Kommissar Fabian Risk kehrt nach Jahren in Stockholm zurück in seine beschauliche Heimatstadt Helsingborg. Doch bevor er und seine Frau die Umzugskisten öffnen können, bitten ihn seine neuen Kollegen in einem Mordfall um Hilfe. Ein Mann wurde geradezu hingerichtet, seine Hände abgehackt. Risk kennt das Opfer. Und das ist erst der Beginn einer brutalen Mordserie. Bald taucht der nächste Tote auf. Auch diesmal grausam verstümmelt. Alle Opfer gingen in Risks Klasse. Ein alter Schulfreund nach dem anderen stirbt ...
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4.6/5.0
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Spoilerfrei: Unfassbar gut mit einer krassen Wendung!
elenis.booknook am 29.05.2026
Bewertungsnummer: 3152290
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Und morgen du war seit der ersten Minute permanent spannend. Es war unfassbar düster, intensiv, atmosphärisch aufgebaut. Dieses Buch schafft es permanent, ein unterschwellig unangenehmes Gefühl zu erzeugen, weil etwas konstant aus dem Ruder läuft.
Wir begleiten Fabian Risk, einen ehemaligen Kriminalbeamten, der mit seiner Familie zurück in die Provinz aus Stockholm zieht. Eigentlich soll das Ganze ein Neuanfang werden. Ruhe. Ankommen. Familienzeit. Seine Frau hat sich eher ihm zuliebe auf den Umzug eingelassen und man merkt von Anfang an, dass zwischen beiden sowieso schon Spannungen existieren. Fabian selbst freut sich eigentlich darauf, endlich Abstand von den schweren Fällen zu bekommen. Aber natürlich bleibt es nicht ruhig.
Denn plötzlich sterben ehemalige Mitschüler von ihm und zwar auf brutalste Weise.
Und damit meine ich wirklich brutal. Die Mordfälle in diesem Buch sind teilweise extrem detailliert und bildlich beschrieben. Nicht einfach nur „jemand wurde ermordet“, sondern richtig verstörend inszeniert. Manche Szenen haben bei mir ehrlich Gänsehaut ausgelöst, weil sie so grausam, aber gleichzeitig auch erschreckend durchdacht waren. Gerade weil hinter jeder Tat ein bestimmter Gedanke steckt, wirkt das Ganze noch viel schlimmer.
Das grosse Thema des Buches ist Mobbing. Und zwar nicht oberflächlich, sondern richtig tiefgehend. Man merkt schnell, dass die Vergangenheit dieser ehemaligen Klasse eine riesige Rolle spielt. Während der Ermittlungen werden immer wieder Stücke aus der Schulzeit eingestreut und man beginnt zu verstehen, wie kaputt manche Dynamiken damals gewesen sein müssen. Teilweise saß ich wirklich da und dachte mir nur: „Wie kann man Menschen bitte so behandeln?“
Deshalb auch ganz klar: Wer empfindlich auf Themen wie Mobbing, psychische Gewalt oder Demütigung reagiert, sollte das Buch nicht unterschätzen.
Was ich unglaublich stark fand: Das Buch besteht nicht nur aus den Mordfällen. Es geht genauso um zwischenmenschliche Konflikte, Beziehungen und dieses ganze emotionale Chaos drumherum. Die Eheprobleme von Fabian, seine Obsession mit dem Fall, die Spannungen innerhalb des Ermittlerteams, Machtverhältnisse, Eifersucht, alte Gefühle aus der Schulzeit, all das macht die Geschichte unglaublich lebendig und realistisch. Es fühlt sich nie an wie „nur ein Krimi“, sondern wie eine komplette Welt voller kaputter Menschen und komplizierter Beziehungen.
Auch die Zusammenarbeit zwischen den schwedischen und dänischen Ermittler fand ich richtig gut gemacht. Diese Dynamiken innerhalb der Teams, die Reibungen untereinander und dieses ständige Gegeneinander und Miteinander gleichzeitig, das war einfach extrem spannend zu verfolgen.
Und dann dieser Fall selbst…
Ich habe wirklich die ganze Zeit versucht herauszufinden, wer dahintersteckt. Das Buch legt einem ständig neue Spuren hin und jedes Mal denkt man: „Okay, jetzt hab ich’s.“ Aber nein. Immer wieder kommt etwas Neues dazu, immer wieder werden die Karten neu gemischt. Und gleichzeitig steigert sich die Brutalität der Ereignisse immer weiter, wodurch dieser Druck beim Lesen immer grösser wird.
Besonders krass fand ich, wie minutiös alles geplant war. Jede einzelne Tat wirkt individuell, durchdacht und genau auf die jeweilige Person abgestimmt. Das war auf eine völlig verstörende Weise einfach brillant geschrieben. Und das Schlimmste daran? Nichts davon wirkt komplett unmöglich. Genau das macht das Ganze so unangenehm greifbar.
Die Auflösung am Ende hat mich dann komplett auseinandergenommen. Wirklich. Ich hatte viele Theorien, aber auf das, worauf es letztendlich hinausläuft, wäre ich niemals gekommen. Wie der Täter die Polizei und gleichzeitig auch mich als Leser permanent in die Irre geführt hat, war einfach unfassbar clever konstruiert. Dieser Moment der Erkenntnis kam wirklich wie ein Paukenschlag.
Und dieses Ende… wow. Schockierend, intensiv und gleichzeitig irgendwie tiefgründig. Die letzten Worte des Buches hatten nochmal richtig Gewicht und haben dem Ganzen einen Abschluss gegeben, der bei mir echt hängen geblieben ist.
Für mich war das ein absolutes 5-Sterne-Buch. Extrem spannend, unglaublich atmosphärisch, brutal, emotional und einfach wahnsinnig gut aufgebaut. Ich habe jede Sekunde davon verschlungen und würde sofort wieder etwas von Stefan Ahnhem lesen oder hören.
Der unsichtbare Killer
Peter Klein aus Bodenheim am 27.05.2026
Bewertungsnummer: 3150710
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Auftakt der der Fabian Risk-Reihe von Stefan Ahnhem.
Fabian Risk zieht mit seiner Familie von Stockholm nach Helsinborg, nachdem es Probleme auf der Arbeit gab, versucht er einen beruflichen Neustart in seiner Heimatstadt. Aus dem geplanten Urlaub mit der Familie nach dem Umzug wird aber nichts, das ein Toter aufgefunden wird, der früher in Fabians Klasse ging. Als ein weiterer Klassenkamerad getötet wird, deutet sich an, dass dies erst der Auftakt zu einer Serie ist und keiner der ehemaligen Klassenkameraden mehr sicher ist. Ein gnadenloser Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Stefan Ahnhem schafft mit seinem Thriller knisternde Hochspannung und fesselt seine Leserinnen und Leser bis zur letzten Seite. Die eingebauten Twists sind absolut genial.
Und das beste daran ist, dass die Reihe genauso weitergeht und der Folgegenuss schon garantiert ist.
Ich hatte die Hörbuchvresion, die von David Nathan exzellent interpretiert und vorgetragen wird.
Meinung aus der Buchhandlung
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Nach einem Umzug führt der erste Fall Kommissar Fabian Risk zurück in die eigene Vergangenheit. Die übel zugerichtete Leiche eines Mitschülers wurde in der Grundschule gefunden, daneben ein altes Klassenfoto, auf dem das Gesicht des Opfers durchgestrichen ist. Als weitere Schulkameraden ermordet und die Ermittlungen durch ein Kompetenzgerangel mit der dänischen Polizei aufgehalten werden, ist der Täter bald gefährlich nahe. Toller Auftakt einer vielversprechenden, neuen Reihe und wer vor der ein oder anderen brutalen Sequenz nicht zurückschreckt, wird an diesem packenden Schweden-Thriller seine wahre Freude haben.
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Kommissar Risk ist in seine beschauliche Heimatstadt zurückgekehrt, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Doch daraus wird nichts. Ein grausiger Mord ist geschehen, und der betrifft ihn ganz besonders: Der Tote war ein als Schläger gefürchteter Klassenkamerad. Auf seiner Brust liegt ein Klassenfoto mit der Aufschrift „und morgen Du“. Opfer Nummer zwei ist sein ebenso gefürchteter Mobbing-Kumpan. Rächt sich das Opfer der Schikanen? Nein, dieser Mitschüler ist das dritte Opfer! Während die Schweden fieberhaft ermitteln und in Dänemark im Kompetenzgerangel Beweise zurückgehalten werden, kommt der Täter Risk und seiner Familie immer näher ...
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