Der begrabene Riese

Roman

Kazuo Ishiguro

(10)
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Beschreibung


Der lang erwartete neue Roman des britischen Bestsellerautors

Britannien im 5. Jahrhundert: Nach erbitterten Kriegen zwischen den Volksstämmen der Briten und Angelsachsen ist das Land verwüstet. Axl und Beatrice sind seit vielen Jahren ein Paar. In ihrem Dorf gelten sie als Außenseiter, und man gibt ihnen deutlich zu verstehen, dass sie eine Belastung für die Gemeinschaft sind. Also verlassen sie ihre Heimat in der Hoffnung, ihren Sohn zu finden, den sie seit langer Zeit nicht mehr gesehen haben. Ihre Reise ist voller überraschender Begegnungen und Gefahren, und bald ahnen sie, dass in ihrem Land eine Veränderung heraufzieht, die alles aus dem Gleichgewicht bringen wird, sogar ihre Beziehung.

Ein gewaltiger, intensiver, spannender Roman, der uns mitnimmt auf eine so tiefgründige wie faszinierende Reise. Kazuo Ishiguros unprätentiöser und zugleich betörender Realismus macht ihn zu einem feinsinnigen Meister des Erzählens.

"Der Nobelpreis für Kazuo Ishiguro ehrt einen betörend eindringlichen Autor. Er fragt leise und unerbittlich nach, was das Leben wert ist." Susanne Mayer, Die Zeit

Produktdetails

Verkaufsrang 47510
Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 31.08.2015
Verlag Blessing
Seitenzahl 416
Maße 22,2/14,7/3,7 cm
Gewicht 646 g
Originaltitel The Buried Giant
Übersetzer Barbara Schaden
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89667-542-2

Buchhändler-Empfehlungen

Der begrabene Riese

Konstantin Klaiber, Osiander-Buchhandlung

Das Erstaunlichste an Kazuo Ishiguros Buch ist weder seine überwältigende literarische Kraft, die traumwandlerische Schönheit der Sprache noch die Verknüpfung von Themen wie Vergessen, Krieg und Liebe im Alter, sondern die fast unerhörte Tatsache, dass es vom Feuilleton hervorragend besprochen wurde, OBWOHL es laut diesem Fantasy-Elemente enthält. Allein das Wort "Fantasy" evoziert bei den meisten Literaturkritikern eher Schnappatmung, und das sofortige Aussortieren des Buches in die Schmuddelecke folgt schneller als Sie "Aber..." sagen können.Tatsächlich ist "Der begrabene Riese" meiner Meinung nach nicht mehr Fantasy als es die Illias oder die Artus-Sage sind, vielmehr trifft vielleicht die Beschreibung als moderner Mythos zu.Im nebelverhangenen Britannien des 5. Jahrhunderts nach Christus suchen das alte Paar Axel und Beatrice nach ihrem Sohn, auch wenn sie kaum eine Erinnerung an ihn haben. Tatsächlich scheint der seltsame Nebel, der sich auf das Land gelegt hat, jedem die Erinnerung zu rauben; die Menschen gehen ihrem Tagewerk nach in dem dumpfen Bewusstsein, dass ihnen etwas fehlt. Aber schnell vergessen sie auch das wieder.Auf ihrer Irrfahrt durch das im wahrsten Sinne düstere Land, bevölkert von Drachen, Menschenfressern und gealterten Rittern vom lange untergegangenen Hof des legendären Artus, treffen sie auf Wistan, einen sächsischen Krieger, und sein Mündel Edwin, und das Schicksal führt sie alle schließlich an den Ort, an dem der im Titel erwähnte Riese schläft. Was es mit Letzterem wirklich auf sich hat, das ist eine der größten Überraschungen des Buches und wird hier natürlich nicht verraten. Lesen Sie unbedingt dieses Buch, allein das Ende wird Sie noch lange zum Grübeln bringen!Eine Rezension von Konstantin Klaiber für den November 2015

Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
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faszinierender Fantasy-Historien-Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 03.04.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ich bin begeistert von Kazuo Ishiguros "Der begrabene Riese", eine Art Fantasy-Historien-Roman des Nobelpreisträgers von 2017. Die Geschichte spielt in Britannien. Es kommen Britannier, Sachsen, Menschenfresser, Kobolde, Elfen vor. Thema ist die Bedeutung von Erinnerungen. Können mich meine Erinnerungen täuschen? Verändern sich ... Ich bin begeistert von Kazuo Ishiguros "Der begrabene Riese", eine Art Fantasy-Historien-Roman des Nobelpreisträgers von 2017. Die Geschichte spielt in Britannien. Es kommen Britannier, Sachsen, Menschenfresser, Kobolde, Elfen vor. Thema ist die Bedeutung von Erinnerungen. Können mich meine Erinnerungen täuschen? Verändern sich Erinnerungen im Laufe der Zeit? Brauchen wir ein kollektives Gedächtnis? Ist es für den Einzelnen gut, zu vergessen? Besonders berührend ist die Liebesgeschichte eines alten Paares, Axl und Beatrice. Meistens erleben ja junge Paare in Büchern Liebesgeschichten. Am Schluss der Geschichte erzählt Ishiguro eine wunderschöne Sterbeszene. Ich habe das Buch sehr gerne und recht schnell gelesen. Von Ishiguro kannte ich bislang nur "Was vom Tage übrig blieb". Hatte mir auch gefallen.

Blick auf die Backlist: Ishiguro
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 11.08.2020

Es erscheint mir allzu schnöde, Ishiguros Roman als “Fantasy” zu bezeichnen. Zumal er vielleicht doch etwas zu langatmig ist, um als Fantasy-Roman durchzugehen. Es ist schließlich ein Ishiguro, es steckt natürlich viel mehr dahinter. Auch hier schlägt wieder seine kafkaeske Seite durch. /// Für mich ist der Roman reinste Mytho... Es erscheint mir allzu schnöde, Ishiguros Roman als “Fantasy” zu bezeichnen. Zumal er vielleicht doch etwas zu langatmig ist, um als Fantasy-Roman durchzugehen. Es ist schließlich ein Ishiguro, es steckt natürlich viel mehr dahinter. Auch hier schlägt wieder seine kafkaeske Seite durch. /// Für mich ist der Roman reinste Mythologie, die Wurzeln der Identität eines Volkes. Schließlich hat sich Ishiguro schon mit “Was vom Tage übrigblieb” an einen britischen Mythos angelehnt, wenn auch viel jüngeren Datums. /// Die Artus-Sage, die mit einem quijottischen Sir Gawain ihren Schatten aufs Geschehen wirft, ist britischer Urmythos schlechthin. Bezüge auf die Gegenwart? Sicher, zumal Geschichte sich ohnehin ständig wiederholt, vom Politischen - den Kriegen, der Gewalt und Unterdrückung - bis hin zum Privaten - den Familien, der Liebe. Auf dem ursprünglichen Cover ist ein Baum, genauer ein Weißdorn, dessen Wurzelausläufer einen Kreis rings um das ganze Buch beschreiben. Es ist als blieben die Mythen die gleichen und wechselten nur die Form, vom Drachen zum schlafenden Riesen. Man muss es noch nicht einmal Allegorie nennen. Hybris, Schuld, Gewissen, Verlust und immer wieder Schmerz. Geschichte wird verdrängt, Erinnerungen werden verdrängt, und Mythen erzählen wir uns oft genug selbst und glauben sie auch noch. Den Drachen zu erschlagen mag vielleicht das Symptom beseitigen, nicht aber die Ursache. /// Diese trügerischen Erinnerungen, die uns so sehr prägen und doch immer rätselhaft bleiben. Viele sind kollektive Erinnerungen, über denen ein mythologischer Nebel liegt. Die meisten Besprechungen vermuten geschichtliche Amnesie, doch manchmal erinnerte gerade Beatrices Verhalten viel eher an Demenz. /// Interessant ist in dem Zusammenhang, dass ein hierzulande völlig unbekannter Autor, Paul Kingsnorth, 2014 eine Art mythologischen Roman, “The Wake”, veröffenlichte, der durchgehend in einem fingierten Altenglisch verfasst und deshalb wohl unübersetzbar ist. Er spielt in den Jahren nach 1066, nach der Eroberung durch den Normannen William, dem Verlust wiederum der bis dahin geltenden nationalen Identität der Angelsachsen. Es gibt dort eine Fülle von ähnlichen Bildern wie im “Riesen”, Dinge und Menschen, die tief im Wasser begraben liegen. In einer zeitgenössischen Fortsetzung, “Beast” von 2016, legt sich ein mythischer Nebel über alles, der Protagonist gerät geradezu in ein mythologisches Delirium. /// “Und im Schlummer wechsle ich in den Halbschlaf und sehe die Sonne im Wasser versinken, und das Ufer entfernt sich immer mehr, und ich lasse mich in den Traum zurückgleiten, bis die Stimme des Fährmanns mich sanft wieder weckt”, heißt es im “Riesen”. Das Leben ist der Traum, dann wachen wir auf. /// Man braucht schon etwas Geduld mit dem getragenen, weihevollen Ton des Romans, dem gemächlichen, gleichmäßigen Voranschreiten, das manchmal ein bißchen naiv daherkommt. Aber auch Naivität kann gespielt sein. ///

Märchen für Erwachsene
von MVR aus Fulda am 03.03.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

ob Fantasy, Märchen, Erzählung, Novelle, Gabel, Roman etc ist eigentlich egal wie man es sehen möchte. Die Geschichte an sich und die Erzählweise hat mich überzeugt und mich auch nachdenklich zurückgelassen ( besonders das Ende). Werde ich wahrscheinlich hin und wieder nach einiger Zeit nochmal lesen Zur Geschichte möchte ich ... ob Fantasy, Märchen, Erzählung, Novelle, Gabel, Roman etc ist eigentlich egal wie man es sehen möchte. Die Geschichte an sich und die Erzählweise hat mich überzeugt und mich auch nachdenklich zurückgelassen ( besonders das Ende). Werde ich wahrscheinlich hin und wieder nach einiger Zeit nochmal lesen Zur Geschichte möchte ich nicht viel sagen nur das man die zwei alten Eheleute Axl und Beatrix auf eine Reise begleitet, zusieht wen und was sie allen begegnen, wie sie an manchen hadern und auch nicht und weiterreisen. Auch die Nebenfiguren haben mich überzeugt...für mich auch eine Sage die gut nach der Artussage so erzählt hätte können vor langer Zeit ( und hier erzählt worden ist) auf jeden Fall sehr lesenswert.


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