In seiner erfrischenden und immer aufs neue überraschenden Präsenz ist der Fluß dieser Gedichte zu einer der wenigen zuverlässig durchgängigen Determinanten der deutschsprachigen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg geworden.
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MaWiOr
aus Halle
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18.04.2017
Buch (Taschenbuch)
Die vorliegende Auswahl…
Die vorliegende Auswahl erschien 1990 in der Bibliothek Suhrkamp zum 75. Geburtstag von Karl Krolow (1915-1999). Also durchaus Zeit für eine Neuauflage - gehört doch Krolow zu den wichtigsten Lyrikern der Nachkriegszeit. Seine Gedichte zählten „zum sicheren Bestand der deutschen Lyrik“. Die Auswahl, die der Autor noch selbst getroffen hat, umfasst dabei Gedichte aus fünf Gedichten aus dem Zeitraum von 1948 bis 1988 und gibt somit einen durchaus umfassenden Einblick in sein lyrisches Schaffen. Krolows Lyrik ist nicht abgehoben, es sind alltägliche Gedichte, was schon in vielen Über-schriften zum Ausdruck kommt: „Schultag“, „Pappellaub“, „Da kommt die Müllabfuhr“ oder „Richtiger Herbst“. Ob spielende Kinder, Grabinschriften, Äpfel im Pastorengarten oder ein herabgestürzter Ast … es sind häufig Betrachtungen des Alltags oder der Natur. Dabei findet man in dem schmalen Band unterschiedliche lyrische Sprachen, von der Naturlyrik bis zum surrealistischen Gedicht. Egal, welche Gedichtform Krolow wählte, seine Gedichte zeichnen sich durch Lebendigkeit, Leichtigkeit und Verständlichkeit aus. Krolows Texte sind meist kurz - kaum länger als eine Seite. Es sind Momentaufnahmen, die aber zum Nachdenken anregen. Man kann die Lyrik-Auswahl auf jeder Seite aufschlagen und stets mit Gewinn
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