Die kleine Mehrnousch, Tochter eines Chirurgen, erlebt mit ihren drei Geschwistern eine privilegierte Kindheit in der schönen Stadt Isfahan im Iran der 70er Jahre. Die Familie feiert wie die meisten die Vertreibung des Schahs als freudiges Ereignis - nicht ahnend, dass der neue Machthaber Ayatollah Chomeini in kürzester Zeit eine Willkürherrschaft errichten und sie aller Freiheit berauben wird. Mehrnousch erlebt mit Angst und Wut, wie die Unterdrückung Einzug in alle Lebensbereiche hält. Als ihr 14jähriger Bruder Mehrdad in Gefahr ist, in den Krieg geschickt zu werden, flieht die Familie über Istanbul und Ostberlin nach Westdeutschland. Hier beginnt eine Odyssee durch viele Flüchtlingsheime, ein Auf und Ab zwischen Hoffnung und Verzweiflung, bis die Familie in Heidelberg endlich eine neue Heimat findet. Mit poetischer Kraft erzählt Mehrnousch Zaeri-Esfahani ihre Geschichte vom fünften bis zum elften Lebensjahr. Sie erzählt von der Schönheit der Stadt Isfahan und dem glücklichen Familienleben, von den Qualen der Diktatur, von traurigen, aber manchmal auch heiteren Erlebnissen dieser Jahre. Vom Gefühl der Sprach- und Heimatlosigkeit und von der Freude des Ankommens.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
28.04.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Berührend!
Auf einer Veranstaltung von Mehrdad Zaeri einem Illustrator vom Tulipan Verlag erfuhr ich im Gespräch viel über sein Leben und als er mir erzählte, dass seine Schwester genau diese Geschichte niedergeschrieben hatte musste ich das Buch haben.
Die wenigen Illustrationen in dem Buch sind von Herr Zaeri und Mehrnousch Zaeri die wundervolle Autorin dieses Buches beschreibt den Weg der Familie von Isfahan bis nach Heidelberg...
Was die Familie durch gemacht hat kann sich niemand vorstellen, vor 30 Jahren kam ihre Familie endlich nach Deutschland und hier haben sie ihren Frieden gefunden, nach einer langen Reise voller Angst und Ungewissheit auf der Flucht vor dem Krieg!
Dieses Buch kann ich jedem nur ans Herz legen!
Bewertung
5/5
26.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Auf jeden Fall lesenswert!
Ein Buch, das man am liebsten in einel Satz lesen möchte. Sehr berührend und auch informativ. Ermöglicht auch einen Blick von Außen auf die Eigenheiten der eigenen Kultur. Kann ich mir auch sehr gut als Schullektüre vorstellen.
Lales Bücherwelt
5/5
29.10.2018
Buch (Taschenbuch)
Eindrucksvoll und empfehlenswert!
Inhalt:
Die 14-jährige Mehrnousch muss alles aufgeben als ihre Familie beschließt, aus der Heimatstadt Isfahan zu fliehen. Doch das ist für sie nicht weiter tragisch, da so ihr Bruder dem Krieg entgeht und ihre Familie zusammen ein Abenteuer erleben kann.
Aber die Flucht ist keineswegs einfach, Mehrnousch und ihre Familie muss sich auf eine harte Zeit gefasst machen und erlebt ein Gefühlschaos, in der Hoffnung und Verzweiflung eine große Rolle spielen...
Meine Meinung:
Eine berührende und eindrucksvolle Geschichte einer starken Familie.
Mehrnousch ist gerade einmal 14 Jahre alt als in Iran der Krieg ausbricht und ihrem älteren Sohn die Wehrpflicht droht. Ohne viel Zeit zu verlieren, beschließt die Familie zu flüchten. Die Kinder nehmen das alles zunächst als ein großes Abenteuer wahr, doch schon bald müssen sie feststellen, dass die Reise härter ist als gedacht.
In der Türkei angekommen, merkt die Familie schnell, dass sie in diesem Land keine Zukunft haben. Mehrnousch ist gar nicht begeistert, als die Reise weiter nach Deutschland gehen soll. Werden sie dort endlich eine neue Heimat finden?
Ihre Geschichte erzählt Mehrnousch direkt aus ihrer Perspektive, sodass man den Beginn der Flucht aus der Sicht eines Kindes miterlebt, das die Situation natürlich noch ganz anders wahrnimmt als ein Erwachsener. Doch gerade diese Tatsache, verleiht der Geschichte einen gewissen Charakter, denn statt der Angst und Verzweiflung, steht für die Kinder ein großes neues Abenteuer im Vordergrund.
Schlicht und ohne übertrieben viele Details und Ausschmückungen, erzählt das damalige junge Mädchen, dass noch ein Kind war - wie der Machtwechsel im Iran alles veränderte und ihr tägliches Leben beeinflusste und einschränkte. Die kindlische Unwissenheit und die Fähigkeit alles so zu nehmen, wie es ist, finde ich bewundernswert und lassen den Leser Vergleiche mit der eigenen Vergangenheit anstellen.
Sachlich und doch voller Eindruck und Gefühl, beschreibt Mehrnousch, wie die Familie alles für die Flucht aufgibt, in der Hoffnung eine neue Heimat zu finden. Absolut toll finde ich, dass ohne auf andere Beispiele einzugehen, verbreitete Klischees widerlegt werden, da man die Flüchtlingssituation auch auf heute übertragen kann.
Auch das ewige Schwanken zwischen Hoffen und Verzweifeln drückte die Autorin bewegend aus, besonders die Situationen in der neuen Schule fand ich sehr eindrucksvoll. Hier hat man mal die Sicht des Schülers, der die Sprache nicht versteht und sich daraufhin so verhält, wie er - oder in dem Fall sie - sich eben fällt. Das sollte ein Anstoß für uns alle sein und uns jede Menge Stoff zum Nachdenken liefern!
Fazit:
Eine berührende, einfach gehaltene Geschichte eines jungen Mädchens und ihrer Familie, die ihre Heimat aufgeben mussten. Ohne jegliche Wertung gibt uns die Autorin jede Menge Denkanstöße, die wir beherzigen sollten.
Für jeden Menschen empfehlenswert, diese Geschichte und ein paar Denkanstöße kann jeder vertragen!
Bewertung
aus Büsserach
4/5
01.06.2021
Buch (Taschenbuch)
33 Bogen und ein Teehaus
Eindrückliche Schilderung einer Flucht mit Kindern. Sehr anschauliche das Erlebte bes-schrieben. Toll, da aus Sicht des Kindes!
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