In einer eisigen Winternacht verschwinden zwei Jugendliche spurlos. Die örtliche Polizei tappt im Dunkeln, findet keinerlei Anhaltspunkte und mit der Zeit gerät der Fall in Vergessenheit. Doch dann, auf den Tag genau drei Jahre später, werden wieder zwei junge Menschen vermisst. Die Medien wittern eine Tragödie und in dem kleinen Dorf wächst die Nervosität. Als eine misshandelte Leiche gefunden wird, bricht Panik aus.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Wien
5/5
07.08.2022
Buch (Taschenbuch)
Absolute Leseempfehlung
Ich hätte das Buch in einem durchgelesen, wenn nicht die Müdigkeit stärker gewesen wäre. Ein absolut tolles Buch.
Lisa fährt in das kleine Dorf im Marchfeld - wo sie aufgewachsen ist - zurück, weil ihr Schwester verschwunden ist.
Sie fühlt sich dort aber nicht wohl und möchte so schnell es geht wieder zurück nach Hause nach Wien .
Auf der Suche nach ihrer Schwester wird eine Leiche gefunden.
Die Dorfbewohner verhalten sich alle ein wenig seltsam, auch Lisas Vater ist sehr still.
Als Lisa dann beschließt nach Wien zurück zu fahren, erhält sie einen Anruf der Polizei und die Ereignisse überschlagen sich.
Die Geschichte wird aus Lisas Sicht erzählt. Die Kapitel sind kurz gehalten.
Einmal angefangen kann man schwer aufhören zu lesen.
Absolute Leseempfehlung meinerseits.
Bewertung
5/5
21.02.2021
Buch (Taschenbuch)
Genialer Thriller
n einem Dorf verschwinden 2 Jugendliche an Faschingssamstag und der Fall wird nie aufgeklärt und gerät in Vergessenheit. Bis 3 Jahre später wieder am Faschingssamstag 2 junge Frauen verschwinden. Eine davon ist Maria, Lisas Schwester. Lisa hat vor einiger Zeit
Grundendorf den Rücken gekehrt und hatte nicht vor zurück zu kommen. Doch ihre verschwunden Schwester treibt sie zurück. Die Dorfbewohner verhalten sich ihr gegenüber aber abwertend und sind alles andere als freundlich. Können die 2 jungen Frauen lebend wiedergefunden werden?
Wow, was für ein Thriller. Von der ersten Seite an hatte der Autor es geschafft mich zu fesseln. Die düstere, unheimliche Stimmung im Dorf ist zu jeder Zeit spürbar und erhöht die Spannung noch zusätlich.
Die Geschichte erlebt der Leser aus der Sicht von Lisa. Eine junge Frau, die aus Grundendorf ausbrach um ein besseres Leben zu beginnen und eigentlich nie wieder zurück wollte. Sie ist mir sehr sympathisch und ihre Handlungen und Gefühle sind für mich verständlich und nachvollziehbar. Das Buch lebt aber auch besonders, durch die Charaktere, die das Dorf bietet. Patrick, Polizist und Ex-Freund von Lisa ist mir sehr sympathisch, der einzige im ganzen Buch neben Lisa. Alle anderen Charaktere sind sehr speziell, aber super gut dargestellt und verleihen dem Buch Farbe und das gewisse Etwas.
Die Spannung! Von der ersten bis zur letzen Seite, daueranwesend. Aber das überwältigendste war für mich der Schluss des Buches: die Aufklärung, sowie das persönliche Schicksal von Lisa. Einfach genial und es hätte meine Meinung nach nicht besser geschrieben werden können.
Mein Fazit:
Danke, Roman Klementovic für dieses Buch! Ein absolutes Lesemuss für alle Thrillerfans!
Diana E
aus Moers
5/5
21.02.2021
Buch (Taschenbuch)
Roman Klementovic Immerstill
Roman Klementovic Immerstill
In der Faschingsnacht verschwinden zwei Jugendliche. Viele glauben, Markus und Linda seien durchgebrannt.
Drei Jahre später verschwinden wieder zwei Jugendliche, wieder in der Faschingsnacht. Diesmal handelt es sich um Lisas kleine Schwester Maria und ihre beste Freundin Nathalie.
Gibt es einen Serientäter in der verschlafenen Idylle Grundendorf?
Lisa, die nicht mehr viel Kontakt zu ihrer Familie hatte seit sie nach Wien gezogen ist, versucht selbst ihre Schwester zu finden.
Nur kurze Zeit später wird eine Leiche gefunden, grausam geschändet.
Doch wo ist die Verbindung zu Markus und Linda? Gibt es überhaupt eine? Und warum verhalten sich sämtliche Bewohner von Grundendorf so merkwürdig?
Der Roman ist flüssig, bedrückend, spannend, düster, temporeich und fesselnd geschrieben und hat mich von Anfang an gefangen genommen.
Die Handlung ist spannend und beklemmend. Ich konnte mich sofort gut in die Geschichte einlesen und hatte das Gefühl direkt im Geschehen zu stehen.
Der Spannungsbogen wurde im gesamten Buch aufrecht erhalten, eine temporeiche Erzählung führte dazu, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte.
Ich konnte mich sehr gut in die Gefühlswelt von Lisa rein versetzen, die mir sofort sympathisch,etwas distanziert und anfänglich temperamentvoll erschien.
Lisa ist aus Grundendorf nach dem Tod ihrer Mutter nach Wien gezogen. Das Leben war nicht leicht, aber eine eigene Galerie gab ihr kurzzeitig eine Perspektive. Als sie ihren Freund Tom kennen lernte, wähnte sie sich im Himmel der Liebe.
Als ihre Schwester Maria dann verschwindet, wird Lisa aus der Bahn geworfen.
Lisas Vater ist sehr distanziert und redet wenig. Lisa hat durch ihn keinen Halt.
Lisas Tante Hannelore redet dafür umso mehr, ist eher distanzlos und braucht ab und zu ein Schnapserl um sich aufzuwärmen.
Patrick ist jetzt bei der Polizei, er ist Lisas Ex-Freund, ein sehr sympathischer Charakter, den ich sofort in mein Herz geschlossen habe.
Auch die weiteren Charaktere waren mir je nach Rollenverteilung sympathisch/ unsympathisch, gut ausgearbeitet und haben die Geschichte gut abgerundet.
Alle Charaktere sind detailreich beschrieben, glaubhaft dargestellt und es machte mir beim Lesen Freude, mit ihnen Zeit in ihrer Welt zu verbringen.
Die Örtlichkeiten und das Geschehen rundherum sind gut beschrieben, was mich noch besser in die Geschichte hinein finden ließ.
Die Handlung war abwechslungsreich, spannend, emotional und überraschend.
Dieses Buch war mitreißend.
Der Roman ist aus der Sicht von Lisa geschrieben.
Der Autor, Roman Klementovic, verbindet am Ende des Buches alle Handlungsstränge und lässt keine weiteren Fragen offen.
Immerstill ist bereits das zweite Buch von Roman Klementovic, sein Debüt hatte er mit Verspielt. Beide Romane sind in sich abgeschlossen und haben nichts miteinander zu tun. Wer Verspielt noch nicht kennt, sollte das unbedingt nachholen.
Ich persönlich fand Verspielt eine Winzigkeit spannender und packender. Ich freue mich riesig auf das nächste Buch des Autors, der es einfach schafft, seine Leser zu fesseln und die Story spannend und überraschend mit vielen Wendungen zu beeindrucken.
Auch eine Verfilmung seiner Bücher kann ich mir sehr gut vorstellen.
Das Cover ist ein Blickfang, wie eine unscharfe Fotografie im Hintergrund, scheint die rote Blutspur allgegenwärtig. Das Mädchen scheint geisterhaft, durch die verwischte Perspektive. Sehr interessant.
Im Buchladen hätte ich das Buch sofort zur Kasse geschleppt, da mir bereits "Verspielt" sehr gut gefallen hat.
Leichte Parallelen sind hier im Cover auch zu dem Vorgänger zu erkennen.
Fazit: Super Geschichte. Spannend. Menschliche Abgründe. Clever. Packend. Genial.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 Sterne.
Mundolibris
aus Frankfurt am Main
5/5
21.02.2021
Buch (Taschenbuch)
Klasse!
Wir haben Roman Klementovic auf der Buchmesse 2015 in Frankfurt kennen gelernt. Damals erzählte er ein wenig über seinen Erstling und wir waren schon ein wenig neugierig. Als jetzt sein zweiter Roman erschienen ist war klar, dass wir den nun auch gerne vorstellen wollen.
Vorweg eines, Roman Klementovic hat das Gespür wie Spannung zu erzeugen ist.
Ihm gelang es und schon auf den ersten Seiten abzuholen und zu fesseln. Dank der geschickten Wendungen ist es ihm auch gelungen, dass wir nicht vor dem doch sehr überraschenden Finale, auf den oder die Täter gekommen sind. Das ist große Klasse, so muss ein moderner Thriller geschrieben sein.
Die Dialoge, die große Stärke des Buches sind durchweg alle glaubhaft und sehr interessant gehalten.
Figuren und Schauplätze sind sehr bildhaft beschrieben und es kommt so dem Leser vor als wäre er mit vor Ort und würde mit ermitteln.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und er hat uns mit jeder Seite neugieriger darauf gemacht wie es denn weitergeht.
Schon mit dem ersten Kapitel beginnend kam eine sachte Spannung auf die sich letztlich bis zum großartigen Finale hin Step by Step steigerte.
Es ist Roman Klementovic auch gelungen mein Kopfkino zum Rattern zu bringen und so fühlte es sich an, als wenn ich einen spannenden Kinofilm sähe.
Das Buch ist für jeden der gerne einen guten Thriller liest ein absolutes Muss und ich kann das Buch mit gutem Gewissen empfehlen.
So kommen wir auf 5 von 5 Sternen, die volle Punktzahl.
Gertie G.
aus Wien
5/5
10.02.2016
Buch (Taschenbuch)
Ein grandioser Thriller in der Tristesse eines Dorfes an der March
Der Autor entführt die Leser in ein kleines düsteres Dorf im niederösterreichisch/slowakischen Grenzland. Auch wenn der Name Grundendorf erfunden ist, sind Ähnlichkeiten mit echten Dörfern unübersehbar. Die Menschen sind desillusioniert. Es wohnen hauptsächlich Alte und/oder Verschrobene dort. Jeder, der eine Möglichkeit sieht, aus dieser Tristesse zu entfliehen, wagt den Sprung ins Ungewisse.
Lisa hat dies gewagt, kommt aber in ihr Heimatdorf zurück, weil ihre Schwester Maria verschwunden ist. Fast auf den Tag genau wie vor Jahren zwei ihrer Schulkollegen, Linda und Markus.
Als dann die nackte, geschändete Leiche einer weiteren Schulkollegin, Natalie, gefunden wird, werden die Behörden (endlich?) wieder aktiv.
Obwohl in diesem Dorf jeder über jeden Bescheid weiß, gelingt es einigen doch ihre Geheimnisse zu wahren.
Die Zeit läuft den Ermittler davon. Trotzdem scheint die Langsamkeit Programm zu sein. Keine hektischen Suchaktionen, keine SOKOs irgendwie gespenstisch.
Man erfährt zwar einiges über so manche Dorfbewohner, aber längst nicht alles.
Doch plötzlich taucht Maria verstört wieder auf. Der Eindruck, dass alles inszeniert ist, drängt sich förmlich auf. Nur von wem und warum?
Rätsel über Rätsel lassen die Leser bis um Ende im Dunkeln tappen.
Die Auflösung ist unerwartet, jedoch gekonnt in Szene gesetzt.
Erzählstil/Spannung:
Teile des Thrillers sind in der Ich-Form, aus Lisas Sicht, geschrieben. Damit lässt uns der Autor direkt an den Gedanken und Gefühlen seiner Hauptperson teilhaben.
Kurze, knappe Kapitel, manchmal wahre Satzungetüme wechseln sich in schöner Regelmäßigkeit ab.
Die Spannung ist Atem raubend. Bis zum Schluss ist nicht ganz klar, wer hinter den Entführungen und den Toten steckt.
Die Langsamkeit des Dorflebens und der Ermittlungen ähnelt ein wenig den Polt-Krimis von Alfred Komarek. Der hat ja die Langsamkeit zum Kult erhoben.
Das fehlende Tempo mindert die Spannung nicht. Für deren Aufrechterhaltung sorgen schon die größeren und kleineren Cliff-Hanger.
Charaktere:
Lisa ist eine der wenigen, die aus Grundendorf weggezogen sind. Viel Glück und Erfolg hat es ihr aber nicht gebracht. Sie wirkt noch recht unerfahren und manchmal auch naiv.
Maria erscheint manipulativ, unaufrichtig und nimmt das Gesetz in die eigenen Hände mit fatalen Folgen.
Beider Vater: ein schwacher und gleichzeitig ein stark gestörter Mensch-
Anna habe ich einige Zeit als Täterin im Visier gehabt, eine Stalkerin, die dringend psychologischer Hilfe Bedarf.
Eine Reihe von schrulligen Typen bevölkert Grundendorf, z.B. die versoffene Tante Hannelore, Frau Graf, die wie Kassandra zu das Dorf läuft und jedem erzählt, dass Lisa nicht hierher passt.
Fazit:
In seinem erst zweiten Buch zieht Roman Klementovic alle Register der Schreibkunst. Ein MUSS für alle Thriller-Fans und solch, die es noch werden wollen.
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