Ein ziemlich platt gewalzter Mann liegt in der Steppe. War’s ein Mammut oder hat da ein Jäger mit der Keule zugeschlagen? Für Kommissar Steinroller sieht die Sache nach Mord aus. Doch wer glaubt schon einem Sippenmitglied, das lieber seinen Höhlenmalereien nachgeht, als zu jagen, und das zudem mit Grips gesegnet ist? Zumindest für Weichhaar, die smarte Frau an seiner Seite, ist Intelligenz sexy. Und so macht sich Steinroller mit ihr und seinem grobschlächtigen Assistenten daran, herauszufinden, wer den eigenen Stamm bedroht. Die urkomische Aufklärung des ersten Mordfalls der Menschheitsgeschichte – gelesen von Star-Sprecher Boris Aljinovic. Ungekürzte Lesung mit Boris Aljinovic 1 mp3-CD | ca. 7 h 54 min
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Cora Lein
aus Berlin
5/5
15.03.2026
Hörbuch (Audio)
witzig
Inhalt:
Ein Sippenmitglied wird tot aufgefunden. Ein Mammut war es nicht, da ist sich Steinroller sicher. Daher ermittelt der Höhlenmaler nun mit seinen Assistenten und zu allem Glück hat er seine Erfinderin Weichhaar mit dabei …
Meinung:
Ich habe selten so gelacht bei einem Krimi. Die Idee einen Mordfall so anzugehen ist genial und die Charaktere traumhaft. Boris Aljinovic haucht den Charakteren zusätzlich Leben ein und so wird fleißig mitgefiebert und sich gefreut, wenn Weichhaar wieder etwas erfindet, was das Leben leichter werden lässt und die Mordaufklärung voranschreitet. Natürlich gibt es auch explizite Szenen, bei denen Weichhaar das Mammut von Steinroller huldigt – also auch hier alles sehr witzig und absolut originell. Die Sprache passt du den Figuren, welche sich im Laufe der Geschichte entwickeln und jeder ist einzigartig in seinem Sein.
Cover:
Das Cover passt perfekt zum Inhalt und es ist bereits witzig gezeichnet.
Fazit:
Wer Krimis mag und gerne lacht, wird dieses Buch lieben! Ich vergebe herzliche 5 Sterne und werde mir das Hörbuch definitiv nochmals anhören.
Midnight-Girl
aus NRW
4/5
05.03.2017
Hörbuch (Audio)
Steinroller ist anders als…
Steinroller ist anders als die anderen in seiner Sippe. Anstatt auf die Jagd zu gehen, widmet er sich lieber seinen Höhlenmalereien. Da er sich zudem in der glücklichen Lage befindet mit Intelligenz ausgestattet zu sein, ist für ihn sofort klar, dass er den Tod eines Sippenmitglieds aufklären wird, denn Steinroller weiß sogleich, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Gemeinsam mit seiner Gefährtin Weichhaar und seinem Assistenten begibt er sich also auf Spurensuche, um den Mord schnellstmöglich aufzuklären, nicht, dass noch weitere Opfer beklagt werden müssen... Ermittlungen ohne neueste Technik, ohne die Möglichkeit der beinahe totalen Überwachung? Inzwischen fast schon undenkbar, jedoch nicht unmöglich. Das zeigt Martin Lassberg, indem er Steinroller, den wohl ersten Ermittler der Menschheitsgeschichte, auf den Plan ruft. Natürlich ist dieser mitunter etwas unbeholfen, doch gleichsam erfinderisch, wenn der eingeschlagene Weg in einer Sackgasse zu enden droht. Mit gegebenen Mitteln erschafft er so einen spannenden Kriminalfall, den man sicherlich nicht so schnell vergessen wird. Damals wie heute wird vor Intrigen nicht zurückgeschreckt, Neid und Missgunst bahnen sich ebenfalls ihren Weg. Entsprechend sind durchaus Parallelen zur heutigen Zeit zu finden, man muss manche Dinge nur zu deuten wissen. Steinroller wird von seiner Gemeinschaft nicht unbedingt ernst genommen, zeitweise sogar verspottet, und doch schafft er es immer wieder sich zu motivieren, nicht aufzugeben und sein Ziel weiter zu verfolgen. Nicht nur intelligenter als der Rest der Sippe, auch mit Humor ausgestattet, den nicht unbedingt jeder versteht, hat Steinroller eine Mission, die es bestmöglich zu beenden gilt. Dabei geht es keineswegs nur bierernst zur Sache, mit viel Wortwitz bestückt, wird der Hörer an die Geschichte gefesselt. Gleichzeitig wird durchweg, mal mehr mal weniger, Spannung aufgebaut, schließlich darf man den Todesfall nicht aus den Augen verlieren, auch wenn die Spurensuche sich manches Mal mühsamer als gedacht gestaltet. Dadurch wirken manche Passagen etwas langwierig, bei denen man sich durchaus ein paar wenige Kürzungen gewünscht hätte. Boris Aljinovic haucht dem Steinzeitkommissar und seiner Sippschaft Leben ein, indem er die Geschichte lebendig und authentisch erzählt. Die Darstellung ähnelt mehr einem Bühnenstück als einer einfachen Lesung, wodurch konkrete Bilder im Kopf des Hörers entstehen, die man mit ein wenig Fantasie noch weiter ausschmücken kann. Stellt sich die Frage, ob es weitere Fälle für Steinroller geben wird, die ihren Weg in die reale Welt antreten wollen?!
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