'Mein Leben ist Berlin, und ich bin Berlin.' Zum Verhältnis von Großstadt und Weiblichkeit in 'Berlin Alexanderplatz' und 'Das kunstseidene Mädchen'
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
29,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
25.03.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
73 (Printausgabe)
Dateigröße
436 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656622826
In der Literaturgeschichte ist der Topos von der Stadt als Frau - sei es als Mutter, Göttin oder gefährliche Verführerin - schon sehr viel älter. Bereits in der Bibel ist die Rede von dem wohl prominentesten Beispiel, der Hure Babylon, die als Allegorie auf die gottlose Stadt auch in der Moderne wieder aufgegriffen wird. Doch obwohl die moderne Großstadt als literarisches Motiv in der Literaturwissenschaft sehr beliebt ist, wird ihre weibliche Allegorisierung nur selten kritisch hinterfragt. Diese Arbeit soll einen Beitrag zur Beseitigung dieses Mangels zu leisten, denn eine ausführliche Analyse der Großstadtromane der "Klassischen Moderne" unter diesem Aspekt gibt es bisher nicht.
Alfred Döblins "Berlin Alexanderplatz" (1929) und Irmgard Keuns "Das Kunstseidene Mädchen" (1932) können als zwei repräsentative Vertreter dieser "klassischen" Großstadtliteratur betrachtet werden. Die Themen Stadt und Weiblichkeit sind hier besonders eng miteinander verknüpft. Die Stadt wird zum einen dämonisiert und als solche mit "allen Attributen verführerischer und beängstigender Weiblichkeit ausgestattet" , zum anderen birgt sie neuen Freiraum für die Frau selbst. Folglich prallen tradierte, großstadtkritische Imaginationen der Stadt als Frau auf moderne Vorstellungen so genannter "neuer" Frauen, die in der Großstadt die Möglichkeit zur Emanzipation sehen. Hieraus ergibt sich die Frage, wie diese in der Großstadt entstandenen Weiblichkeitsbilder miteinander zu vereinbaren sind bzw. inwiefern eine Emanzipation der Frau möglich ist, solange die stereotypen Weiblichkeitsvorstellungen, die in den Allegorisierungen zum Vorschein kommen, vorherrschen.
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