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Juja Das preisgekrönte Debüt von Nino Haratischwili erstmals im Taschenbuch

4

12,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.05.2016

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,8/12,1/2,7 cm

Gewicht

278 g

Farbe

Lichtgrau / Schwarz

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-28792-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.05.2016

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,8/12,1/2,7 cm

Gewicht

278 g

Farbe

Lichtgrau / Schwarz

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-28792-8

Herstelleradresse

Ullstein Taschenbuchvlg.
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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Zu Beginn sehr wirr, doch dann hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen

Sue aus Uelzen am 05.07.2023

Bewertungsnummer: 1974716

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Ich bin ein Gerüst, ein Gerüst meines Ichs. Ich bin nur ein kleiner, spazierender Hass, ich gehe und weiß nicht wohin, mein Weg ist rund, kugelrund, endet nie. Während ich gehe, verblute ich, doch niemand sieht die Blutspuren in der schwarzen Erde." Bei "Juja" handelt es sich um das Debüt der Autorin Nino Haratischwili. Es ist ein Spagat zwischen Wahrheit und Fiktion. Inspiriert von der Geschichte um die Französin Danielle Sarréra, die sich mit 17 Jahren umgebracht haben soll. So sagt man, dass auf einem Dachboden in Paris in den siebziger Jahren ihre Schrift "Arsenikblüten", welche zum Teil sehr verstörend war, gefunden wurde. Angeblich haben sich einige junge Frauen nach der Lektüre des Buches ebenfalls umgebracht. Laut Spiegel soll der Herausgeber des Buches viele Jahre später gesagt haben, dass es Danielle Sarréra nie gegeben habe und dieser das Buch selbst geschrieben hat. Trotz allem gibt es in Haratischwilis Debüt eine junge Autorin, die Jeanne Saré heißt und deren Wut wir hautnah erleben. Ihre innere Leere, Verzweiflung und Sehnsucht nach Liebe, aber auch dem Ende von allem ist greifbar, spürbar und sehr schmerzhaft. Denn man fragt sich, warum hat dieses junge Mädchen, diese noch s o junge Frau keine Freude am Leben? Die Geschichte umspannt einige Jahrzehnte und Sarés Buch "Eiszeit" verbindet die einzelnen Charaktere, die wir im Laufe der Geschichte kennenlernen miteinander. Jeder Charakter hat sein Päckchen zu tragen und nach der Lektüre von Sarés Buch, ist für die Lesenden nichts mehr wie es war... Teils poetisch, teils vulgär schreit diese Geschichte ihre Verzweiflung, ihre Wut und ihre Einsamkeit mit jedem Wort, jeder Zeile laut hinaus. Folgendes Zitat aus dem Buch, trifft Haratischwilis "Juja" sehr gut: "Es gibt eigentlich keine Handlung, alles, was drinsteht, ist interpretierbar, alles ist Wahnsinn oder Wahrheit, je nachdem, wie man es sehen will. Es ist ein einziger Bewusstseinsstrom."

Zu Beginn sehr wirr, doch dann hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen

Sue aus Uelzen am 05.07.2023
Bewertungsnummer: 1974716
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Ich bin ein Gerüst, ein Gerüst meines Ichs. Ich bin nur ein kleiner, spazierender Hass, ich gehe und weiß nicht wohin, mein Weg ist rund, kugelrund, endet nie. Während ich gehe, verblute ich, doch niemand sieht die Blutspuren in der schwarzen Erde." Bei "Juja" handelt es sich um das Debüt der Autorin Nino Haratischwili. Es ist ein Spagat zwischen Wahrheit und Fiktion. Inspiriert von der Geschichte um die Französin Danielle Sarréra, die sich mit 17 Jahren umgebracht haben soll. So sagt man, dass auf einem Dachboden in Paris in den siebziger Jahren ihre Schrift "Arsenikblüten", welche zum Teil sehr verstörend war, gefunden wurde. Angeblich haben sich einige junge Frauen nach der Lektüre des Buches ebenfalls umgebracht. Laut Spiegel soll der Herausgeber des Buches viele Jahre später gesagt haben, dass es Danielle Sarréra nie gegeben habe und dieser das Buch selbst geschrieben hat. Trotz allem gibt es in Haratischwilis Debüt eine junge Autorin, die Jeanne Saré heißt und deren Wut wir hautnah erleben. Ihre innere Leere, Verzweiflung und Sehnsucht nach Liebe, aber auch dem Ende von allem ist greifbar, spürbar und sehr schmerzhaft. Denn man fragt sich, warum hat dieses junge Mädchen, diese noch s o junge Frau keine Freude am Leben? Die Geschichte umspannt einige Jahrzehnte und Sarés Buch "Eiszeit" verbindet die einzelnen Charaktere, die wir im Laufe der Geschichte kennenlernen miteinander. Jeder Charakter hat sein Päckchen zu tragen und nach der Lektüre von Sarés Buch, ist für die Lesenden nichts mehr wie es war... Teils poetisch, teils vulgär schreit diese Geschichte ihre Verzweiflung, ihre Wut und ihre Einsamkeit mit jedem Wort, jeder Zeile laut hinaus. Folgendes Zitat aus dem Buch, trifft Haratischwilis "Juja" sehr gut: "Es gibt eigentlich keine Handlung, alles, was drinsteht, ist interpretierbar, alles ist Wahnsinn oder Wahrheit, je nachdem, wie man es sehen will. Es ist ein einziger Bewusstseinsstrom."

Einsam in Paris

Bewertung am 15.05.2023

Bewertungsnummer: 1942216

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Schon länger schleiche ich um die Bücher von Nino Haratischwili herum, und hab mich nun doch endlich mal getraut, eins zu lesen, und zwar das schmalste. So für den Einstieg. Anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten mitzukommen, aber die unterschiedlichen Erzählperspektiven fangen im Laufe des Buches immer mehr an, sich miteinander zu verknüpfen. Die Geschichte ist berührend und eindringlich, hat einen echten Sog bei mir verursacht. Also, der Strudel aus Einsamkeit, in dem Jeanne Sare sich befindet, hat eine gewisse Sogwirkung auf den Leser oder die Leserin. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, und es hat noch eine ganze Weile nachgehallt. Den Mythos um das siebzehnjährige Mädchen, was sich vor den Zug geworfen haben soll und Schulhefte voller wirrer Gedanken hinterließ, gibt es tatsächlich. Sie hieß Danielle Sarrera, ihr Buch ‘Arsenikblüten’ kann man gebraucht kaufen, jedoch ist auch in Wirklichkeit nicht ganz klar, ob der Verleger des Buches sich sie und ihre Legende nicht doch erfunden hat. Die Textpassagen, die aus Sare’s Büchlein zitiert werden, sind schwer zu begreifen und vermitteln eher Gefühle als Handlung. Da gibt es zwischen mythologischen Figuren, apokalyptischen Beschreibungen und avantgardistischen Metaphern jede Menge Interpretationsspielraum. Insgesamt fand ich dieses Buch einen guten Einstieg in Nino Haratischwilis Schreibstil und kann es allen weiterempfehlen, die gern melancholische Bücher lesen.

Einsam in Paris

Bewertung am 15.05.2023
Bewertungsnummer: 1942216
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Schon länger schleiche ich um die Bücher von Nino Haratischwili herum, und hab mich nun doch endlich mal getraut, eins zu lesen, und zwar das schmalste. So für den Einstieg. Anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten mitzukommen, aber die unterschiedlichen Erzählperspektiven fangen im Laufe des Buches immer mehr an, sich miteinander zu verknüpfen. Die Geschichte ist berührend und eindringlich, hat einen echten Sog bei mir verursacht. Also, der Strudel aus Einsamkeit, in dem Jeanne Sare sich befindet, hat eine gewisse Sogwirkung auf den Leser oder die Leserin. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, und es hat noch eine ganze Weile nachgehallt. Den Mythos um das siebzehnjährige Mädchen, was sich vor den Zug geworfen haben soll und Schulhefte voller wirrer Gedanken hinterließ, gibt es tatsächlich. Sie hieß Danielle Sarrera, ihr Buch ‘Arsenikblüten’ kann man gebraucht kaufen, jedoch ist auch in Wirklichkeit nicht ganz klar, ob der Verleger des Buches sich sie und ihre Legende nicht doch erfunden hat. Die Textpassagen, die aus Sare’s Büchlein zitiert werden, sind schwer zu begreifen und vermitteln eher Gefühle als Handlung. Da gibt es zwischen mythologischen Figuren, apokalyptischen Beschreibungen und avantgardistischen Metaphern jede Menge Interpretationsspielraum. Insgesamt fand ich dieses Buch einen guten Einstieg in Nino Haratischwilis Schreibstil und kann es allen weiterempfehlen, die gern melancholische Bücher lesen.

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Juja

von Nino Haratischwili

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