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Marie Jalowicz Simon

1. Untergetaucht - Eine junge Frau überlebt in Berlin 1940 - 1945

Untergetaucht Eine junge Frau überlebt in Berlin 1940 - 1945

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Nicolette Krebitz

Spieldauer

8 Stunden und 14 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

06.03.2014

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

112

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732413164

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Nicolette Krebitz

Spieldauer

8 Stunden und 14 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

06.03.2014

Hörtyp

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Fassung

gekürzt

Medium

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112

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

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9783732413164

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Bewertung am 23.07.2021

Bewertungsnummer: 1538029

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Der authentische Erfahrungsbericht einer jungen Jüdin, die 1940 um ihr Überleben kämpft und sich im nationalsozialistischen Berlin behauptet. Als die Gestapo beginnt, alle Juden zu deportieren, bringt Maries starker Lebenswille sie dazu, unterzutauchen. Fünf Jahre lang ist sie auf der Flucht. Sie muss lernen, den richtigen Menschen zu vertrauen, sichere Verstecke zu finden und sich passende Identitäten zuzulegen. Offen und schonungslos zugleich schildert Marie Jalowicz Simon die schlimmste Zeit ihres Lebens.

Bewertung am 23.07.2021
Bewertungsnummer: 1538029
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Der authentische Erfahrungsbericht einer jungen Jüdin, die 1940 um ihr Überleben kämpft und sich im nationalsozialistischen Berlin behauptet. Als die Gestapo beginnt, alle Juden zu deportieren, bringt Maries starker Lebenswille sie dazu, unterzutauchen. Fünf Jahre lang ist sie auf der Flucht. Sie muss lernen, den richtigen Menschen zu vertrauen, sichere Verstecke zu finden und sich passende Identitäten zuzulegen. Offen und schonungslos zugleich schildert Marie Jalowicz Simon die schlimmste Zeit ihres Lebens.

Was für eine bewundernswerte Frau

Bewertung am 16.03.2014

Bewertungsnummer: 403122

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Marie Jalowicz Simon wurde am 4. April 1922 in Berlin geboren. Ihre Eltern waren Hermann und Betti Jalowicz, die zwar beide Juden waren, aber in vollkommen unterschiedlichen Verhältnissen ausgewachsen waren. Hermanns Vater war ein ostjüdischer Zuwanderer, der es schaffte, dass seine beiden Söhne zur Universität gingen. Hermann wurde Rechtsanwalt. Seine Frau Betti lernte er im zionistischen Sportverein kennen und lieben. Sie war das jüngste Kind ihrer Eltern. Der Großvater ihres Vaters war der berühmte Rabbiner Akiba Eger, und damit gehörte ihre Familie zum jüdischen Gelehrtenadel. Als junge Frau hat Marie sich ihrer Verhaftung und damit ihrem Abtransport in ein Konzentrationslager widersetzt, indem sie durch eine List geflüchtet ist. Danach hat sie als Illegale in Berlin bis zum Kriegsende gelebt. Erst ihr Sohn hat es 1997 geschafft, dass sie die Erinnerungen an diese Jahre auf 77 Kassetten gesprochen hat. Die Autorin und Journalistin Irene Stratenwerth hat nach dem Tod von Marie Jalowicz Simon aus dem umfangreichen Transkript (900 Seiten) diese Erinnerungen herausgearbeitet. Marie Jalowicz Simon erzählt darin sehr ergreifend in einer Schlichtheit von dieser Zeit. Ohne Pathos spricht sie von ihrer Kindheit, den 30er Jahren, ihrer Zwangsarbeit bei Siemens und der Zeit, in der sie untergetaucht war und immer auf die Hilfe anderer angewiesen war. Diese Erinnerungen sind ausgesprochen interessant und haben mir teilweise die Augen über die Menschen in dieser Zeit geöffnet. Obwohl Marie Jalowicz Simon in einer Familie des klassischen Bildungsbürgertums aufgewachsen ist, haben ihr die Menschen aus ihrer eigenen Gesellschaftsschicht weniger geholfen als die einfachen Menschen, die doch selber eigentlich nichts abzugeben hatten. Diese Menschen, die keinen Platz in ihren Wohnungen und kein Geld hatten, haben häufig viel menschlicher reagiert als die bessergestellten Menschen. Und jede dieser Familie hatte wieder einen Bekannten, an den sie die Untergetauchten weitergereicht haben. So konnten einige Juden in Berlin und sicherlich auch woanders überleben. Mich hat überrascht, dass durchaus auch einige Nazis ihr geholfen haben. Nicht jeder Nazi hat auch uneingeschränkt die Judenpolitik von Hitler unterstützt. Im ausführlichen Nachwort von ihrem Sohn Hermann Simon erfährt man sehr viel über das Leben und den Werdegang seiner Mutter nach 1945. Sehr interessant, informativ und ohne großes Pathos erzählte Lebensgeschichte einer jungen Jüdin, die in Berlin untergetaucht das 3. Reich überlebt hat.

Was für eine bewundernswerte Frau

Bewertung am 16.03.2014
Bewertungsnummer: 403122
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Marie Jalowicz Simon wurde am 4. April 1922 in Berlin geboren. Ihre Eltern waren Hermann und Betti Jalowicz, die zwar beide Juden waren, aber in vollkommen unterschiedlichen Verhältnissen ausgewachsen waren. Hermanns Vater war ein ostjüdischer Zuwanderer, der es schaffte, dass seine beiden Söhne zur Universität gingen. Hermann wurde Rechtsanwalt. Seine Frau Betti lernte er im zionistischen Sportverein kennen und lieben. Sie war das jüngste Kind ihrer Eltern. Der Großvater ihres Vaters war der berühmte Rabbiner Akiba Eger, und damit gehörte ihre Familie zum jüdischen Gelehrtenadel. Als junge Frau hat Marie sich ihrer Verhaftung und damit ihrem Abtransport in ein Konzentrationslager widersetzt, indem sie durch eine List geflüchtet ist. Danach hat sie als Illegale in Berlin bis zum Kriegsende gelebt. Erst ihr Sohn hat es 1997 geschafft, dass sie die Erinnerungen an diese Jahre auf 77 Kassetten gesprochen hat. Die Autorin und Journalistin Irene Stratenwerth hat nach dem Tod von Marie Jalowicz Simon aus dem umfangreichen Transkript (900 Seiten) diese Erinnerungen herausgearbeitet. Marie Jalowicz Simon erzählt darin sehr ergreifend in einer Schlichtheit von dieser Zeit. Ohne Pathos spricht sie von ihrer Kindheit, den 30er Jahren, ihrer Zwangsarbeit bei Siemens und der Zeit, in der sie untergetaucht war und immer auf die Hilfe anderer angewiesen war. Diese Erinnerungen sind ausgesprochen interessant und haben mir teilweise die Augen über die Menschen in dieser Zeit geöffnet. Obwohl Marie Jalowicz Simon in einer Familie des klassischen Bildungsbürgertums aufgewachsen ist, haben ihr die Menschen aus ihrer eigenen Gesellschaftsschicht weniger geholfen als die einfachen Menschen, die doch selber eigentlich nichts abzugeben hatten. Diese Menschen, die keinen Platz in ihren Wohnungen und kein Geld hatten, haben häufig viel menschlicher reagiert als die bessergestellten Menschen. Und jede dieser Familie hatte wieder einen Bekannten, an den sie die Untergetauchten weitergereicht haben. So konnten einige Juden in Berlin und sicherlich auch woanders überleben. Mich hat überrascht, dass durchaus auch einige Nazis ihr geholfen haben. Nicht jeder Nazi hat auch uneingeschränkt die Judenpolitik von Hitler unterstützt. Im ausführlichen Nachwort von ihrem Sohn Hermann Simon erfährt man sehr viel über das Leben und den Werdegang seiner Mutter nach 1945. Sehr interessant, informativ und ohne großes Pathos erzählte Lebensgeschichte einer jungen Jüdin, die in Berlin untergetaucht das 3. Reich überlebt hat.

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