In einer kalten Winternacht wird Lasse Larsson zum Fundort einer Leiche gerufen. Ein Mann ist aus dem siebten Stock der Kurklinik gefallen. An Selbstmord mag der Kommissar nicht glauben, zumal die Gerichtsmedizin feststellt, dass der Tote zuvor vermutlich niedergeschlagen wurde. Larsson und sein Team nehmen die schwierigen Ermittlungen auf. Bald stellt sich heraus, dass der Tote ein notorischer Spieler und als Baudezernent in einen Bestechungsskandal verwickelt war. Verdächtige gibt es mehrere, die Frau des Toten, deren Geliebter, ein von ihm betrogener Investor und hintergangene Geschäftspartner. Doch was zunächst nach einem Provinzfall aussieht, der teils auf der Insel und teils am Bodensee angesiedelt ist, weitet sich immer mehr aus. Spuren führen zu einer Finanzdienstleistungsgesellschaft, die in großem Stil naturgeschütztes Land erwirbt und bebauen will, und auch in Kreise des organisierten Verbrechens. Mysteriös wird es, als klar wird, dass chinesische und vietnamesische Clans in den Fall involviert sind. Dann wird im Peenestrom die Leiche eines Asiaten gefunden. Usedom wird zum Zentrum internationaler Kriminalität, und für die Ermittler beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Genau im größten Trubel ist Larsson auch privat gefordert, seine neue, attraktive Kollegin verlangt von ihm eine klare Entscheidung.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
2/5
25.07.2023
eBook (ePUB)
Wo war der Lektor?
Ganz netter Plot, wenn auch nicht wirklich realistisch (was aber bei einer fiktiven Geschichte nicht zwingend notwendig ist).
Aber: Die Geschichte ließe sich auf die Hälfte straffen (was der Spannung förderlich wäre)
und insbesondere lästig: eine Vielzahl an Fehlern im Satzbau und in der Rechtschreibung (z.B. wird aus einem (USB) Stick ein Sticker). Wo war da der Lektor?
Grit Weber
aus Berlin
5/5
11.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Drachen des Todes
Ohne viel Umschweife kommt es zum Mord an Ferdinand Huebner. Kriminalhauptkommissar Lasse Larsson stellt sein Team zusammen,
das sichumgehend in die Ermittlungen stürzt. Da Huebner in Singen zu Hause war, reist Larsson natürlich auch an den Bodensee, um dort in Huebners Umfeld Informationen einzuholen.
Huebner war kommissarischer Baudezernat. Sein vom Vater geerbtes Autohaus führte er in den Ruin, denn er war auch spielsüchtig und in vielen Casinos bekannt. Es gibt eine Verbindung zu einer Finanzservice GmbH und auch zur chinesischen Mafia. Und seine Frau geht auch noch fremd. Wo genau ist nun der Mörder Huebners zu suchen? Spuren legt George Tenner viele. Welche führt ans Ziel?
Von Anfang an ist man an das Buch gefesselt. Da die Suche nach dem Mörder in mehrere Richtungen führt und die Person Huebner von allen Seiten beleuchtet wird, saugt man jedes akribisch ermittelte Ergebnis in sich auf. Doch das Puzzel hat viele Teile und fügt sich nur langsam, aber stetig zusammen. Somit ist ständig dafür gesorgt, daß sich die Spannungsspirale dreht und der Leser nicht mehr vom Buch lassen kann.
Alle ausgelegten Fäden laufen zum Ende des Buches zusammen. Die Auflösung des Falles ist verblüffend. Larsson und sein Team haben mal wieder sehr gute Arbeit geleistet, auch wenn sie letztendlich den aufgeklärten Fall ans BKA abgeben müssen.
Der in diesem Buch beschriebene Fall ist sehr spannend und fesselnd. Doch wer Tenner´s andere Bücher kennt, weiß, daß sie sehr vielschichtig sind. So wird Larsson während der Ermittlungen auch noch von seiner Berliner Vergangenheit eingeholt. Vater und Sohn Arasücü tauchen in Heringsdorf auf und auf Larsson wird geschossen. Einerseits sieht er somit dem Tod ins Auge, doch auf der anderen Seite verliebt er sich in eine Kollegin. Auch diese Geschichte verfolgt man als Leser mit und ist gespannt, wie sie sich entwickeln wird.
In diesem Roman werden aber auch viele weitere Themen angesprochen, die den Leser zum Nachdenken anregen. Es geht um die Chinesische Mafia, um Schutzgelderpressung, Menschen-, Drogen- und Zigarettenhandel. Es geht um Glücksspiel, Korruption im Amt, um Aktivitäten von Neonazis und vieles mehr. All diese Themen werden angesprochen, teilweise mit Ausschnitten aus Zeitungsartikeln belegt und gekonnt in den Roman mit eingebaut.
Nicht zuletzt sind auch die einzelnen Ortsbeschreibungen sehr gut gelungen. Egal, ob man sich nun auf Usedom, am Bodensee, in oder in der Nähe von Berlin befindet es sind alles Orte, die der Schriftsteller persönlich sehr gut kennt, was man beim Lesen auch bemerkt.
So vielschichtig und informationsreich dieser Krimi auch ist, man verliert nie den Faden und kann jedem einzelnen Handlungsstrang in diesem Buch folgen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und stets erfährt man etwas Neues, so daß man große Freude beim Lesen hat und regelrecht animiert ist, ständig weiterzulesen. Der Personenkreis bleibt überschaubar, man kann die einzelnen Verbindungen zwischen den Personen gut nachvollziehen. Schön fand ich, daß man Larsson und sein Team nun noch etwas besser kennengelernt hat.
Bewertung
5/5
11.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Fast Realität
Der zweite Fall von Lasse Larsson ist sehr real. Spannung und eine gute Ermittlung. Sehr lesenswert. Mehr möchte ich auch nicht verraten um dem Leser nicht die Spannung zu nehmen.
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