Giganten erzählt die Geschichte zweier Freunde, die im ewigen Wettstreit um das größte Bauwerk der Welt zu Rivalen werden; es ist das Drama zweier Rivalen, die im Wettstreit um eine Frau zu Feinden werden. Der eine ist der kühl berechnende Visionär und Ingenieur Gustave Eiffel, der geniale Eisenmagier, der den Eiffelturm erbaute; der andere der Bildhauer Frédéric Bartholdi, ein Künstler aus Leidenschaft, der von der Idee besessen ist, einen weiblichen Koloss von Rhodos zu erschaffen, und die Freiheitsstatue errichtete. Zwischen den beiden Männern steht eine junge Frau, die sich zwischen Vernunft und Herz, zwischen wirtschaftlicher Sicherheit und einem Leben als Bohemienne, entscheiden muss. Claude Cuenis neuester Roman ist eine historische Fiktion die uns auf eine spektakuläre Reise durch die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts führt. Es ist die Epoche der Beschleunigung, der Eisenbahn, der Telegrafie, der Orientreisen, der Goldsucher in Alaska; die Zeit der industriellen Revolution, des rücksichtslosen Kolonialismus, der großen Finanz- und Wirtschaftskrisen, der letzten Typhusund Cholera-Epidemien; es ist die Zeit von Jules Verne, Louis Vuitton, Karl Marx und vielen bekannten Unbekannten. Basierend auf historisch gesicherten Fakten, erzählt Claude Cueni von fiktiven Begegnungen, von Leidenschaft und Ruhmsucht, der Kraft der Liebe und dem Willen des Menschen, Unmögliches zu erschaffen. Er erzählt die Geschichte vom Visionär und Ingenieur Gustave Eiffel, der den Eiffelturm erbaute, und dem Bildhauer Frédéric Bartholdi, der die Freiheitsstatue errichtete.
Kundinnen und Kunden meinen
3.0/5.0
peedee
3/5
25.05.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gut, aber für mich auch deprimierend
Frankreich, 19. Jh.: Die Bartholdi-Brüder Charles und Frédéric sowie Gustave Eiffel haben alle Grosses im Leben vor. Sie wollen Monumentales erschaffen. Doch Charles reüssiert nicht als Künstler; Frédéric und Gustave wetteifern alleine weiter. Der Bildhauer Frédéric will einen weiblichen Koloss von Rhodos erschaffen und der Ingenieur Gustave will etwas Gigantisches aus Eisen erschaffen. Zwischen beiden steht Angélique, die sich zwischen Liebe und wirtschaftlicher Sicherheit entscheiden muss.
Erster Eindruck: Der Schutzumschlag hat ein schönes Cover mit grossen Bauwerken drauf, u.a. die Freiheitsstatue und der Eiffelturm. Das Buch wirkt sehr hochwertig und hat ein Lesebändchen. Im Anhang hat es eine Auflistung der historischen und fiktiven Figuren sowie ein Glossar.
Für mich war es das erste Buch des Autors; es hat sich grundsätzlich flüssig lesen lassen und die Beschreibungen sind gut, so dass ich ein gutes Bild vor Augen hatte. Es gibt historische Figuren, aber auch fiktive Figuren. Ich hatte leider manchmal etwas Mühe mit den vielen Protagonisten. Die Hauptdarsteller sind die Bartholdi-Brüder und Gustave Eiffel. Alle drei fand ich etwas schwierig, um es mal diplomatisch auszudrücken:
- Charles Bartholdi, der erfolglose Künstler, der Anwalt wurde. Er kämpft zeitlebens gegen das Gefühl, von seiner Mutter nicht anerkannt zu werden; sie bevorzugt ganz offen Frédéric, ihren zweiten Sohn. Das muss schlimm sein, wenn ein Kind es so zu spüren bekommt, dass es nicht genügt. Von seinem Vater fühlt er sich verraten. Charles wird hartherzig und sinnt auf Rache seinem eigenen Bruder gegenüber.
- Frédéric Bartholdi ist leidenschaftlicher Künstler, der unbedingt Gigantisches erschaffen will. Für mich ist er eine zarte Seele; er hat die Chancen bei seiner Angebeteten zigfach verpasst. Warum er so auf Kunstwerke gigantischer Ausmasse Wert legt, kann ich nicht nachvollziehen. Wieso er nicht vehementer für sich und sein Glück einsteht, verstehe ich nicht. Auch er ist auf Zerstörung aus er will Gustave vernichten.
- Gustave Eiffel, einstiger Schulkollege der beiden Brüder, wird Ingenieur. Er ist sehr egozentrisch keine liebenswerte Eigenschaft. Aber auf Liebe legt er eh keinen Wert; er will Monumentales erschaffen ach ja, und nebenbei soll ihm gefälligst eine Frau fünf Erben gebären. Für ihn trifft es sich doppelt gut, dass er mit der Wahl seiner Frau gleichzeitig Frédérics Lebensglück zerstört. Ich habe keine Freunde, ich habe Pläne. Eine traurige Aussage, oder?
Wie wir wissen, sind die grossen Bauwerke, die Freiheitsstatue und der Eiffelturm, auch entstanden. Somit haben Frédéric und Gustave das erreicht, was sie wollten. Oder? Und was wurde aus Charles?
Ein Wettkampf um Ruhm, Anerkennung, Hass, Gier, und auch darum, den Kontrahenten demütigen zu können. Die ganze Geschichte hatte für mich etwas Schweres, Deprimierendes, da dieser Neid, der Grössenwahn, die Abscheu, sehr gut zu spüren waren. Für mich ist die Mischung von wahrer Historie und Fiktion schwierig, da ich nun nicht weiss, ob z.B. die Beschreibung der einzelnen Protagonisten der Wahrheit entspricht oder sie Dichtung ist. Für mich war das Buch gut, aber leider auch nicht darüber hinaus.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.