Produktbild: Sei mir ein Vater

Sei mir ein Vater Roman

6

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Nein, App installieren Ja, App öffnen

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

15681

Erscheinungsdatum

12.11.2015

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

3640 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783462309959

Beschreibung

Rezension

»Berührend. Und sehr lesenswert.«

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

15681

Erscheinungsdatum

12.11.2015

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

3640 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783462309959

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Arietta

    5/5

    05.12.2015

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Meine Meinung und Zusammenfass…

    Meine Meinung und Zusammenfassung zum Buch: Die Geschichte beginnt in Paris mit Lilie die von ihrer Besten Freundin Hanna erfährt das deren Vater , ihr Gastvater Hermann schwer an Krebs erkrankt ist. Man spürt Lilie Verzweiflung, Hermann war vor vielen Jahren ihr Gastvater am Niederrhein in Veen , wo sie überhaupt nicht hinwollte in eine solche Einöde. Aber es kam ganz anders, Lilie erfuhr zum ersten mal was Familie ist und bedeutet. Nicht um sonst bat sie Herman damals " Sei mir ein Vater" . Ihr Vater war nie für sie dagewesen, er lebt in Guadeloupe, ein Lebenskünstler, der sich nur meldet wenn er was braucht. Wie es das Unglück so will wird sie kurz vor ihrer Abreise in ihrer Pariser Wohnung noch überfallen. Der Dieb hatte dort für sie ein altes Wertloses Gemälde stehlen wollen, warum und was wollte er damit ? Beim lösen der Leinwand fand sie einen Brief von einem Kind Namens Georgette an ihren Vater. Beides nimmt sie mit zu Hermann und Hanna. Jetzt wird es fast so spannend wie in einem Krimi. Hermann und Hanna, ziehen einen befreundeten Restaurator dazu. Der Brief und das Bild bergen ein Großes und gut gehütetes Geheimnis. Alles stammt von Lilies Ururgroßtante Georgette Aquette einer bekannten Malerin und ihrem Mann dem Politiker Marcel Sambet . Hermann ergreift die Initiative und macht sich mit den beiden auf die Spurensuche von Georgette und einem verschwunden Bild. Wir tauchen ab in das Leben von Georgette , ihrem Mann Marcel und lernen sie und ihr Leben in der Welt der Belle-Èpoque kennen. Wir begegnen ihrem engsten Freund Henry Matisse , auch Pissaro, Renoir, Signac und viele berühmte Männer und Frauen einer vergangenen Epoche. Eine Spannende Spurensuche über den halben Globus beginnt um das Rätsel des vermissten Bildes zu Lösen. Meine Meinung zur Autorin: Die Autorin Anne Gesthuysen hat nach ihrem sehr erfolgreichen Debüt Roman , " Wir sind doch Schwestern " , denn ich gelesen hatte, muss ich sagen mit ihrem neuen Roman " Sei mir ein Vater " selbst übertroffen. Sie erzählt von einer Französischen - Deutschen Freundschaft. Von Menschen die ein enges Band verbindet. Ein Mann der einem anderen Kind ein wahrer Vater ist, ihm all die Geborgenheit und Fürsorge gibt die sie so schmerzlich vermisste. Der ihr Halt , Kraft und Stärke gibt. Der sie begleitet auf der Spurensuche, einer Vergangenheit. Ein sehr großartiger Roman , der vom Alltag, Sorgen, Verlust und Freuden erzählt. Sehr schön hat sie Gegenwart und Vergangenheit verwebt. Sie hat Georgette Aquette einer vergessenen Künstlerin mit diesem Roman ein Denkmal gesetzt. Ihr Schreibstil ist Klar , flüssig und mitreißend. Ein Lehrreicher Roman in dem man als Leser viel neues lernt und Erfährt. Ihre Protagonisten und ihre Charaktere kommen sehr real und lebendig herüber. Mann wird beim Lesen in den Sog der einem wie eine Welle davon trägt in den Bann der Geschichte gezogen. " Eine sehr berührend und fesselnde Geschichte bei der man sehr viel lernt "

  • leseratte1310

    4/5

    20.12.2015

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Reise in die Vergangenheit

    Lilie überrascht in Paris einen Einbrecher in Ihrer Wohnung, der ein altes Bild stehlen will, das sie von ihrem Vater bekam. Dabei entdeckt sie einen Brief im Bilderrahmen, Es ist der Brief einer Georgette Agutte an ihren Vater. Lilie wollte gerade zu ihrem Gastvater Hermann an den Niederrhein reisen, da er an Krebs erkrankt ist. Sie will ihrer Freundin Hanna und ihrem Vater beistehen. Da Hermann Geheimnisse mag, nimmt sie kurzerhand das Bild und den Brief mit. Lilie hat eine ganz besondere Beziehung zu Hanna und ihrem Vater. Als sie seinerzeit dort zu Gast war, hat sie erstmals erlebt, was Familie bedeutet. Sie bat Hermann: "Sei mir ein Vater". Ihr eigener Vater war ein Lebenskünstler, den es in die weite Welt trieb. Auch ihre Mutter konnte ihr keinen Halt geben. Durch einen Restaurator erfährt Lilie mehr. Die Gegenstände bergen ein Geheimnis. Ihre Vorfahrin Georgette Aquette war eine bekannte Malerin, die mit dem Marcel Sambet Politiker verheiratet war. Das inspiriert Hermann dazu, sich mit Lilie und Hanna auf die Suche zu machen, um das Geheimnis aufzuklären. So lernen wir in einem weiteren Strang, der in der Vergangenheit spielt, das Leben der Malerin kennen. Sie war bekannt mit Renoir, Pissaro und vielen anderen berühmten Persönlichkeiten, mit Matisse war sie eng befreundet. Mit ihrem Mann verbindet sie eine große Liebe, die aber auch eine gewisse Tragik hat. Die Zeit des Belle-Èpoque in Paris ist interessant und aufregend. Ihr Brief, der Lilie so unverhofft in die Finger viel, ging an einen Vater, den sie nie kennenlernte. Die Spurensuche führt unsere Geheimnisaufklärer quer durch Europa auf die Antillen. Es ist ein wundervoller Roman, in dem die Gegenwart mit der Vergangenheit verbunden wird. Ich hatte noch nie von der Malerin Georgette Aquette gehört, aber viele der anderen Persönlichkeiten sind mir natürlich ein Begriff. Die Charaktere sind sehr lebensnah geschildert. Georgette war mir sehr sympathisch, aber Lilie kam mir nicht nah. Der Schreibstil ist gewohnt klar und flüssig. Es ist eine Geschichte, die einen wirklich gefangen nimmt. Dennoch hat mich der historische Teil etwas mehr angesprochen. Eine interessante Geschichte über eine Künstlerin.

  • hasirasi2

    aus Dresden

    4/5

    29.11.2015

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tochter meines Herzens

    „Hanna wollte ein Rätsel lösen, am liebsten ein wertvolles Gemälde herbeizaubern und ihrem Vater eine gute Zeit bescheren, Hermann wollte sich vom Sterben ablenken, und sie, Lilie, wollte mittlerweile vor allem mehr über ihre Urahnen erfahren.“ (S. 221) „Sei mir ein Vater“ spielt auf 2 Zeitebenen. Da sind zum einen Lilie aus Paris, ihre Freundin Hanna und deren Vater Hermann in Deutschland im Heute. Auf der anderen Seite ist Georgette Agutte, eine Ururahnin von Lilie, deren Vater schon vor ihrer Geburt verstarb und ihr ein Bild hinterlassen hat (er war Maler). Ausgerechnet dieses Bild, welches seit Jahren in Lilis Abstellkammer verstaubt, versuchen Einbrecher zu rauben und schlagen Lilie dabei nieder. Als Hanna Lilie anruft, weil Hermann Krebs im Endstadium hat, reist sie sofort nach Deutschland. Zu ihrem eigenen Vater hat Lilie kein richtiges Verhältnis, er war nie da, und Hermann ist seit einem Schüleraustausch der „Vater ihres Herzens“. Natürlich erzählt Lilie von dem Raubversuch. Sie hat das Bild sogar dabei und in der Hoffnung, es könnte etwas wert sein, bringen sie es zu einem Restaurator. Während dieser versucht, mit seinen Methoden mehr über das Bild und dessen Maler zu erfahren, schlägt Hermann vor, mehr über Lilies Vorfahrin Georgette und damit vielleicht auch das Bild herauszufinden. Hanna und Lilie sorgen sich zwar sehr um seine Gesundheit, aber er setzt sich durch: „Es ist mein letzter Krimi, und dabei führe ich Regie und spiele die Hauptrolle. Es ist mein Leben, und ich entscheide, wie es zu Ende geht.“ (S. 123) Es beginnt also eine spannende Schnitzeljagd quer durch Frankreich, immer auf Georgettes Spuren und denen ihres Lebens. Immer mit der Angst im Nacken, ob Hermann das Ende der Suche noch erlebt und ob sie wirklich etwas finden. Es kursiert nämlich das Gerücht, dass Georgette einen unbekannten Matisse besaß, der seit ihrem Tod verschwunden ist ... Denn die heute fast vergessene Malerin war zu ihrer Zeit gar nicht so unbekannt. Sie gehörte zur einflussreichen Oberschicht und war mit vielen bereits berühmten Malern befreundet und solchen, die es erst später werden sollten. Sie und ihr Mann waren passionierte Kunstsammler, da ist die Vermutung, sie könnten Raritäten besessen und versteckt haben, gar nicht so abwegig ... Ich fand den Einstig in das Buch sehr gut. In Paris war ich in dem Moment angekommen, als Lilie den Code für die Haustür eingegeben hat ☺. Das kenne ich noch von meinen Paris-Besuchen. Auch Georgettes Leben wird sehr anschaulich beschrieben, die Stimmungen, Farben und Gerüche haben es sehr lebendig gemacht. Gewürzt wurde ihre Geschichte durch die Anekdoten und Begebenheiten mit Künstlern und Persönlichkeiten aus ihrem Umfeld. Hanna und Lilie sind wie Pech und Schwefel. Sie halten besser zusammen, als manches Schwesternpaar. Aber es gibt natürlich auch Eifersüchteleien, weil Lilie nach über 20 Jahren immer noch ein Teil von Hermanns Leben ist. "Aber nur weil dein Vater mich auch ein bisschen gern hat, heißt es nicht, dass er dich weniger liebt. Die Liebe ist ja nicht wie ein Kuchen, bei dem es nur eine bestimmte Anzahl von Stücken gibt. Ich nehme dir nichts weg. " (S. 80) Im Gegensatz zu Hermann kommt Lilies Vater nicht gut weg. Er war nie für die Familie da, hat ihre Mutter nicht geheiratet, taucht aber immer dann auf, wenn er wieder mal pleite ist. Ich würde ihn als „Lebemann“ bezeichnen. Und auch Lilies Mutter ist nicht gerade einem Bilderbuch entstiegen. Sie sorgt sich nach dem Überfall mehr um Lilies Hund als um ihre Tochter, aber um ihren Enkel kümmert sie sich rührend. Irgendwie verändert sich mein Verständnis von ihr im Laufe der Handlung ständig. Wahrscheinlich rührt aus diesem „Kudelmuddel“ mit ihren Eltern ihre tiefe Beziehung zu Hannas Familie, bei ihr hat sie sich das erste Mal aufgehoben und geborgen gefühlt, etwas, was ihr ihre eigenen Eltern nie bieten konnten. Georgette Agutte ging es ähnlich. Ihr Vater ist noch vor ihrer Geburt bei einem Unfall verstorben. Ihr ist nur ein von ihm gemaltes Bild geblieben. Er fehlt ihr so sehr, dass sie ihm ihr Leben lang immer wieder Briefe schreibt und diese im Bilderrahmen befestigt. Als Frau und Künstlerin war sie sehr umstrittenen. Entweder war sie ihrer Zeit weit voraus und selbstbewusster, als es ihr damals eigentlich zustand, oder aber wirklich „nur“ das Anhängsel ihres Mannes, wie Zeitgenossinnen hämisch geschrieben haben. Auch die Kritiken über ihre Werke gingen damals weit auseinander. Sie selber war wohl nie so richtig mit ihren Arbeiten zufrieden. Beide Frauen suchen ihren Platz im Leben. Georgettes Zerrissenheit als Frau und Künstlerin gegen Lilies Haltlosigkeit im Leben: sie hat ein Kind aber keinen Vater dazu, keinen Job, keine Perspektive, keine Visionen. Beide suchen Anerkennung und Bestätigung immer nur bei andern, weil die vom Vater fehlt. Besonders erschreckend fand ich die Parallelen, wie Georgette und ihr Mann im 1. WK quer durch Europa reisen, immer dahin, wo es gerade sicher ist. Ich möchte nicht in so einer Zeit leben, aber wenn ich mir die Situation jetzt gerade anschaue, ist es doch sehr aktuell. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist ein wunderbarer Roadtrip durch Frankreich und seine und Georgettes Geschichte. Außerdem konnte man wie in einem Krimi mit raten, was nun als nächstes passiert und ob der aktuelle Hinweis brauchbar ist. Es gibt nur ein kleines Manko: Lilies Sohn und ihr Hund gehen irgendwie unter. Sie werden zu Beginn und zwischendrin zwar ab- und an kurz erwähnt, verschwinden dann aber wieder – so, als wären sie in ihrem Leben gar nicht vorhanden. Und wenn sie dann wieder erwähnt werden, denkt man „Huch, stimmt ja, die gibt’s ja eigentlich auch noch.“ Deshalb vergebe ich hier sehr gern 4 Sterne und empfehle es allen Liebhabern von Frankreich, Kunst und spannenden Familiengeschichten.

  • hasirasi2

    aus Dresden

    4/5

    29.11.2015

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Sei mir ein Vater“ spielt…

    „Sei mir ein Vater“ spielt auf 2 Zeitebenen. Da sind zum einen Lilie aus Paris, ihre Freundin Hanna und deren Vater Hermann in Deutschland im Heute. Auf der anderen Seite ist Georgette Agutte, eine Ururahnin von Lilie, deren Vater schon vor ihrer Geburt verstarb und ihr ein Bild hinterlassen hat. Ausgerechnet dieses Bild, welches in Lilis Abstellkammer verstaubt, versuchen Einbrecher zu rauben und schlagen Lilie dabei nieder. Als Hanna Lilie anruft, weil Hermann Krebs im Endstadium hat, reist sie sofort nach Deutschland. Zu ihrem eigenen Vater hat Lilie kein richtiges Verhältnis, er war nie da, und Hermann ist seit einem Schüleraustausch der „Vater ihres Herzens“. Natürlich erzählt Lilie von dem Raubversuch. Sie hat das Bild sogar dabei und in der Hoffnung, es könnte etwas wert sein, bringen sie es zu einem Restaurator. Während dieser versucht, mit seinen Methoden mehr über das Bild und dessen Maler zu erfahren, schlägt Hermann vor, mehr über Lilies Vorfahrin Georgette und damit vielleicht auch das Bild herauszufinden. Es beginnt also eine spannende Schnitzeljagd quer durch Frankreich, immer auf Georgettes Spuren und denen ihres Lebens. Immer mit der Angst im Nacken, ob Hermann das Ende der Suche noch erlebt und ob sie wirklich etwas finden. Es kursiert nämlich das Gerücht, dass Georgette einen unbekannten Matisse besaß, der seit ihrem Tod verschwunden ist ... Denn die heute fast vergessene Malerin war zu ihrer Zeit gar nicht so unbekannt und mit vielen bereits berühmten Malern befreundet und solchen, die es erst später werden sollten. Sie und ihr Mann waren passionierte Kunstsammler. Ich fand den Einstig in das Buch sehr gut. In Paris war ich in dem Moment angekommen, als Lilie den Code für die Haustür eingegeben hat ☺. Das kenne ich noch von meinen Paris-Besuchen. Auch Georgettes Leben wird sehr anschaulich beschrieben, die Stimmungen, Farben und Gerüche haben es sehr lebendig gemacht. Gewürzt wurde ihre Geschichte durch die Anekdoten und Begebenheiten mit Künstlern und Persönlichkeiten aus ihrem Umfeld. Hanna und Lilie sind wie Pech und Schwefel. Sie halten besser zusammen, als manches Schwesternpaar. Aber es gibt natürlich auch Eifersüchteleien, weil Lilie nach über 20 Jahren immer noch ein Teil von Hermanns Leben ist. Im Gegensatz zu Hermann kommt Lilies Vater nicht gut weg. Er war nie für die Familie da, hat ihre Mutter nicht geheiratet, taucht aber immer dann auf, wenn er wieder mal pleite ist. Ich würde ihn als „Lebemann“ bezeichnen. Georgette Agutte ging es ähnlich. Ihr Vater ist noch vor ihrer Geburt verstorben. Ihr ist nur ein von ihm gemaltes Bild geblieben. Er fehlt ihr so sehr, dass sie ihm ihr Leben lang immer wieder Briefe schreibt. Als Frau und Künstlerin war sie sehr umstrittenen. Entweder war sie ihrer Zeit weit voraus und selbstbewusster, als es ihr damals eigentlich zustand, oder aber wirklich „nur“ das Anhängsel ihres Mannes, wie Zeitgenossinnen hämisch geschrieben haben. Auch die Kritiken über ihre Werke gingen damals weit auseinander. Sie selber war wohl nie so richtig mit ihren Arbeiten zufrieden. Beide Frauen suchen ihren Platz im Leben. Georgettes Zerrissenheit als Frau und Künstlerin gegen Lilies Haltlosigkeit im Leben: sie hat ein Kind aber keinen Vater dazu, keinen Job, keine Perspektive, keine Visionen. Beide suchen Anerkennung und Bestätigung immer nur bei andern, weil die vom Vater fehlt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist ein wunderbarer Roadtrip durch Frankreich und seine und Georgettes Geschichte. Außerdem konnte man wie in einem Krimi mit raten, was nun als nächstes passiert und ob der aktuelle Hinweis brauchbar ist. Es gibt nur ein kleines Manko: Lilies Sohn und ihr Hund gehen irgendwie unter. Sie werden zu Beginn und zwischendrin zwar ab- und an kurz erwähnt, verschwinden dann aber wieder – so, als wären sie in ihrem Leben gar nicht vorhanden. Und wenn sie dann wieder erwähnt werden, denkt man „Huch, stimmt ja, die gibt’s ja eigentlich auch noch.“

  • orfe1975

    3/5

    18.01.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf den Spuren einer Malerin

    Cover und Aufmachung: ---------------------------------------- Das Cover ist sehr altmodisch gehalten. Der Titel in Tönen von Alt-Rosa und Grau umrahmt eine Schwarz-Weiß-Fotografie von 2 Frauen im Paris zu Zeiten der Belle Époque. Es stimmt optimal auf die historische Geschichte ein. Das Buch selbst ist als Hardcover mit Lesebändchen gestaltet und wirkt sehr edel. Inhalt: ---------------------------------------- Lilie wohnt in Paris. Als sie erfährt, dass der Vater ihrer Freundin Hannah am Niederrhein schwer krank ist, beschließt sie, ihn zu besuchen. Kurz zuvor wird sie in ihrer Wohnung von Einbrechern überrascht, die ein Bild stehlen wollten, dem sie zuvor keine Beachtung schenkte. Im Rahmen findet sie einen geheimnisvollen Brief einer Frau namens Georgette Agutte. Kurz entschlossen, nimmt sie Bild und Brief mit auf die Reise. Im weiteren Verlauf starten Lilie, Hannah und ihr Vater Hermann einen Roadtrip bis nach Frankreich und schließlich bis auf die Antillen, um dem Geheimnis des Bildes und der Frau, die sich als Urahnin Lilies herausstellt, auf die Spur zu kommen. Mein Eindruck: ---------------------------------------- Nachdem ich den Vorgängerroman der Autorin "Wir sind doch Schwestern" (die Covergestaltung ist in den gleichen Farben gehalten) mit Begeisterung verschlungen habe, konnte ich das Erscheinen dieses Buches kaum abwarten. Der Seitenumfang ist etwa der gleiche wie im ersten Buch, im Vergleich dazu bin ich jedoch diesmal kaum voran gekommen bzw. es gab lange Strecken, auf denen man das Gefühl hatte, dass Nichts bis kaum etwas passiert. Die Geschichte wird in 2 Handlungssträngen erzählt: Da ist einmal die Geschichte um Lilie, deren Vater schon früh die Familie verlassen und sich seitdem kaum gemeldet hat. Sie sehnt sich nach einem Vater und hat daher Hermann, den Vater von Hannah, den sie bei ihrem Austauschjahr in Deutschland ins Herz geschlossen hat, zu ihrem Wahlvater ernannt. Der Roadtrip der drei auf der Suche nach dem Geheimnis des Bildes auf den Spuren ihrer Urahnin wirkte auf mich sehr konstruiert, oberflächlich und wenig glaubwürdig. Ich hatte erwartet, dass mich das Buch/die Geschichte ergreift, aber da ich mich mit diesen Personen so gar nicht identifizieren konnte, hat mich die Geschichte nicht mitgerissen. Die Handlung ist einfach zu flach. Dafür hat mich der zweite Erzählstrang, in dem das Leben der Malerin Georgette Agutte und ihres späteren Ehemannes Marcel Sembat erzählt wird, sehr begeistert. Hier hat man viel über die Künstlerszene der damaligen Zeit erfahren, da Frau Agutte nicht nur selbst gemalt, sondern sie und ihr Mann auch gute Kontakte zu damals angehenden, heute großen Künstlern wie bspw. Henri Matisse hatten. Und nicht zuletzt wird die Liebe der beiden zueinander so eindringlich beschrieben, dass ich sie nachempfinden und mitfühlen konnte. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass der geschichtliche Handlungsstrang für mich auch alleine funktioniert hätte, der konstruierte Rahmen in der Gegenwart hätte gerne weg gelassen werden können. Zudem fand ich den Titel nicht ganz passend, denn um die Vater-Tochter-Geschichte geht es hier nur sehr hintergründig. Ich halte es der Autorin zugute, dass sie hier wieder einen spannenden Teil ihrer eigenen Familiengeschichte aufgearbeitet hat wie bereits in ihrem ersten Roman. Leider diesmal nicht so gut gelungen, sehr schade. Fazit: ---------------------------------------- Das Leben der Malerin Georgette Agutte und ihres Zeitalters eingewoben in eine Familiengeschichte in zwei Handlungssträngen, von denen leider nur einer überzeugen konnte.

Kundinnen und Kunden meinen

5

1

4

3

3

2

2

0

1

0

Bewertungen (6)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Sei mir ein Vater