Nach dem Unfall sind Zeit und Welt aus den Fugen. 263 Tage liegt Felix Winter im Koma, exakt die Anzahl jener Tage, die seine Mutter vor elf Jahren mit ihm schwanger war. Dann erleben die Menschen um ihn herum ein Wunder: An einem prächtigen Sommertag kehrt er zurück ins Leben. Und nennt sich von nun an anders, nämlich Anders. Er hat keinerlei Erinnerung mehr an die Zeit vor dem Unfall oder an den Unfall selbst … und es gibt jemanden, der alles dafür tun wird, dass das so bleibt. Die preisgekrönte Hörspielumsetzung einer etwas anderen Geschichte– einnehmend und atmosphärisch dicht erzählt von hochkarätigen Sprechern wie Udo Wachtveitl, Friederike Kempter und Walter Renneisen.
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Wenn plötzlich alles ANDERS…
CK aus Raum Stuttgart am 05.09.2025
Bewertungsnummer: 2957954
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Wenn plötzlich alles ANDERS ist: Tiefgründiger, außergewöhnlicher (Jugend-)Roman Andreas Steinhöfel kennt man vor allem durch seine beliebte „Rico und Oskar“-Reihe - dieser (schon etwas ältere und leider erst jetzt von mir entdeckte) Roman hier ist aber definitiv ANDERS! Nach einem tragischen Unfall liebt Felix im Koma, und zwar genau 263 Tage - das ist exakt die Anzahl jener Tage, die seine Mutter vor elf Jahren mit ihm schwanger war. Niemand hatte mehr daran geglaubt, doch das Wunder geschieht und Felix wacht wieder auf. Doch er möchte nun nicht mehr Felix genannt werden, er gibt sich den Namen Anders. "'Warum hast du dich umbenannt?' Der Winterjunge zuckte die Achseln. 'Weil ich mich nicht mehr wie ein Felix fühle ' 'Und wie fühlt sich ein Felix?' 'Eingesperrt.'" An die Zeit vor dem Unfall oder den Unfall selbst hat der Junge keine Erinnerung mehr - und es gibt jemanden, der unbedingt möchte, dass das auch so bleibt ... Nicht nur sein Name, auch sein Verhalten ist anders als vor dem Unfall. Dies stellt auch seine Eltern und deren Ehe auf eine harte Probe. Besonders seine zielstrebige Mutter, die Felix/Anders‘ Zukunft schon fest „geplant“ hatte, kann damit überhaupt nicht umgehen. Auch seine Mitschüler*innen können mit seinem neuen, merkwürdigen Verhalten nicht umgehen. Er macht ihnen Angst mit seinen Worten und seinem Verhalten. "Ihn umgibt eine eigene Aura: Er strahlt die Ruhe aus, wie sie unmittelbar vor dem Einschlafen in dir aufkommt, wenn du in den ersten Traum der kommenden Nacht gleitest, er verströmt Trost, wenn Dein Innerstes von etwas erschüttert ist, wenn Angst dich quält oder Unrast dich erfüllt; wo deine Welt verrückt, reicht seine bloße Anwesenheit aus, sie wieder in ein Gleichgewicht zu bringen, und wo sie zerbricht, entgratet sein Lachen die schmerzhaft scharfen Kanten ihrer Bruchstellen." Gegen Ende hin gibt es noch einige unerwartete Wendungen, auf die ich hier nicht eingehen möchte, um nicht zu spoilern. Erst am Ende offenbart sich die ganze Geschichte. Der Schreibstil ist anspruchsvoll und die Thematik eher ernsthaft. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, je nach Blickwinkel wechselt der Schreibstil. Das ist sehr gelungen und authentisch. Die Charaktere hat Andreas Steinhöfel sehr gut getroffen, sehr authentisch und liebevoll dargestellt. Ich würde das Buch aufgrund seiner Komplexität nicht für zu junge Kinder empfehlen würde, vielleicht so ab 13 Jahren, aber definitiv auch für Erwachsene. „Anders“ ist ein wirklich ungewöhnliches Buch, ergreifend und erschütternd, fesselnd und bewegend, poetisch und mystisch, wirklich etwas ganz Besonderes. Es steckt viel Symbolik in der Geschichte; ob all das von zu jungen Leser*innen schon begriffen werden kann, weiß ich nicht; aber ich mag es, wenn Jugendbücher anspruchsvoll sind. Ich als Erwachsene hatte so einen Roman nicht erwartet, wow - ein wirklich besonderes Leseerlebnis!
Wenn plötzlich alles ANDERS ist: Tiefgründiger, außergewöhnlicher (Jugend-)Roman
Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 05.09.2025
Bewertungsnummer: 2587156
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Andreas Steinhöfel kennt man vor allem durch seine beliebte „Rico und Oskar“-Reihe - dieser (schon etwas ältere und leider erst jetzt von mir entdeckte) Roman hier ist aber definitiv ANDERS!
Nach einem tragischen Unfall liebt Felix im Koma, und zwar genau 263 Tage - das ist exakt die Anzahl jener Tage, die seine Mutter vor elf Jahren mit ihm schwanger war. Niemand hatte mehr daran geglaubt, doch das Wunder geschieht und Felix wacht wieder auf. Doch er möchte nun nicht mehr Felix genannt werden, er gibt sich den Namen Anders.
"‘Warum hast du dich umbenannt?’
Der Winterjunge zuckte die Achseln. ‘Weil ich mich nicht mehr wie ein Felix fühle ’
‘Und wie fühlt sich ein Felix?’
‘Eingesperrt.’"
An die Zeit vor dem Unfall oder den Unfall selbst hat der Junge keine Erinnerung mehr - und es gibt jemanden, der unbedingt möchte, dass das auch so bleibt …
Nicht nur sein Name, auch sein Verhalten ist anders als vor dem Unfall. Dies stellt auch seine Eltern und deren Ehe auf eine harte Probe. Besonders seine zielstrebige Mutter, die Felix/Anders‘ Zukunft schon fest „geplant“ hatte, kann damit überhaupt nicht umgehen.
Auch seine Mitschüler*innen können mit seinem neuen, merkwürdigen Verhalten nicht umgehen. Er macht ihnen Angst mit seinen Worten und seinem Verhalten.
“Ihn umgibt eine eigene Aura: Er strahlt die Ruhe aus, wie sie unmittelbar vor dem Einschlafen in dir aufkommt, wenn du in den ersten Traum der kommenden Nacht gleitest, er verströmt Trost, wenn Dein Innerstes von etwas erschüttert ist, wenn Angst dich quält oder Unrast dich erfüllt; wo deine Welt verrückt, reicht seine bloße Anwesenheit aus, sie wieder in ein Gleichgewicht zu bringen, und wo sie zerbricht, entgratet sein Lachen die schmerzhaft scharfen Kanten ihrer Bruchstellen.”
Gegen Ende hin gibt es noch einige unerwartete Wendungen, auf die ich hier nicht eingehen möchte, um nicht zu spoilern. Erst am Ende offenbart sich die ganze Geschichte.
Der Schreibstil ist anspruchsvoll und die Thematik eher ernsthaft. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, je nach Blickwinkel wechselt der Schreibstil. Das ist sehr gelungen und authentisch. Die Charaktere hat Andreas Steinhöfel sehr gut getroffen, sehr authentisch und liebevoll dargestellt.
Ich würde das Buch aufgrund seiner Komplexität nicht für zu junge Kinder empfehlen würde, vielleicht so ab 13 Jahren, aber definitiv auch für Erwachsene.
„Anders“ ist ein wirklich ungewöhnliches Buch, ergreifend und erschütternd, fesselnd und bewegend, poetisch und mystisch, wirklich etwas ganz Besonderes. Es steckt viel Symbolik in der Geschichte; ob all das von zu jungen Leser*innen schon begriffen werden kann, weiß ich nicht; aber ich mag es, wenn Jugendbücher anspruchsvoll sind.
Ich als Erwachsene hatte so einen Roman nicht erwartet, wow - ein wirklich besonderes Leseerlebnis!
Meinung aus der Buchhandlung
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Wer mich kennt, weiß bereits, dass ich Andreas Steinhöfel liebe. Das hat viele Gründe, aber vor allem zwei: Seine Fähigkeit Charaktere zu schreiben und sein deskriptiver Schreibstil. Und beide dieser Qualitäten werden in "Anders" besonders exzellent zur Schau gestellt. Die Geschichte in diesem Jugendroman, der eine Mischung aus Coming-Of-Age und Mystery ist, dreht sich um Felix Winter, der nach einem tragischen Unfall und 263 Tagen im Koma ins Leben zurückkehrt. Jedoch ist er... anders. Viele Themen werden hierbei aufgegriffen. Allem voran natürlich das Anderssein, aber auch Kindsein und Erwachsenwerden, gesellschaftliche Stigmatisierung, verschiedene Formen zwischenmenschlicher Beziehungen, sowie Schuld und Sühne. All dies wird vor allem vermittelt durch die verschiedenen Charaktere und ihre Beziehung zueinander und zu der Welt. Dabei wirkt jeder Charakter weniger wie eine Figur aus einem Roman und mehr wie ein Mensch, der mit uns in dieser Welt lebt. Selbst Nebencharaktere werden ohne viele Worte oder Exposition glaubwürdig und natürlich charakterisiert. Da auch die Erzählperspektive immer wieder wechselt, wird dadurch auch die verschiedene Weise, mit der die Charaktere die Welt sehen, gezeigt und man versteht sie noch besser. Auch der Schreibstil zeichnet nicht nur ein fantastisches Bild der Welt, sondern gibt besonders Leuten, wie mir, die in einer eher ländlichen Region aufgewachsen sind, das Gefühl, dass die Wälder, Flüsse und Wiesen, die die ruhigen Wohnhäuser umgeben, vertraut sind. All das vereint mit der spannenden Geschichte ist nicht nur eine fantastische Leseerfahrung, sondern gibt auch nach dem Lesen noch viel Stoff zum Nachdenken.
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Wer ein außergewöhnliches Buch sucht, das auch sprachlich überzeugt, dem sei der neue Roman von Andreas Steinhöfel empfohlen. Der 11-jährige Felix wächst mit einer Mama auf, die alles im Griff hat, bis sie ihren Sohn über den Haufen fährt. Nach dem Unfall liegt Felix neun Monate im Koma. Als er daraus wieder erwacht, kann er sich an nichts mehr erinnern und ist ganz anders. Deshalb nennt er sich fortan "Anders". Er ist jetzt selbstbewusst, er scheint Dinge wahrzunehmen, die andere nicht sehen, sagt geradeheraus, was er denkt und lässt sich nicht mehr einschränken. Doch es gibt jemanden, der ist froh, dass Felix sich nicht mehr erinnert ... Ab 12 Jahren
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