Das höfische Ideal in 'Tristan und Isolde'. Darstellung und Übertragung im Medium Film
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
26.07.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
27 (Printausgabe)
Dateigröße
490 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656984818
Heute wird die Geschichte von Tristan und Isolde gerne neben Romeo und Julia als Sinnbild einer wahren Liebe betrachtet, doch ist dies nicht eine moderne Zuschreibung, die nichts mit der Vorlage aus dem 12. Jahrhundert zu tun hat? Diese Anschauung ist jedoch nicht neu. Ehebruch und gesellschaftlicher Druck bleiben ausgeblendet sowie rechtliche Folgen ihrer Liebe.
Es stellt sich also die Frage nach der mittelalterlichen Gesellschaftsordnung oder genauer nach der höfischen Gesellschaftsordnung. War Tristan und Isolde das Ideal der mittelalterlich höfischen Liebe oder ist diese Interpretation neuerer Herkunft? Nachdem eine allgemeine Deutung zur Tristan-Version von Gottfried von Strassburg im Forschungsstand vorgestellt wurde, könnte eine genauere Betrachtung der höfischen Gesellschaft etwas mehr Einblick zu dieser Fragestellung gewähren.
Deshalb werden die neuesten Tristan-Verfilmungen Grundlage dieser Untersuchung. Sie sollen im Quervergleich aufzeigen, welche Elemente nach heutigen Massstäben als wichtig anzusehen sind und einen Vergleich zur höfischen Vorlage zulassen. Die letzten Kapitel widmen sich der Umsetzung der Buchvorlage im Film sowie speziell dem Minnetrank und dem Ende. Dieser nicht von Gottfried verfasste Part der Geschichte wird jedoch bereits im Prolog angedeutet, weshalb die gesamte Geschichte einem prädestinierten Ende entgegengeht. Dies und der Minnetrank als fremdes Element werden genauer betrachtet, um auch hier szenisch nachvollziehen zu können, was für Änderungen vorgenommen wurden, weshalb und ob dies aus moderner Notwendigkeit geschehen musste.
Die Filme haben durch ihre bescheidenen Erfolge gezeigt, dass sie nicht dem Geschmack der Massen entsprechen. Aber ob dies an der Inszenierung oder der fremden Geschichte liegt, gilt es zu hinterfragen. Somit soll sich zeigen, ob Tristan und Isolde eine mittelalterliche Geschichte bleiben muss, die zur Uninszenierbarkeit verurteilt wurde.
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