Produktbild: Charlotte

Charlotte Roman

17

11,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.11.2016

Verlag

Penguin

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,5/11,6/2,2 cm

Gewicht

237 g

Farbe

Messing

Übersetzt von

Christian Kolb

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-10022-5

Beschreibung

Rezension

»Der Autor hat eine fabelhafte ... Methode gefunden, dieses dramatische Leben zu erzählen ... klar, gerade, erschütternd schön.« ("Elke Heidenreich in WDR 4")
»Aus diesen Puzzleteilen entsteht ein Roman, immer erzählt entlang der historischen Wirklichkeit, aber mit genug künstlerischer Fantasie, um daraus ein ungemein beeindruckendes Buch zu machen.« ("Christine Westermann, WDR Sdg. frauTV, 24.09.15")
»Ein sehr lesenswertes, eindrückliches Buch – auch für Jugendliche.« ("Renate Schulze, Bücher magazin")
»Das Besondere an ›Charlotte‹ ist, dass Foenkinos die Ängste, Wünsche und Sehnsüchte seiner Figur so eindringlich nachzeichnet, als habe sie ihm das alles selbst erzählt.« ("Brigitte Woman")
»Sein Buch ist unglaublich dezent und empathisch auf hohem Niveau, karg geradezu, nie larmoyant.« ("DIE RHEINPFALZ - Ludwigshafener Rundschau, 22.08.2015")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.11.2016

Verlag

Penguin

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,5/11,6/2,2 cm

Gewicht

237 g

Farbe

Messing

Übersetzt von

Christian Kolb

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-10022-5

Herstelleradresse

Penguin TB Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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  • gst

    aus Pirna

    5/5

    11.04.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Auf den Spuren der deutschen Malerin Charlotte Foenkinos

    Ich liebe Biografien. Doch dies ist keine Biografie. Dies ist ein biografischer Roman. Über das Leben einer deutschen Malerin. Sie war mir bisher unbekannt. Das Buch hat mich mitgenommen in Charlotte Salomons Leben. Sie wurde am 16. April 1917 geboren. Viele Schicksalsschläge erschwerten ihr das Leben. Mit 26 Jahren wurde sie schwanger ermordet. Was Autor David Foenkinos geschrieben hat, hat mich umgehauen. Es gäbe Zitate ohne Ende. Doch ich weiß nicht, wo ich anfangen sollte. Das muss jeder Interessent selbst erleben. Es beginnt schon mit dem Layout. Jeder Satz benötigt eine Zeile. Nicht mehr und nicht weniger. Und jede Aussage sitzt! Jede Zeile zieht den Leser tiefer ins Buch. Dabei ist es kein Buch zum „Wegschlürfen“. Es ist so intensiv, dass Pausen durchaus sinnvoll sind. Um das Gelesene zu verdauen. Um das Buch nicht zu schnell zu beenden. Sondern sich am Text zu berauschen. Der Roman geht tief unter die Haut. Er trieb mir Tränen in die Augen. Er verursachte mir Gänsehaut. Er zog mich immer tiefer in das Leben dieser Ausnahmekünstlerin. Sie hat sich in mein Herz geschlichen. Ebenso wie in das Herz des Autors. Foenkinos stammt aus Frankreich, dem Land, wo sie zuletzt lebte. Er hat sich auf ihren Wegen umgesehen. Er kennt ihren Bilderzyklus „Das ist mein ganzes Leben“. Ebenso die Orte, an denen sie gelebt hat. Dieses Buch werde ich so schnell nicht vergessen. 1940 hat Charlotte ein Selbstporträt gemalt. Ein Ausschnitt prangt auf dem Cover. So wurde das Buch innen und außen ein Kunstwerk. Wenn es ginge, würde ich ihm gerne 10 Sterne geben. Ein Ehrenplatz in meinem Bücherregal ist ihm sicher. Ich wünsche dem bereits 2014 herausgekommenen Werk viele Leser! @gst

  • Rita Fischer

    aus Hamburg

    5/5

    26.08.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Foenkinos, David: Charlotte…

    Foenkinos, David: Charlotte Penguin-Verlag 2016, 237 Seiten Ein berührendes Buch. Ein Buch, das den Schalter der Erwartung umlegt, wenn die ersten Seiten verflogen sind. Will der Leser wie gewohnt möglichst schnell und tief in eine neue Geschichte eintauchen, wird er hier be-hindert, ihm wird Zeit abgefordert und des Lesers Ungeduld verliert Satz für Satz an Gewicht. Jeder Satz eine Zeile, 237 Seiten lang. Jede Zeile braucht nur wenige Wörter und mit jedem Wort will das Buch erobert werden. Dieser eher lyrische Weg des Erzählens entwickelt einen unglaublichen Sog, weil Füllwörter, die überflüssig geworden sind, fehlen. Das Wesentliche bekommt in seiner sprachlichen Schlichtheit Gewicht und das, was ungesagt bleibt, lässt Bildern Raum. Die Lebensgeschichte der Malerin Charlotte Salomon ist nicht mit anderen Biografien bekannter Künstler zu vergleichen. Der Autor hat sich in die Gemälde und Zeichnungen dieser unbekannten Künstlerin verliebt und es sich zur Aufgabe gemacht, die wenigen hinterlassenen Dokumente dieses jungen Lebens zu sichten und das Leben dahinter nachzuspüren. Er bringt sich mit seiner Suche und Begegnungen mit Zeitzeugen in den Roman ein, schafft Nähe zu Vergangenem und macht mit dieser Unmittelbarkeit betroffen. Die Jüdin Charlotte lebt mit ihrer Familie in Berlin, das sie vor 1940 verlässt, um in Südfrankreich dem Nazi- Schrecken zu entgehen. Sie ist eine begnadete Künstlerin, die so anders ist als andere junge Frauen ihres Alters, was zum Einen an einer gefährlichen Melancholie in ihrer Familie liegt, zum Anderen an ihrer eigenwilligen Begabung als Malerin. Das Familienschicksal der Salomons gleicht dem vieler jüdischer Familien und ist doch so anders. Da man um die Grausamkeiten der Nazi-Schergen weiß, scheint auch dieses Schicksal kein gutes Ende zu nehmen. Der Autor streut im Laufe des Romans entsprechende Hinweise, die den Leser hilflos zurücklassen. Aber das ist so gewollt. Die Vergangenheit ist gegenwärtig und beschönigt nichts. Tolles Buch!

  • Bewertung

    5/5

    09.05.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Wer ist Charlotte Salome?

    Mir war die Künstlerin nicht bekannt. Wir kennen Kandinsky Paula Moderson Becker, Marc Chagall usw. Die Künstler, deren Bilder als entartete Kunst vom Nazi Regime diffamiert und vernichtet wurden. Was wäre aus Charlotte geworden, wenn die Nazis sie nicht mit ihren 26 Jahren ermordet hätten? Bevor David Foenikos seine literarische Annäherung begann, ging er auf Spurensuche. Die Recherchen lässt der Autor offensichtlich in den Roman einfließen. Ihm gelingt auf besondere Weise Charlottes Spuren, die ihr kurzes Leben hinterlassen hat, sichtbar zu machen. Charlotte Salomes Werk und Leben erfährt durch diesen wunderbaren Roman endlich Aufmerksamkeit und Wertschätzung.

  • umgeBUCHt Blog

    aus Weeze

    5/5

    10.03.2017

    Buch (Taschenbuch)

    „Charlotte, mon obsession"

    „Der folgende Roman beruht auf dem Leben der deutschen Malerin Charlotte Salomon. Sie war sechsundzwanzig und schwanger, als sie ermordet wurde. Ihr autobiografisches Werk Leben? Oder Theater ist die Quelle, auf die ich mich hauptsächlich beziehe.“ Dies teilt der Autor mit, bevor er uns einem Roman überlässt, dessen Textgestaltung schon ungewöhnlich ist. Jeder, der meist kurzen Sätze beginnt in einer neuen Zeile, so dass es eher scheint, als habe man hier Lyrik statt eines Romans in Händen. Die fast schon abgehackt wirkende Erzählweise und die im Präsens erzählte Geschichte Charlottes lässt einen beim Lesen zunächst stocken, erzeugt aber nachfolgend immer mehr den Eindruck, als berichte der gelegentlich in der Ich-Form auftauchende Autor in aufgeregter Weise über die ihn stark bewegende Biografie dieser Künstlerin. „Konnte ich aus Charlottes Geschichte einen Roman machen? Welche Form sollte das Ganze annehmen? Ich schrieb, löschte, kapitulierte. Ich brachte keine zwei Zeilen zu Papier. Nach jedem Satz geriet ich ins Stocken. Es ging einfach nicht weiter. Das war körperlich beklemmend. Ich verspürte beständig das Verlangen, eine neue Zeile zu beginnen. Um durchatmen zu können. Irgendwann begriff ich, dass ich das Buch genau so schreiben musste.“ (S. 73/74) Und so fliegt man aufgrund des Erzählstils geradezu durch dieses Buch, in dem eindringlich das Leben Charlottes zu einem Roman geformt und gefühlvoll untermalt wird, dabei aber glücklicherweise nicht ins Rührseelige abdriftet. „Das ist mein ganzes Leben“ – mit diesen Worten übergibt Charlotte einem Vertrauten 1942 einen Koffer voller Bilder. Sie erzählen ihre viel zu kurze Geschichte: von der Kindheit im Berlin der 20 Jahre, dem frühen Tod der Mutter, dem Zugang zu Berlins Künstlerkreisen durch die neue Frau des Vaters, dem Studium an der Kunstakademie, dem Leben als Malerin. Und dann: Flucht vor den Nationalsozialisten nach Südfrankreich, Leben im Exil, aber auch Liebe und Hochzeit. Nur ihre Bilder überleben – und damit ihre Geschichte, die David Foenkinos anrührend erzählt. Charlotte ist das Porträt eines verheißungsvollen Lebens, das viel zu früh beendet wurde. „Charlotte, mon obsession. Ich habe an den Schauplätzen ihres Lebens gesucht. Im Traum, in der Wirklichkeit. Nach den Farben in ihren Bildern. Mir gefielen die verschiedenen Gesichter von Charlotte, denen ich begegnete. Es waren viele Gesichter. Am wichtigsten bleibt für mich jedoch ihr Werk, Leben? Oder Theater? In dem sie durch den Filter der Kunst auf ihr Leben schaut. Um ihre Sicht der Dinge zu verzerren.“ (S. 186) Und so blickt uns auf dem Buchcover ein Ausschnitt aus dem Selbstporträt Charlotte Salomons (Gouache, um 1940) an, das eine gewisse Traurigkeit ausstrahlt und mich ebenso in den Bann zu ziehen vermag, wie der Schreibstil und die Geschichte, die dieser Roman erzählt. Ich mochte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und kann es nur wärmstens empfehlen. „Charlotte“ von David Foenkinos ist für mich ein echtes Lesehighlight und wird in meinem Bücherregal einen Ehrenplatz bekommen.

  • Bewertung

    5/5

    07.03.2017

    Buch (Taschenbuch)

    "C'est toute ma vie."

    Charlotte Salomon kommt im Berlin der 20er-Jahre zur Welt und ihre Lebensgeschichte wird geprägt vom frühen Tod ihrer Mutter und vielen Selbstmorden innerhalb der Familie. Doch auch der Zugang zu Berliner Künstlerkreisen bestimmt schon früh ihren Werdegang, ihren späteren Besuch der Kunstakademie und ihr folgendes Leben als Malerin. Auf Grund ihrer jüdischen Herkunft muss sie Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus verlassen und sucht Zuflucht in Südfrankreich... David Foenkinos ist mit "Charlotte" ein wirklich überwältigendes Buch gelungen, in welchem er sich der Biografie der Künstlerin Charlotte Salomon annimmt. Anfangs irritiert seine Schreibweise etwas und hemmt den Lesefluss, denn es klingt stichwortartig, irgendwie abgehackt, doch sobald man sich auf wenigen Seiten eingelesen hat, fühlt man sich fortgetragen von seinen Worten und wird immer weiter in das tragische Leben der Künstlerin gezogen, mit den wenigen Höhen und den umso stärker vertretenen Tiefen. Ich mochte auch sehr seine Begründung für diese ganz besondere Form des Schreibens, denn jeder Satz ist auch gleich eine neue Zeile: "Ich brachte keine zwei Zeilen zu Papier. Nach jedem Satz geriet ich ins Stocken. Es ging einfach nicht weiter. Das war körperlich beklemmend. Ich verspürte beständig das Verlangen, eine neue Zeile zu beginnen. Um durchatmen zu können." (S. 73 - 74) Und durchatmen muss man wirklich des Öfteren in diesem Buch, denn dieses kurze Leben reißt einen mit seinen tragischen Momenten völlig mit. Man weiß auch, wie dieses Leben endet, denn schließlich ist einiges über die Künstlerin bekannt, doch man hofft bis zum Schluss inständig, dass es anders verläuft, als ihre wirkliche Biografie. Unfassbar mitreißend, erschreckend und erschütternd ist dieses Buch, aber man sollte es trotz der vielen tragischen Elemente im Leben von Charlotte wirklich lesen! Es ist wieder einmal ein dieser kleinen Perlen, die den Beruf des Buchhändlers und die Arbeit mit Büchern so interessant machen!

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