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Produktbild: Das Buch der Königin
Artikelbild von Das Buch der Königin
Sabine Weigand

1. Das Buch der Königin

Das Buch der Königin

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Birgitta Assheuer

Spieldauer

7 Stunden und 50 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

26.06.2014

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

100

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732413089

Beschreibung

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7 Stunden und 50 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

26.06.2014

Hörtyp

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Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

100

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732413089

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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so wünscht man sich einen historischen Roman

Bewertung am 25.03.2016

Bewertungsnummer: 946305

Bewertet: Hörbuch-Download

Hörbuch, 16 Stunden, 48 Minuten gesprochen von Birgitta Assheuer Über Konstanze, Frau des deutschen Staufenkaisers Heinrich VI., weiss man nicht viel. Insofern ist dieser Roman eine Fiktion. Warum sie so spät verheiratet wurde, ist historisch nicht belegt. Auch nach der Heirat blieb sie lange Zeit kinderlos. So ist es nicht erstaunlich, dass man munkelte, ihre Schwangerschaft sei vorgetäuscht. Die Legende sagt, um die Legitimität ihres Kindes sicherzustellen, habe Konstanze ihren Sohn öffentlich, auf dem Marktplatz von Jesi, zur Welt gebracht und ihn öffentlich gestillt. Heinrich, Sohn des Barbarossa spricht weder italienisch, noch arabisch (dafür sehr gut Latein und Französisch) und scheint Konstanze nur geehelicht zu haben, um gegen Tankret zu Lecce seine Ansprüche auf Sizilien zu stellen. Tankret war ein Bastard und Konstanze die legitime Erbin des Königreichs, die Blutlinie. Eine Verschwörung der Deutschen Fürsten konnte Heinrich VI gerade noch zerschlagen, indem er Heinrich den Löwen von England gegen eine hohe Lösegeldzahlung und Frieden freiließ. Herzog Leopold von Österreich hatte ihn gefangengenommen und an den Kaiser übergeben. Nun hatte Heinrich VI. das Kapital, um einen Feldzug gegen Sizilien zu führen und auf einen Kreuzzug zu gehen. Dafür wieder benötigte er den sizilianischen Staatsschatz. Auch schwelte ein Machtkonflikt mit dem Papst, der gern Sizilien vom Kaiser trennen wollte damit Heinrich nicht zu mächtig wurde und weil er obendrein plante, Deutschland zur Erbmonarchie umzuwandeln. Der Staufenkaiser starb unerwartet mit 32 Jahren, wohl an Malaria und Dysenterie, während seiner Vorbereitung zum Kreuzzug. All diese historischen Fakten sind eingebunden in die fiktive Geschichte. Sabine Weigand schafft es, eine spannende Geschichte um die Persönlichkeit von Konstanze zu spinnen. Das Königreich Sizilien des 12. Jahrhunderts, eine Gemeinschaft vieler Religionen und Kulturen, maurisch geprägt, eine wichtige Bastion des deutschen Kaisers. Er braucht Konstanze als Königin von Sizilien, da die Fürsten hinter ihrem Königshaus stehen. Heinrich gibt nicht gern Macht ab. So ist es auch für Konstanze nicht einfach, ihre Königskrone zu erlangen, denn ihr Ziel ist es, Königin von Sizilien zu werden. Barbarossa wird in diesem Roman als weitsichtiger, dem Volk zugeneigter Herrscher beschrieben, sein Sohn Heinrich als despotisch und auf sich selbst fixiert. Neben klugen Schachzügen zeigt sich immer sein grausames Handeln, seine Lust an Gewalt. Und in diesen Situationen wirkt er verabscheuungswürdig, was ihm auch immer mehr Feinde macht. Diplomatie gehört nicht zu seinen Stärken. Die arrangierte Ehe ist nicht sehr glücklich, aber man behandelt sich mit Respekt, so wie es wohl oft in dieser Zeit üblich war. Man sagt in der Historie, Konstanze habe einen Aufstand der Sizilianer gegen Heinrich angeführt. Hier ist es als Intrige dargestellt. Immerhin hat sie von Heinrich die Königskrone hernach erhalten, das hört sich nicht nach Aufruhr an. Die Begründung ist hier daher nachvollziehbar. Um Sizilien zu halten, musste Heinrich nachgeben. Er wird von Historikern als sehr klug und gebildet. Er wird als schöngeistig beschrieben, der Literatur und Musik angetan und soll Gedichte geschrieben haben, Alkohol und Völlerei habe er abgelehnt. Aber es wird auch beschrieben, wie er seine Ziele oft rücksichtslos durchsetzte, gewalttätig, grausam, unritterlich und nachtragend war. Insofern passt die Beschreibung seines Charakters recht gut in diesem Roman. Die grausame Hinrichtung der aufständischen Fürsten von Sizilien ist historisch belegt und von Sabine Weigand sehr plakativ beschrieben. Parallel wird die Geschichte von Gottfried von Streitberg erzählt, einer fiktiven Figur, der Schreiber des Kaisers und der Königin, der die Geschichte von Heinrich niederschreiben und sie mit kunstvollen Bildern verzieren soll. Hier erfährt man viel über Schriften, die Herstellung von Tinte und Farben, und Papier. Die Autorin hat hier intensiv recherchiert und das Ganze kunstvoll in die Geschichte eingewoben, Stück für Stück. Wir lernen zusammen mit Gottfried die Geheimnisse von Farben und Tinten. Es ist interessant, die Details über die Schreiber zu erfahren und nie hat man das Gefühl, in irgendwelche Sachbuchbeschreibungen abzudriften. Sabine Weigand schreibt bildhaft und detailliert in teilweise poetischer Sprache. Bilder und Gerüche entstehen im Kopf und auch die Wortwahl versetzt ins Flair des Mittelalters. Trotz der Länge bleibt die Geschichte durchgehend spannend. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet. Auf der einen Seite steht der auktoriale Erzählstil in der Geschichte und auf der anderen Seite erzählt Konstanze sozusagen im Tagebuchstil, eine intelligente Konstruktion. Gottfried von Streitberg löst ganz am Ende, wie ein Mitarbeiter der Kriminaltechnik, einen Fall des Mittelalters. Touché! Ein historischer Roman, der sich an Fakten lehnt und auf der anderen Seite eine Person beleuchtet, von der historisch nicht so viel bekannt ist und fiktiv die Sicht betrachtet wird. Spannend, lehrreich, ein Buch das berührt und unterhält. Was will man mehr?

so wünscht man sich einen historischen Roman

Bewertung am 25.03.2016
Bewertungsnummer: 946305
Bewertet: Hörbuch-Download

Hörbuch, 16 Stunden, 48 Minuten gesprochen von Birgitta Assheuer Über Konstanze, Frau des deutschen Staufenkaisers Heinrich VI., weiss man nicht viel. Insofern ist dieser Roman eine Fiktion. Warum sie so spät verheiratet wurde, ist historisch nicht belegt. Auch nach der Heirat blieb sie lange Zeit kinderlos. So ist es nicht erstaunlich, dass man munkelte, ihre Schwangerschaft sei vorgetäuscht. Die Legende sagt, um die Legitimität ihres Kindes sicherzustellen, habe Konstanze ihren Sohn öffentlich, auf dem Marktplatz von Jesi, zur Welt gebracht und ihn öffentlich gestillt. Heinrich, Sohn des Barbarossa spricht weder italienisch, noch arabisch (dafür sehr gut Latein und Französisch) und scheint Konstanze nur geehelicht zu haben, um gegen Tankret zu Lecce seine Ansprüche auf Sizilien zu stellen. Tankret war ein Bastard und Konstanze die legitime Erbin des Königreichs, die Blutlinie. Eine Verschwörung der Deutschen Fürsten konnte Heinrich VI gerade noch zerschlagen, indem er Heinrich den Löwen von England gegen eine hohe Lösegeldzahlung und Frieden freiließ. Herzog Leopold von Österreich hatte ihn gefangengenommen und an den Kaiser übergeben. Nun hatte Heinrich VI. das Kapital, um einen Feldzug gegen Sizilien zu führen und auf einen Kreuzzug zu gehen. Dafür wieder benötigte er den sizilianischen Staatsschatz. Auch schwelte ein Machtkonflikt mit dem Papst, der gern Sizilien vom Kaiser trennen wollte damit Heinrich nicht zu mächtig wurde und weil er obendrein plante, Deutschland zur Erbmonarchie umzuwandeln. Der Staufenkaiser starb unerwartet mit 32 Jahren, wohl an Malaria und Dysenterie, während seiner Vorbereitung zum Kreuzzug. All diese historischen Fakten sind eingebunden in die fiktive Geschichte. Sabine Weigand schafft es, eine spannende Geschichte um die Persönlichkeit von Konstanze zu spinnen. Das Königreich Sizilien des 12. Jahrhunderts, eine Gemeinschaft vieler Religionen und Kulturen, maurisch geprägt, eine wichtige Bastion des deutschen Kaisers. Er braucht Konstanze als Königin von Sizilien, da die Fürsten hinter ihrem Königshaus stehen. Heinrich gibt nicht gern Macht ab. So ist es auch für Konstanze nicht einfach, ihre Königskrone zu erlangen, denn ihr Ziel ist es, Königin von Sizilien zu werden. Barbarossa wird in diesem Roman als weitsichtiger, dem Volk zugeneigter Herrscher beschrieben, sein Sohn Heinrich als despotisch und auf sich selbst fixiert. Neben klugen Schachzügen zeigt sich immer sein grausames Handeln, seine Lust an Gewalt. Und in diesen Situationen wirkt er verabscheuungswürdig, was ihm auch immer mehr Feinde macht. Diplomatie gehört nicht zu seinen Stärken. Die arrangierte Ehe ist nicht sehr glücklich, aber man behandelt sich mit Respekt, so wie es wohl oft in dieser Zeit üblich war. Man sagt in der Historie, Konstanze habe einen Aufstand der Sizilianer gegen Heinrich angeführt. Hier ist es als Intrige dargestellt. Immerhin hat sie von Heinrich die Königskrone hernach erhalten, das hört sich nicht nach Aufruhr an. Die Begründung ist hier daher nachvollziehbar. Um Sizilien zu halten, musste Heinrich nachgeben. Er wird von Historikern als sehr klug und gebildet. Er wird als schöngeistig beschrieben, der Literatur und Musik angetan und soll Gedichte geschrieben haben, Alkohol und Völlerei habe er abgelehnt. Aber es wird auch beschrieben, wie er seine Ziele oft rücksichtslos durchsetzte, gewalttätig, grausam, unritterlich und nachtragend war. Insofern passt die Beschreibung seines Charakters recht gut in diesem Roman. Die grausame Hinrichtung der aufständischen Fürsten von Sizilien ist historisch belegt und von Sabine Weigand sehr plakativ beschrieben. Parallel wird die Geschichte von Gottfried von Streitberg erzählt, einer fiktiven Figur, der Schreiber des Kaisers und der Königin, der die Geschichte von Heinrich niederschreiben und sie mit kunstvollen Bildern verzieren soll. Hier erfährt man viel über Schriften, die Herstellung von Tinte und Farben, und Papier. Die Autorin hat hier intensiv recherchiert und das Ganze kunstvoll in die Geschichte eingewoben, Stück für Stück. Wir lernen zusammen mit Gottfried die Geheimnisse von Farben und Tinten. Es ist interessant, die Details über die Schreiber zu erfahren und nie hat man das Gefühl, in irgendwelche Sachbuchbeschreibungen abzudriften. Sabine Weigand schreibt bildhaft und detailliert in teilweise poetischer Sprache. Bilder und Gerüche entstehen im Kopf und auch die Wortwahl versetzt ins Flair des Mittelalters. Trotz der Länge bleibt die Geschichte durchgehend spannend. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet. Auf der einen Seite steht der auktoriale Erzählstil in der Geschichte und auf der anderen Seite erzählt Konstanze sozusagen im Tagebuchstil, eine intelligente Konstruktion. Gottfried von Streitberg löst ganz am Ende, wie ein Mitarbeiter der Kriminaltechnik, einen Fall des Mittelalters. Touché! Ein historischer Roman, der sich an Fakten lehnt und auf der anderen Seite eine Person beleuchtet, von der historisch nicht so viel bekannt ist und fiktiv die Sicht betrachtet wird. Spannend, lehrreich, ein Buch das berührt und unterhält. Was will man mehr?

Großartig

Bewertung am 13.03.2024

Bewertungsnummer: 2152928

Bewertet: Hörbuch-Download

Als Hörbuch absolut zu empfehlen. Frau Assheuer verstärkt mit ihrer ausdrucksstarken, warmen Stimme die Identitäten der zahlreichen Persönlichkeiten. Scheinbar mühelos wechselt sie von der Zitter-stimme eines Greises zur befehlsgewohnten eines Ritters oder zur leidenden eines Sterbenden. Sie trägt den Singsang italienischer Kinderlieder ebenso routiniert vor, wie Personen- und Ortsnamen oder lateinische Anmerkungen, die ich nur überflogen hätte. Die Vorleserin ist die ideale Besetzung für die Stimme der Königin Konstanze, die die raue Zeit des Mittelalters erlebbar macht. Daher auch als Hörbuch fünf Sterne!

Großartig

Bewertung am 13.03.2024
Bewertungsnummer: 2152928
Bewertet: Hörbuch-Download

Als Hörbuch absolut zu empfehlen. Frau Assheuer verstärkt mit ihrer ausdrucksstarken, warmen Stimme die Identitäten der zahlreichen Persönlichkeiten. Scheinbar mühelos wechselt sie von der Zitter-stimme eines Greises zur befehlsgewohnten eines Ritters oder zur leidenden eines Sterbenden. Sie trägt den Singsang italienischer Kinderlieder ebenso routiniert vor, wie Personen- und Ortsnamen oder lateinische Anmerkungen, die ich nur überflogen hätte. Die Vorleserin ist die ideale Besetzung für die Stimme der Königin Konstanze, die die raue Zeit des Mittelalters erlebbar macht. Daher auch als Hörbuch fünf Sterne!

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