Rhetorik und Inszenierung des Heiligen Eine kulturgeschichtliche Untersuchung zu barocken Gnadenbildern in Predigt und Festkultur des 18. Jahrhunderts
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
10.11.2004
Verlag
VDG Weimar - Verlag und Datenbank für GeisteswissenschaftenSeitenzahl
316 (Printausgabe)
Dateigröße
4244 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783958991873
Die vorliegende Arbeit verfolgt aus einer religionsgeschichtlichen und religionsästhetischen Perspektive eine andere These: Gnadenbilder besaßen auch noch im nachtridentinischen Barock-Katholizismus eine aktive sakrale Aura. Die Macht der Bilder erforderte nun einerseits theologische und institutionelle Kontrollen, ließ sich aber auch durch entsprechende ästhetische Investitionen massenwirksam ummünzen. Ein eindrucksvolles Beispiel für diese Doppelstrategie sind zahlreiche Jubelfeiern im 18. Jahrhundert, bei denen Gnadenbilder eine letzte Apotheose erfuhren und die hier erstmalig in größerem Umfang untersucht werden. Als multimediale Kultbildinszenierungen bezeugten die Jubelfeste noch einmal den "liminalen" Status der Gnadenbilder, die zwischen numinos aufgeladenem Sakralobjekt und bildertheologisch diszipliniertem Schaubild changieren. Der komplexe Diskurs um die heiligen Bilder und ihren medialen Status im Spannungsfeld von Orthodoxie und laienfrommer Praxis findet seinen Ausdruck nicht zuletzt in den zahlreichen Predigten und programmatischen Festapparaten, deren Analyse im Zentrum dieser Arbeit steht.
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