettina Göring spricht nicht als Opfer – sondern als jemand, der sich weigert, die Lüge fortzuschreiben. Der "gute Onkel", von dem in der Familie noch immer schwärmerisch gesprochen wurde, war ein Kriegsverbrecher. Punkt. Das zu sagen, dauert eine halbe Kindheit. Stellenweise verliert sich das Buch in biografischen Umwegen, in spirituellen Suchbewegungen, die nicht immer tragen. Doch gerade darin liegt auch seine Authentizität: Es gibt keinen geraden Weg aus so einem Schatten. Kein Kapitel der Läuterung. Nur Annäherung. Versuch. Gegenbewegung. Fazit: Der gute Onkel ist ein stilles, wichtiges Buch über Nachkriegsgedächtnis, familiäre Verdrängung und die Suche nach persönlicher Wahrheit. Es geht nicht um Schuld, sondern um das Weiterleben mit Geschichte. Und um die Frage, wie viel davon in einem selbst weiterwirkt.

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