Produktbild: Another Day in Paradise
Band 1

Another Day in Paradise

Aus der Reihe ADIP
6

20,49 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

04.12.2017

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

392

Maße (L/B/H)

22,6/16/3,2 cm

Gewicht

786 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7386-4609-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

04.12.2017

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

392

Maße (L/B/H)

22,6/16/3,2 cm

Gewicht

786 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7386-4609-2

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: gpsr@libri.de

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  • MemoriesOfBooks

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    08.06.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anders als erwartet <3

    Inhalt: Naya ist 17 Jahre alt und mittlerweile seit 3 Wochen, mit ihren Freunden Summer, Gadget und Sam unterwegs. 3 Wochen, in den die kleine Gruppe, Tag für Tag Antworten, einen sicheren Platz für die Nacht und Lebensmittel sucht, denn die 4 befinden sich mitten in einer Apokalypse! Eine Seuche, die sich innerhalb der Bevölkerung Texas ausbreitet und ihre Opfer in seelenlose „Deadheads“ verwandelt! … An diesem frühen Morgen im Wald, in dem sie sich letzte Nacht niedergelassen haben, ist die Stimmung, durch den Schlafmangel der letzten Wochen bedrückt! Sie haben sich heute vorgenommen, eine Straße zu finden und sich von dort aus, in Richtung Karnes City durchzuschlagen! Obwohl der Wald ihnen eine gewisse Art von Sicherheit und Geborgenheit liefert, bleibt ihnen nichts anderes übrig! .. Die einzige Hoffnung, die die 4 zum durchhalten und weiterkämpfen veranlasst, ist an der Küste auf das Militär zu treffen! Als sie die Straße erreicht hatten und ihr einige Kilometer gefolgt waren, fanden sie einen verlassenen Supermarkt! Nach langem beobachten, ob die Umgebung sicher ist, setzten die 4 ihre Mission Lebensmittel zu finden fort. Gadget und Sam gingen zu den Konserven, Naya und Summer in die Drogerieabteilung um Feuchttücher und Seife zu besorgen! Als die beiden alles gefunden und verstaut hatten, machten sie sich auf den Weg in die Getränkeabteilung, um dort auf die Jungs zu warten. Naya bemerkte sofort, wie sich Summers Blick verdunkelte! Ihr war klar, das sie hier nicht alleine sind und drehte sich langsam um! … Da stand sie! Ein Mädchen ca. im gleichen Alter wie Naya, die der Seuche nicht entkommen konnte! Der unangenehme Geruch, die schwarzen Augen, das blutverschmierte Namensschild und die Axt, die das Mädchen über den Boden hinter sich herzieht, aktivierte sofort Nayas Überlebensmodus! Werden die 4 Freunde es schaffen, an die sichere Küste zu kommen und wer ist dieser Typ, der eines Nachts plötzlich auftaucht? Cover: Das Cover des Buches hatte sofort meine Aufmerksamkeit geweckt, was zu Folge hatte, das ich mehr über das Buch wissen wollte! Meine Meinung: Der Schreibstil von Laura Newman ist wunderbar leicht und flüssig zu lesen! Jedes einzelne Kapitel ist mit „Blutflecken“ versehen, was mir persönlich sehr gefallen hat! Die Geschichte/ Handlung hat mich sehr begeistern können, da die Auflösung, wie die Seuche ausgebrochen ist, mal etwas ganz anderes war, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hätte! Naya > ist ein tolles Mädchen, die Anfangs etwas Angst vor den Deadheads hatte, aber im Laufe der Geschichte zu einer starken Persönlichkeit und einer Kämpferin heranwächst! Summer > ist die beste Freundin von Naya und die Schöne in der Gruppe, die sich mit dieser neuen Situation nicht wirklich anfreunden kann! Gadget > ist der Tüftler! Er hat ein Händchen dafür, akkubetriebene Dinge auf Batterien umzurüsten, und hat somit, schon einige male ihr Leben gerettet! Sam > ist der Anführer und Kämpfer der Gruppe! Er hat ein gutes Gespür dafür Lebensmittel und sichere Schlafplätze ausfindig zu machen! Mir hat diese Dystopie gut gefallen, allerdings hat mir hier und da etwas die Action gefehlt! Ich möchte dieses Buch trotzdem jeden empfehlen, der gerne mal in dieses Genre reinschnuppern und die tolle Gruppe auf ihren Texas Trip begleiten möchte!

  • TheUjulala

    aus Bayern

    4/5

    08.01.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mitreißender Sprachstil in einer außerordentlich spannenden Geschichte

    Laura Newman habe ich in ihrem dystopischen Roman „This New World“ kennen und schätzen gelernt. Sprachlich hat sie mich total überzeugt. Deswegen stand die ADIP-Dilogie auch schon länger auf meinem SuB. Ich habe auch gleich beide Bücher hintereinander gelesen, da es so spannend war. Coverbild Alle Coverbilder werden von Laura Newman selber gestaltet. Dieses Cover zeigt die Silhouette einer Großstadt vor einer Wüstenlandschaft, in dem eine einzelne Person wankend steht. Der Buchtitel ist mit fetten Lettern quer über die Seite platziert, Blutspritzer in der rechten unteren Ecke zeigen schon die Richtung des Titels an. Mir gefällt das Cover ausgesprochen gut. Plakativ und aussagekräftig. Mehr braucht es nicht und trotzdem vermittelt das Bild das Genre und die Stimmung sehr eindrucksvoll. Handlung Der Bundesstaat Texas ist zusammengebrochen, die Menschen haben sich auf mysteriöse Weise zu einer Art Zombies verwandelt und meucheln alles, was in sich ihnen in den Weg stellt. Naya und ihre Freunde Sam, Gadget und Summer versuchen in diesem Chaos zu überleben und wollen sich gemeinsam zu einem Militärstützpunkt durchschlagen, von dem sie sich Rettung erhoffen. Auf ihrem Weg treffen Sie auf drei weitere Überlebende: Jaze, Amelia und dem kleinen Billy. Trotz anfänglichem Misstrauen bleiben sie beisammen und bringen auch noch die Gefühlswelt von Naya und Summer gewaltig durcheinander. Buchlayout / Haptik Die über 400 Seiten werden in 45 recht kleine Kapitel eingeteilt, was mich anfangs etwas störte, ich aber zum Schluß hin nicht mehr bemerkt habe. Jedes Kapitel wird mit einer kräftigen Grafik aus Versalienlettern und Blutspritzern eingeleitet. Idee / Plot Bei Dystopien sind sich die Ideen oft ziemlich ähnlich. Vor allem, wenn es sich auch noch um „Zombie-Dystopien“ handelt. Irgendwelche mutierten Zombies setzen einer Minderheit an überlebenden Menschen nach und wollen diese ausrotten. So ähnlich ist es auch in diesem Buch. Dennoch ist es ein interessanter Plot, da die Seuche, die die Menschen befallen hat, einen bestimmten Ursprung und einen bestimmten Grund hat. Die verseuchten Menschen verwandeln sich auch in Wesen, die keine Gnade mehr kennen, sind aber immer noch Menschen und keine wirklich Untoten. Das gibt dem Ganzen noch einen bitteren Beigeschmack, denn die Überlebenden müssen sich mit allen Mitteln gegen die aggressiven Deadheads wehren. Nur, was macht man, wenn sich lieb gewonnene Menschen plötzlich verwandeln? Hier wird ein sehr interessantes Thema aufgegriffen: wann ist es ein bewusstes Töten eines Menschen und wann nur das Retten des eigenen Lebens vor einer wild gewordenen Bestie? Wo liegt die moralische Grenze? Abgesehen von der Motivation überhaupt diese Seuche in Umlauf zu bringen, spielt sich hier das Drama vor allem in der kleinen Gruppe der Überlebenden ab. Emotionen / Protagonisten Die kleine Gruppe um die 19 jährige Naya hat sich in dem apokalytpischen Chaos kennen zusammengetan und kämpft tagtäglich über ihr Überleben. Naya kommt bei mir sehr authentisch und sympatisch an. Sie ist tough, aber auch überlegt. Anfangs ist sie vom ruhigen, besonnen aber auch etwas grüblerischen Sam ziemlich angetan, kann die Gefühle aber auch nicht wirklich einordnen. Zumal in der dystopischen Situation Gefühle für sie fehl am Platz sind. Das ändert sich aber, als Jaze auf der Bildfläche erscheint. Der eingebrödlerische und manchmal auch aufreißerische Jaze schleicht sich langsam in Nayas Herz, wird aber zu einem harten Konkurrenten für Sam. Die Beziehungsgeflechte kommen sehr gut raus und ich kann Nayas Gedanken und Handlungen sehr gut nachvollziehen. Auch wie sie lernt mit den Deadheads emotionslos umzugehen. Besonders berührt haben mich die sehr emotional tiefgreifenden Szenen, in denen Entscheidungen getroffen werden mussten die einen inneren Nachhall verursachen. Ich habe Nayas Trauer förmlich spüren können. Ebenso konnte sie mir auch die Empfindungen der Gefährten feinfühlig vermitteln. "Und jetzt, wo die grässliche Klinge fort ist und ich das Gefühl habe, wieder mit Jaze und nicht mit einem gefährlichen Tier zu reden, bemerke ich erst, dass ihm ein paar Tränen über die Wangen kullern. Das verunsichert mich beinahe noch mehr als seine unberechenbare Art.“ Laura Newman „Another Day in Paradies“, Pos. 1262 (ebook kindle Edition © 2015 Laura Newman) Sam entwickelt sich mehr zum großen Bruder, der zwar für Naya sehr tiefe Gefühle hegt, aber diese nicht über das Wohl der Gemeinschaft stellt. Das macht ihn mir sehr sympathisch. Jaze ist mehr der Draufgänger und Hitzkopf, dem auch mal seine Gefühle durch gehen. Das macht ihn aber um so authentischer und präsenter. Mir gefällt die Entwicklung zwischen Naya und Jaze. Einige sehr emotionale Momente haben tief in sein Herz blicken lassen und mir Jaze sehr nahe gebracht. Handlungsaufbau / Spannungsbogen Obwohl man gleich direkt in die Apokalypse hineingeworfen wird, kommt man schnell in das Buch hinein. Laura Newman hat auch gekonnt die Handlung aufgebaut und über den Plot hinweg immer wieder geschickt Rückblenden und Erklärungen eingebaut, so dass sich dem Leser die Spannung erhalten bleibt und häppchenweise tiefer in die Geschichte hineingezogen wird und sich die Zusammenhänge peu à peu erschließt. In der Mitte gibt eine unerwartete Wendung dem Ganzen noch mal eine enorme Würze und treibt die Spannung enorm voran. Szenerie / Setting Klar, dass so eine Seuche in Amerika stattfinden muss, aber ich finde das passt ganz gut und ich kann mir das gut vorstellen. Die Autorin beschreibt die Umgebung sehr bildhaft, die Handlung und die Protagonisten wirken hier auch authentisch. Auch die texanische Wüste passt gut zur apokalyptischen Situation. Ja, es gibt viel spritzendes Blut und eine gewisse Abgebrühtheit im Töten der Deadheads, aber Laura Newman schafft hier eine moralische Trennung zwischen dem Abschlachten von Monstern und dem Verlust von lieb gewonnenen Gefährten. Sprache / Schreibstil Besonders hervorheben muss ich hier der extrem spritzige, flüssige und sarkastisch pointierte Sprachstil von Laura Newman. Die Geschichte wird ausschließlich aus Nayas Perspektive als Ich-Erzähler im Präsens dargestellt, was die oft krassen Kampfszenen aber auch sehr emotionalen Situationen sehr gut unterstreicht und einen direkt vermittelt. FAZIT Absolut spannende Geschichte mit mitreißenden Sprachstil machen dieses Buch zu einem Pageturner. Es hat mich total überzeugt, auch wenn Zombie-Dystopien mit viel Splatter nicht unbedingt mein absolut bevorzugtes Genre ist. Die Story um Naya und Jaze hat mich ziemlich gepackt.

  • Meggie

    aus Mertesheim

    4/5

    09.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Paradies, in dem ich nicht leben möchte

    Texas ist eine Ödnis. Kaum ein lebender Mensch hält sich dort noch auf. Doch Naya und ihre Freunde Summer, Sam und Gadget schlagen sich durch und halten immer wieder Ausschau nach den sog. Deadheads. Mutierte Menschen, die nichts anderes im Sinn haben als Töten. Keiner der vier Freunde weiß, was genau passiert ist und so leben sie von Tag zu Tag. Als Jaze und seine Gruppe zu ihnen stoßen, freuen sich Naya und die anderen erst gar nicht. Zu viel Misstrauen liegt in der Luft und zu viel Grausames haben sie bis jetzt gesehen. Doch nach und nach schweißt der Umstand sie alle zusammen. Bis sie auf das Geheimnis stoßen, dass hinter den Deadheads steht. Und plötzlich ist alles anders. Durch meine Bloggerkollegin Sonja bin ich auf diesen Roman gestoßen und sein Klappentext hat mich gleich mal in den Bann gezogen. Zombies, Apokalypse und der Kampf ums Überleben sind genau mein Ding. Seit "The Walking Dead" bin ich da total angefixt. Als ich dann auch noch die toll gemachten Trailer zu dem Buch entdeckt habe, war es um mich geschehen und ich ließ mich auf die Geschichte ein. Wie in jeder guten Geschichte lernt man zu Anfang nach und nach die Hauptcharaktere kennen. In diesem Fall sind es Naya, von allen auch Nice genannt und deren besten Freundin (schon vor der Apokalypse) Summer, den Anführer und Grübler Sam sowie den Nerd und Technikerfreek Gadget. Alle vier sind mir gleich sympathisch, auch wenn ich ein paar Probleme hatte, mich gleich zurechtzufinden. Denn man wird mitten in die Geschichte geworfen und bekommt nur häppchenweise Informationen zugespielt. Und dann geht alles ganz schnell und man weiß, mit welcher apokalyptischen Katastrophe das Texas der Zukunft geschädigt ist. Naya ist ein toughes Mädchen. Sie versucht, zu überleben und stellt sich dabei gar nicht so ungeschickt an. Trotzdem ist sie froh, dass sie in der Gruppe von Sam ist. Einem unerschrockenen jungen Mann, der mit seinem Talent zur Führung schnell der Chef geworden ist und somit sagt, wo es lang geht. Jeder "gehorcht" ihm und hinterfragt auch keiner seiner Entscheidungen. Zwar geben sie ihren Senf dazu und versuchen gemeinsam Lösungen zu finden, doch wenn Sam sagt, was zu tun ist, springen alle. Dies ist in meinen Augen auch gut so, denn sie alle brauchen Strukturen und Regeln, sonst würden sie ausflippen. Summer und Gadget sind in meinen Augen eigentlich nur Nebenfiguren, obwohl gerade Gadget mit seinem Wissen über Technik ein wertvolles Mitglied der Gruppe ist. Summer sieht eigentlich nur gut aus und versucht dies auch weiter so zu halten, in dem sie bei ihrer Suche nach Lebensmittel, Wasser und anderen überlebenswichtigen Dingen auch gerne mal am Make-Up oder an unpraktischer Kleidung halt macht. Mit ihrer vorwitzigen Art ist sie so etwas wie der "Klassenclown" der Gruppe. Sie bringt etwas Alltag hinein und hält so die anderen davon ab, in Depressionen zu fallen. Später taucht Jaze auf, ein Draufgänger, der Sam seine Führerrolle in der Gruppe sehr streitig macht. Er ist geheimnisvoll, lässt keinen an sich ran, will aber selbst alles über die anderen wissen. Er bietet einen guten Gegenpool zu dem grüblerischen Sam und Naya merkt bald, dass sie sich zu Jaze sehr hingezogen fühlt, obwohl sie eigentlich eher dachte, dass Sam mehr ihr Typ ist. Dass dies natürlich zu Missverständnissen, Neid und Missgunst führt, ist wohl klar. Die sog. Deadheads, die immer wieder unerwartet auftauchen, sind gar nicht die typischen Zombies, die man aus Film und Fernsehen kennt. Sie sind schnell, scheinen denken zu können, da sie auch Dinge als Waffen benutzen und sind vor allem nur auf eins aus: zu töten. Sie möchten nicht essen, sondern einfach nur dem Ur-Trieb nachgeben und auf bestialische Weise abschlachten. Warum es zu dieser Katastrophe kam, wird nach und nach aufgedeckt und dabei kommen einige Überraschungen zu Tage, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Und am Ende wird es sogar ganz anders, als in typischen Apokalypse-Storys. Und dieser Punkt hat mich erst mal zum Grübeln gebracht. Doch je mehr ich mich dem Ende näherte, umso mehr war ich mir sicher, dass der Stilbruch der Autorin gar nicht so schlecht war. Im Gegenteil, es hat mir sogar dann sehr gut gefallen, dass mal etwas anderes ausprobiert wurde und somit der Grundstein für etwas Neues gelegt wurde. Bei diesem Band handelt es sich um den Auftakt zu einer Reihe und ich bin sehr gespannt, wie der zweite Teil denn ausfallen wird. Denn es ergibt sich eine Unmenge an Möglichkeiten, die nun ausgeschöpft werden können. Der Schreibstil der Autorin war flüssig und leicht lesbar. So flog man förmlich durch die Geschichte. Gerade durch die bildhafte Beschreibung konnte mein Kopfkino sehr gut arbeiten. Einen Kritikpunkt gibt es aber doch. In der Mitte des Buches gab es eine längere Szene, die meinen Lesefluss etwas gestört hat, da ich sie als unnötig empfand. Als ich diese jedoch überwunden hatte, war alles wieder wie vorher. Fazit: Eine Apokalypse nach meinem Geschmack.

  • Meggie

    aus Mertesheim

    4/5

    08.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zombies, Apokalypse und der…

    Zombies, Apokalypse und der Kampf ums Überleben sind genau mein Ding. Seit "The Walking Dead" bin ich da total angefixt. Wie in jeder guten Geschichte lernt man zu Anfang nach und nach die Hauptcharaktere kennen. In diesem Fall sind es Naya, von allen auch Nice genannt und deren besten Freundin (schon vor der Apokalypse) Summer, den Anführer und Grübler Sam sowie den Nerd und Technikerfreek Gadget. Alle vier sind mir gleich sympathisch, auch wenn ich ein paar Probleme hatte, mich gleich zurechtzufinden. Denn man wird mitten in die Geschichte geworfen und bekommt nur häppchenweise Informationen zugespielt. Und dann geht alles ganz schnell und man weiß, mit welcher apokalyptischen Katastrophe das Texas der Zukunft geschädigt ist. Naya ist ein toughes Mädchen. Sie versucht, zu überleben und stellt sich dabei gar nicht so ungeschickt an. Trotzdem ist sie froh, dass sie in der Gruppe von Sam ist. Einem unerschrockenen jungen Mann, der mit seinem Talent zur Führung schnell der Chef geworden ist und somit sagt, wo es lang geht. Jeder "gehorcht" ihm und hinterfragt auch keiner seiner Entscheidungen. Zwar geben sie ihren Senf dazu und versuchen gemeinsam Lösungen zu finden, doch wenn Sam sagt, was zu tun ist, springen alle. Dies ist in meinen Augen auch gut so, denn sie alle brauchen Strukturen und Regeln, sonst würden sie ausflippen. Summer und Gadget sind in meinen Augen eigentlich nur Nebenfiguren, obwohl gerade Gadget mit seinem Wissen über Technik ein wertvolles Mitglied der Gruppe ist. Summer sieht eigentlich nur gut aus und versucht dies auch weiter so zu halten, in dem sie bei ihrer Suche nach Lebensmittel, Wasser und anderen überlebenswichtigen Dingen auch gerne mal am Make-Up oder an unpraktischer Kleidung halt macht. Mit ihrer vorwitzigen Art ist sie so etwas wie der "Klassenclown" der Gruppe. Sie bringt etwas Alltag hinein und hält so die anderen davon ab, in Depressionen zu fallen. Später taucht Jaze auf, ein Draufgänger, der Sam seine Führerrolle in der Gruppe sehr streitig macht. Er ist geheimnisvoll, lässt keinen an sich ran, will aber selbst alles über die anderen wissen. Er bietet einen guten Gegenpool zu dem grüblerischen Sam und Naya merkt bald, dass sie sich zu Jaze sehr hingezogen fühlt, obwohl sie eigentlich eher dachte, dass Sam mehr ihr Typ ist. Dass dies natürlich zu Missverständnissen, Neid und Missgunst führt, ist wohl klar. Die sog. Deadheads, die immer wieder unerwartet auftauchen, sind gar nicht die typischen Zombies, die man aus Film und Fernsehen kennt. Sie sind schnell, scheinen denken zu können, da sie auch Dinge als Waffen benutzen und sind vor allem nur auf eins aus: zu töten. Sie möchten nicht essen, sondern einfach nur dem Ur-Trieb nachgeben und auf bestialische Weise abschlachten. Warum es zu dieser Katastrophe kam, wird nach und nach aufgedeckt und dabei kommen einige Überraschungen zu Tage, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Und am Ende wird es sogar ganz anders, als in typischen Apokalypse-Storys. Und dieser Punkt hat mich erst mal zum Grübeln gebracht. Doch je mehr ich mich dem Ende näherte, umso mehr war ich mir sicher, dass der Stilbruch der Autorin gar nicht so schlecht war. Im Gegenteil, es hat mir sogar dann sehr gut gefallen, dass mal etwas anderes ausprobiert wurde und somit der Grundstein für etwas Neues gelegt wurde. Bei diesem Band handelt es sich um den Auftakt zu einer Reihe und ich bin sehr gespannt, wie der zweite Teil denn ausfallen wird. Denn es ergibt sich eine Unmenge an Möglichkeiten, die nun ausgeschöpft werden können. Der Schreibstil der Autorin war flüssig und leicht lesbar. So flog man förmlich durch die Geschichte. Gerade durch die bildhafte Beschreibung konnte mein Kopfkino sehr gut arbeiten. Einen Kritikpunkt gibt es aber doch. In der Mitte des Buches gab es eine längere Szene, die meinen Lesefluss etwas gestört hat, da ich sie als unnötig empfand. Als ich diese jedoch überwunden hatte, war alles wieder wie vorher.

  • Doreen Frick

    5/5

    25.01.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Erfrischend anders

    Ein Zombieapokalypsenthriller für junge Leser kann das funktionieren? Und wie das kann. Es müssen nicht immer die spritzenden Gedärme sein und literweise Blut um den Leser fesseln zu können, wobei auch das bei "ADIP" nicht zu kurz kam. Dennoch legt Laura Newman mehr Wert auf authentische Charaktere und deren Beziehung untereinander. Erfrischend! "Another Day in Paradise" ist kein Thriller in dem hirnlose Zombies auf planlose Protagonisten treffen, die einfach mal jeden Survival-Fehler machen den man nur machen kann. Nein in diesem Buch denken die Charaktere sogar mit und zeigen Verstand und Grips. Die Autorin erschafft einen sehr bedrückendes Setting. Alles geschieht sehr plötzlich und in einem kurzen Zeitraum. Der Leser begleitet Naya in der ICH-Perspektive und steigt auch schon mitten in der Apokalypse ein. Lange bleibt man wie die Protagonisten im Dunkeln was eigentlich zu der großen Katastrophe geführt hat. Doch schnell lernt man, dass so einige Charaktere falsch spielen und alles eigentlich noch schlimmer ist als anfangs gedacht. So baut die Autorin einige überraschende Wendungen ein die für den perfekten Schwung gesorgt haben. Da "ADIP" der Auftakt zu einer Reihe ist endet die Geschichte natürlich offen. Mein Fazit "Another Day in Paradise" war ein packender Zombiethriller für junge Leser, der mit coolen Charakteren und einer erfrischenden Story besticht ohne auf das typische Zombiegemetzel zu verzichten. Teil 2 wird auf jeden Fall gelesen.

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