Produktbild: Schattenspringer
Band 2

Schattenspringer Bd. 2: Per Anhalter durch die Pubertät

Aus der Reihe Schattenspringer
3

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

9775

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

20.07.2015

Illustriert von

Daniela Schreiter

Verlag

Panini

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

24,4/17,6/2 cm

Gewicht

684 g

Farbe

Graublau / Dunkelbraun

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95798-308-4

Beschreibung

Rezension

von Denise Linke: Was ist schlimmer als die Jugend? Die Jugend mit Autismus. Ich mag meinen Autismus. Wirklich. Besonders als Kind war er toll, aber auch als Erwachsene weiß ich meinen besonderen Blick auf die Welt sehr zu schätzen. In der Jugend will man allerdings nichts weniger, als besonders zu sein.Das liegt nicht daran, dass man sich plötzlich selbst blöd findet, sondern daran, dass einen plötzlich alle anderen blöd finden. Insbesondere ohne Diagnose war es die Hölle. Ich verstand nicht, welches Problem meine Mitschüler mit mir hatten. Mir erschloss sich auch nicht, warum Mädchen das Necken der Jungs von einem Tag auf den anderen nicht mehr als nervig („Frau Müller, Matthias hat mich gekniiiiffffeeeeeen!“), sondern als erstrebenswert („Und dann hat Matthias mich gekniffen. Er ist so süß!“ – „Du Glückliche, ich wünschte, Christian würde mich auch mal kneifen!“) empfanden. Während Zettelchen durch die Klasse gereicht wurden, saß ich auf meinem Platz und lauschte einem Monolog über den Bau der Pyramiden. Während in den Pausen erste Zärtlichkeiten ausgetauscht wurden, saß ich noch immer auf meinem Platz und machte meine Hausaufgaben. Es ist ein Wunder, dass ich vom ganzen Sitzen nicht irgendwann eine Thrombose bekommen habe.Die Konsequenz meines zwischenmenschlichen und akademischen Unvermögens war eine Depression, die sich gewaschen hatte. Autistische Jugendliche brauchen Freunde, Schutz und Hilfe bei den Veränderungen in ihrer verwirrenden Gefühlswelt. Und Inklusion. Mit Inklusion würden Kinder lernen, dass es okay ist, anders zu sein. Dass wir alle anders sind. Eine Utopie, für die es sich zu kämpfen lohnt.

Produktdetails

Verkaufsrang

9775

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

20.07.2015

Illustriert von

Daniela Schreiter

Verlag

Panini

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

24,4/17,6/2 cm

Gewicht

684 g

Farbe

Graublau / Dunkelbraun

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95798-308-4

Herstelleradresse

Panini Verlags GmbH
Schloßstraße 76
70176 Stuttgart
DE

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  • Bewertung

    5/5

    15.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schöne bücher

    Ich habe meiner Tochter alle drei Bände gekauft und hoffe sie hat Freude damit. Meine Tochter ist jetzt 14 Jahre. Sie weiß seit kurzen das sie Mutistin ist. Die Bücher sollen helfen alles zu verstehen was jetzt in ihren Kopf vor sich geht.

  • Bewertung

    aus Magden

    5/5

    08.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wunderbar!!!

    Ist wunderbar geschrieben, herrlich bebildert und es gibt einen unverständlichen Einblick ins Leben eines Asperger Autisten... Einfach nur TOP!!!

  • Der Büchernarr (Frank)

    aus Köln

    5/5

    01.05.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Triceratops unter den Nashörnern

    Der erste Band der Graphic Novel Schattenspringer erzählt von der Kinderheit der Autorin Daniela Schreiter und dem Asperger Autismus im Allgemeinen. Schattenspringer² erzählt die Lebensgeschichte - ebenfalls als Graphic Novel - konsequent weiter. Bei ihr wurde der Autismus recht spät diagnostiziert, was in der Zeit bis zur Diagnose zu einigen Komplikationen führt. Der Part, wie sie mit der ersten Liebe und den ungewöhnlichen Gegebenheiten einer Pubertät umgeht (die schon für NT (Nicht Autisten) nicht einfach ist), nimmt einen sehr großen Raum in diesem Band ein. *+*+* Erwachsen werden *+*+* Der Weg zum Erwachsenen ist für jeden Menschen etwas besonderes und bietet so einige Stolpersteine. Auch ohne Behinderung. Ich denke, dass jeder mit gemischten Gefühlen in seine eigene Pubertät blickt und sich daran erinnert, wie aufgewühlt er selbst als junger Mensch war. Wie anders diese Erfahrung für Aspis (Asperger Autisten) ist, zeigt Daniela Schreiter eindrücklich sowohl visuell als auch in weitreichenderen Beschreibungen. (Dabei ist anzumerken, dass jeder Autist dies ganz individuell erfährt.) Im Verlgeich zum ersten Band, wirken die Texte nicht nur erwachsener, sondern sind auch umfassender und etwas komplexer geschrieben. Nicht, dass die Texte kompliziert geschrieben sind, sondern sie richten sich vielmehr an ein reiferes Publikum. Für Kinder dürfte nach meiner Empfindung dieses Buch (im Gegensatz zum ersten Teil) zu komplex sein. *+*+* Diagnose *+*+* Wie es genau zur Diagnose kam, wird in diesem Band nicht im Detail geschildert. Sie macht vielmehr darauf aufmerksam, dass in den 80ern und 90ern diese Krankheit noch weitestgehend unbekannt war und eine Diagnose nahezu unmöglich bzw. ein Glücksspiel. Wer denkt, dass heutzutage alles anders ist, der irrt, denn auch heutzutage erkennen viele "Spezialisten" eine solche Einschränkung nicht, wie wir leidgeprüft an unserem eigenen Sohn erfahren mussten. Das, was Daniela Schreiter in Schattenspringer² beschreibt, ist wohl auch heute noch die beste Möglichkeiten, dem Asperger Syndrom auf die Schliche zu kommen: Lesen, lesen, lesen. Dabei hilft Fachliteratur ebenso weiter, wie Texte von Betroffenen wie eben die beiden Schattenspringer-Bücher. *+*+* Illustration *+*+* Die Zeichnungen sind wie im ersten Band nur auf den ersten Seiten farbig. Der Großteil des Buchs ist in schwarz-weiß gehalten. Ich finde, dass dies dem Buch ganz gut tut und sehr stimmig ist. Der Stil hat sich im Wesentlichen nicht verändert, d.h. die Bilder sind auch in diesem Band bei weitem nicht so komplex wie bei den Marvel Comics oder dem "Dunkle-Turm"-Graphic Novel. Zudem ist dieses Buch deutlich textlastiger geworden. Vom Umfang her wird ein Leser dieses Buch dennoch innerhalb weniger Tage lesen können. Allerdings empfehle ich, das Buch nach dem ersten Durchlesen ruhig nochmals in die Hand zu nehmen und sich vielleicht mehr auf die Zeichnungen als auf den Text zu konzentrieren. Das nur als Tipp. *+*+* Fazit *+*+* Daniela Schreiter erzählt ihre Geschichte in dem zweiten Band konsequent weiter und gibt Einblicke in ihre zum Teil doch sehr private Gefühlswelt. Den ersten Band muss man nicht zwingend kennen, um dieses Buch zu verstehen, aber es hilft. Diese Graphic Novel richtet sich an ein reiferes Publikum. Der Verlag gibt ein Alter von 12-15 Jahren an, wobei ich dies als Einstiegsalter betrachte. Ein empfohlenes Höchstalter gibt es sicherlich nicht. Ganz im Gegenteil sollten sich ruhig die Erwachsenen diesem Buch widmen, unabhängig davon, ob man direkt betroffen ist oder nicht. Lesenswert ist auch der zweite Band in jedem Fall.

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