Laienastrologie im nachreformatorischen Island Studien zu Gelehrsamkeit und Aberglauben
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
09.10.2015
Verlag
Utzverlag GmbHSeitenzahl
646 (Printausgabe)
Dateigröße
26363 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783831671694
Aufgrund einer in Europa einzigartigen Lage ist für Island eine klare Abgrenzung zwischen den beiden Bereichen nicht möglich. Die Abwesenheit von Schulen und Hochschulen verhinderte nicht, dass unter der Bevölkerung die Lese- und Schreibfähigkeit weit verbreitet war. Daraus resultieren zahlreiche Papierhandschriften, die ab der Reformation und bis zur Schwelle der Moderne aufgezeichnet wurden. Diese sind bisher kaum in den Fokus der Forschung geraten, weil sie inhaltlich nicht anspruchsvoll genug und ästhetisch nicht besonders ansprechend sind. Doch spiegeln sie die Gesellschaft wider, in der sie entstanden, und sind deshalb einer näheren Betrachtung wert: Abgesehen von einem eingeschränkten Kreis von Gelehrten, der im Dialog und oft in kritischer Auseinandersetzung mit den europäischen ,Kollegen' stand, ist der Großteil der Manuskripte von Laien geschaffen worden und bezeugt, was diese interessierte, wovor sie sich fürchteten und woran sie Vergnügen hatten.
Die vorliegende Studie zeigt einen wichtigen Bereich der ,volkstümlichen' Textproduktion, nämlich den Teil der Prognostik, der eng mit der Himmelskunde verknüpft ist. Sie dient dazu, exemplarisch das Ungleichgewicht zwischen hochentwickelter Schreibfähigkeit und rückständigem Kenntnisstand zu veranschaulichen, das allgemein diese Art von Schriftlichkeit kennzeichnet.
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