Spekulantenwahn Zwischen ökonomischer Rationalität und medialer Imagination
-
- Taschenbuch ausgewählt
- eBook
-
Sprache:Deutsch
14,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
31.03.2015
Abbildungen
mit 36 Farb- und 7 schwarzweissen -Abbildungen
Herausgeber
Christina Braun + weitereVerlag
NeofelisSeitenzahl
162
Maße (L/B/H)
21,1/13,6/1,7 cm
Gewicht
224 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-95808-016-4
Wenn die Finanzspekulation im Herzen des „institutionellen Imaginären“ der westlichen Gesellschaften (Cornelius Castoriadis) angesiedelt ist, so ist auch der Film als Teil dieses institutionellen Imaginären zu betrachten. Wie die großen Dramen Hollywoods werden die Weltfinanzmärkte als „Wissensartefakte“ heute ausschließlich auf großen Leinwänden und Bildschirmen sichtbar. Ökonomie und Kino sind komplexe, heterogene und eng miteinander verflochtene Gebilde, beide handeln mit fiktiven Werten, so dass die Frage nicht lauten kann, wie ökonomisches Finanzwissen visualisiert wird, sondern wie ökonomische Fiktionen beide Institutionen durchdringen.
In den Beiträgen von Spekulantenwahn wird die Börse als eine Bühne betrachtet, auf der die Umbrüche der Finanzwelt auch als filmische Inszenierungen gelesen werden: Finanzkrisen, Paniken, Manien, Depressionen, das sind nur einige der Begriffe, die – direkt aus der Psychiatrie übernommen – die Entwicklungen der Märkte beschreiben sollen. Da werden neue Existenzen geschaffen, andere stürzen ins Bodenlose ab; es verschwimmen die Grenzen zwischen Wirtschaft und Kultur, zwischen ökonomischer Rationalität und medialer Imagination.
Wo erlebt man heute noch die griechische Tragödie? Im Kino und an der Börse. Warum hat das Kino die große emotionale Oper des 19. Jahrhunderts abgelöst? Weil der Film das besser geeignete Medium bietet, um das ‚Drama der Börse‘ zu zeigen, wie historische und aktuelle Finanzkrisen verarbeitet und welche Antworten auf dieses „Wahnsystem“ in Szene gesetzt werden. Im Kino und an der Börse finden die phantasmatische Dimension des Ökonomischen und die libidinösen Energien der narrativen Bildräume zueinander.
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice