Rezension
»Leider ist dieses Buch das Vermächtnis Martin Chalmers. Nach seinem Tod hat Esther Kinsky seine Textfragmente zusammengestellt, sie mit ihren eigenen kombiniert und so ein besonderes Buch zweier Reisender über ein besonderes Stück Welt geschaffen.« - Stefanie Hetze, Danteperlen II, März/Mai 2016 ("Danteperlenbroschüre")
»Es ist [] keine Abenteuerreise, die die beiden Autoren aus Berlin machen. ›Karadag Oktober 13. Aufzeichnungen von der kalten Krim‹ ist trotzdem ein lesenswertes Reisebuch. Denn Kinsky und Chalmers gehen mit offenen Augen durch die Orte und die Landschaft der Krim. Wer Esther Kinskys Buch ›Am Fluss‹ gelesen hat, wird den an W.G. Seebald geschulten Ton weidererkennen, den Blick für unerklärrliche Phänomene, das Staunen über das, was sie sieht. Es wird wenig erklärt, umso mehr bschrieben. Aber das, was beschrieben wird, führt beim Leser zu einer produktiven Nachdenklichkeit.« - Fokke Joel, Neues Deutschland, Februar 2016 ("Neues Deutschland")
»Dass die distanzierte Haltung [der Autoren] trotzdem ihren Reiz hat, verdankt sich der dichten und nuancierten Sprache. ›Karadag Oktober 13‹ ist ein Bilderbuch. Nicht weil kleinformatige Schwarz-Weiß-Fotos den Text säumen, sondern weil das Werk von Momentaufnahmen in Worten lebt.« - Carmen Eller, Kulturaustausch, Februar 2016 ("Kulturaustausch")
»Kinsky erweist sich wieder als Sprachartistin, die für die Wirklichkeit, die Fremde und die Bilder des Gewöhnlichen Sätze findet, die nicht nur ›richtig‹ sind. Was Esther Kinsky schreibt, ist von Poesie und Wahrhaftigkeit, von Lebenserfahrung, Einfühlung und einer ganz uneitlen Weltläufigkeit durchdrungen. […] Kinsky und Chalmers sind empfänglich für die Zwischentöne, für sprechende Details. Sie haben Literatur und Filme über die Krim im Kopf, sind zugleich offen für das, was um die nächste Straßenecke kommt. Diese Haltung, zu der auch Humor gehört, prägt auch die Aufzeichnungen, wobei Chalmers mehr historische Vergleiche zieht, während seine Reisebegleiterin das Erlebte oft imaginär weiterspinnt.« - Michael Schreiner, Augsburger Allgemeine, Januar 2016 ("Augsburger Allgemeine")