Etwa 15-20 % aller Menschen nehmen wesentlich intensiver wahr als andere. Die besondere Gabe der Hochsensibilität wird jedoch von vielen Betroffenen als Belastung empfunden. Auch das Umfeld reagiert oft mit Unverständnis: Musst du immer so empfindlich sein? Dieser Ratgeber hilft Hochsensiblen endlich zu verstehen, warum sie »anders« sind. Er verrät, wie sie mit Stolpersteinen im Privaten wie im Beruf umgehen und das eigene Potenzial nutzen. Mit ausführlichem Selbst-Test. (Laufzeit: 5h 48)
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Bielefeld
4/5
20.05.2018
Hörbuch-Download
alles Kopfsache
Veränderungen sind Kopfsache u. sind nicht immer leicht umzusetzen - es braucht manchmal viel Zeit um alte Gewohnheiten zu ändern u. das neue "Ich" in den Alltag einfließen zu lassen. Das Buch ist ein kleines Hilfsmittel auf dem Wege zu Veränderungen oder auch um sich selbst einwenig besser kennenzulernen. Es ist verständlich geschrieben .
geheimerEichkater
aus Essen
5/5
22.09.2020
Buch (Taschenbuch)
sehr gute Hilfestellung mit Übungen, Refexionen und Strategien
Bei „Wenn die Haut zu dünn ist“ von Rolf Sellin handelt es sich keinesfalls um ein Einsteigerbuch. Auch wenn zu Beginn ein kleiner Test vorgegeben wird um herauszufinden, ob man selber zu den Hochsensiblen gehört, zieht man aus diesem Buch einen größeren Nutzen wenn man sich seiner Position bereits vorher bewusst ist. Die kurze und knappe Einführung genügt, wenn man sich mit dem Thema bereits auseinander gesetzt hat.
Rolf Sellin berichtet aus eigener Erfahrung als Hochsensibler, gibt anschauliche Beispiele aus seiner beruflichen Tätigkeit. Unter anderem bildet er Psychotherapeuten und Pädagogen für den Umgang mit HSP fort, denn aus seiner eigenen Betroffenheit heraus hatte er Strategien und Übungen entwickelt, die eigene Wahrnehmung selber zu steuern und sich beispielsweise vor Reizüberflutung, Unter- oder Überforderung zu schützen, für sich selber einen Wohlfühlmodus aufzubauen und bei Ablenkung diesen wieder zu erreichen.
Die vorgestelltenÜbungen, Fragestellungen, Refexionen sind häufig grau untersetzt gedruckt, was ich sehr praktisch finde um sie schnell wiederzufinden. Die Erklärungen, seien sie zu Kontakten, Partnerschaft, Kindern, Beruf oder anderen Themen fallen leicht verständlich und nachvollziehbar aus. Sehr gut gefällt mir zudem, dass es hin und wieder Zusammenfassungen gibt. Besonders zum Ende des Buches erhält man nochmals ausführlich Strategien an die Hand um seine eigene Wahrnehmung zu steuern, seinen eigenen Abstand dazu zu bestimmen, sich selber zu zentrieren und sich beim Kontakt mit anderen nicht selbst zu verlieren. Ich muss gestehen, dass der Hinweis im Untertitel des Buches („vom Manko zum Plus“) mich schon hat etwas mehr erwarten lassen, denn ein Plus bedeutet für mich schon mehr als ein „gut mit der Begabung klarkommen“ und sich nicht selber zu verlieren; für mich erweckte es den Eindruck eines angepriesenen Wettbewerbsvorteils. Tatsächlich finde ich das Buch als Hilfestellung unter anderem um sich selber wertzuschätzen, Selbstbewußtsein und -liebe, Selbstzentrierung und seine eigene Wahrnehmung zu steuern sehr gelungen.
GeheimerEichkater
aus Essen
5/5
21.09.2020
Buch (Taschenbuch)
sehr gute Hilfestellung mit…
sehr gute Hilfestellung mit Übungen, Refexionen und Strategien Bei „Wenn die Haut zu dünn ist“ von Rolf Sellin handelt es sich keinesfalls um ein Einsteigerbuch. Auch wenn zu Beginn ein kleiner Test vorgegeben wird um herauszufinden, ob man selber zu den Hochsensiblen gehört, zieht man aus diesem Buch einen größeren Nutzen wenn man sich seiner Position bereits vorher bewusst ist. Die kurze und knappe Einführung genügt, wenn man sich mit dem Thema bereits auseinander gesetzt hat. Rolf Sellin berichtet aus eigener Erfahrung als Hochsensibler, gibt anschauliche Beispiele aus seiner beruflichen Tätigkeit. Unter anderem bildet er Psychotherapeuten und Pädagogen für den Umgang mit HSP fort, denn aus seiner eigenen Betroffenheit heraus hatte er Strategien und Übungen entwickelt, die eigene Wahrnehmung selber zu steuern und sich beispielsweise vor Reizüberflutung, Unter- oder Überforderung zu schützen, für sich selber einen Wohlfühlmodus aufzubauen und bei Ablenkung diesen wieder zu erreichen. Die vorgestelltenÜbungen, Fragestellungen, Refexionen sind häufig grau untersetzt gedruckt, was ich sehr praktisch finde um sie schnell wiederzufinden. Die Erklärungen, seien sie zu Kontakten, Partnerschaft, Kindern, Beruf oder anderen Themen fallen leicht verständlich und nachvollziehbar aus. Sehr gut gefällt mir zudem, dass es hin und wieder Zusammenfassungen gibt. Besonders zum Ende des Buches erhält man nochmals ausführlich Strategien an die Hand um seine eigene Wahrnehmung zu steuern, seinen eigenen Abstand dazu zu bestimmen, sich selber zu zentrieren und sich beim Kontakt mit anderen nicht selbst zu verlieren. Ich muss gestehen, dass der Hinweis im Untertitel des Buches („vom Manko zum Plus“) mich schon hat etwas mehr erwarten lassen, denn ein Plus bedeutet für mich schon mehr als ein „gut mit der Begabung klarkommen“ und sich nicht selber zu verlieren; für mich erweckte es den Eindruck eines angepriesenen Wettbewerbsvorteils. Tatsächlich finde ich das Buch als Hilfestellung unter anderem um sich selber wertzuschätzen, Selbstbewußtsein und -liebe, Selbstzentrierung und seine eigene Wahrnehmung zu steuern sehr gelungen.
Raumzeitreisender
aus Ahaus
2/5
26.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Probleme werden beschrieben, aber nicht hinreichend gelöst
Hochsensible Menschen haben eine überdurchschnittlich differenzierte Wahrnehmung. Sie erfassen mehr Reize als andere Menschen und diese auch besonders intensiv. Es ist so, als ob ihre Antennen im Verhältnis zum Empfangsgerät überdimensioniert sind. Mangels wirksamer Filter entsteht eine Reizüberflutung.
Autor Rolf Sellin beschäftigt sich beruflich als Therapeut mit dem Thema. Er bezeichnet sich selbst als hochsensibel und weiß damit aus eigener Erfahrung, wovon er spricht. Um den persönlichen Bezug zu verdeutlichen, gebraucht er in seinen Ausführungen häufig die Ich-Form. Nach seiner Einschätzung wird das Thema bislang von der Psychologie nicht hinreichend beachtet.
Der Autor bietet einen einfach gestrickten Selbsttest an. Da Hochsensibilität leicht verwechselt werden kann mit anderen psychischen Besonderheiten, wie Sellin in "Therapeutische Wege, therapeutische Abwege" deutlich macht, kann ein Test nur ein Indiz sein, ob Hochsensibilität vorliegt. Letztlich muss ein Fachmann hinzugezogen werden.
Widersprüchlich wird es, wenn hochsensible Menschen gleichzeitig High Sensation Seekers sind und zeitweilig große Risiken eingehen, weil sie den besonderen Kick benötigen. Auch hierfür bietet der Autor einen kleinen Test an. Die Frage ist, ob die (natürliche) menschliche Zerrissenheit unbedingt kategorisiert werden muss.
Ich bezweifele, dass man Menschen einteilen kann in "hochsensibel" und "nicht hochsensibel". Für wahrscheinlicher halte ich, dass es fließende Übergänge gibt und auch zahlreiche Überlagerungen mit anderen psychischen Merkmalen, sodass eine Kategorisierung nur ein künstliches Raster darstellen kann. Es kommt nur darauf an, ob man mit dem eigenen Profil zufrieden ist oder ob man es als Belastung empfindet.
Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich der Autor in "Wenn die eigene Wahrnehmung immer nur stört". Eine Reizüberflutung kann dazu führen, dass wir uns selbst nicht mehr wahrnehmen, und damit geht die eigene Perspektive verloren. Wir werden abhängig von der Meinung anderer. Die spannende Frage lautet daher: "Wie lässt sich die eigene Wahrnehmung steuern?"
Die Antworten auf diese Frage sind dürftig. "Wenn man es gelernt hat, bewusst mit seiner Wahrnehmung umzugehen, verändert sich das Leben grundlegend und damit auch das Lebensgefühl." Das mag stimmen, ist aber keine hinreichende Antwort. Es folgen mehr Problembeschreibungen als Lösungen.
In "Leichter leben im Alltag" finden sich Aussagen wie "Hochsensible nehmen mehr Reize auf", "Anpassungsüberforderung löst Stress aus" oder "Sie [die Hochsensiblen] fühlen sich hin und her gerissen, wenn sie wahrnehmen, dass sie nicht Herr ihres eigenen Denkens sind". Auch hier werden mehr Probleme beschrieben als gelöst.
Ja, Hochsensible denken anders, weil sie mehr Reize aufnehmen. "Bewusst arbeiten" klingt recht allgemein und auch die Fragen "Wo bin ich? Und wo will ich hin?" kann man sich unabhängig von der psychischen Befindlichkeit stellen. Zu guter Letzt soll man "Spiritualität leben", weil die tiefe Sehnsucht, die viele von uns spüren, in zwischenmenschlichen Kontakten nicht auf Dauer befriedigt werden kann.
Vieles von dem, was der Autor schreibt, ist sicherlich richtig. Seine Ausführungen, insbesondere seine Lösungen sind recht allgemein gehalten und passen so auch in viele sonstige Psycho-Ratgeber. Das Buch enthält zahlreiche Wiederholungen. Die Beschreibung des Phänomens einschließlich Abgrenzung und Wechselwirkung zu psychischen Erkrankungen kommt m.E. zu kurz. Es mangelt dem Buch an Tiefe.
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