Der Kapitalismus und seine soziale Ungleichheit Ein Lehrbuch der politischen Ökonomie
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
02.02.2015
Verlag
Andersseitig.deSeitenzahl
1011 (Printausgabe)
Dateigröße
6239 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783955017071
So vertreten die meisten Volkswirte und einige Historiker die Meinung, dass die freie Marktwirtschaft nach heutigem Muster erstmals von Adam Smith in seinem Buch "Wohlstand der Nationen" geschildert wurde und sich in der Zeit der industriellen Revolution herausbildete.
Das Buch wirft diese konventionelle Sichtweise über Bord und lädt ein zu einer Weltreise durch eine Geschichte voller Überraschungen. Die Recherchen führen bis über den Atlantik zu den Goldminen der Neuen Welt. Hier liegen die tatsächlichen Ursprünge unseres heutigen Wirtschaftssystems: Die Entdeckung Amerikas brachte eine tief greifende globale Veränderung und grundlegende Verwerfungen des sozialen Gefüges mit sich.
Woher kommt der Kapitalismus? Ist er durch eine natürliche gesellschaftliche Entwicklung entstanden? Die Recherche entlarvt neue Ikonen und stürzt schonungslos alte. In neun Kapiteln wird das gängige Bild von der Wirtschaft auf den Kopf gestellt.
Thema ist weniger die aktuelle Wirtschaftspolitik. Stattdessen geht es um Geschichte und Theorien - ein umfassender Ansatz. Das Buch lässt auf eine Art kritischen Grundkurs schließen und stellt am Schluss die Frage, ob der Kapitalismus sozial und überlebensfähig ist.
Leseprobe
In der politischen Praxis gibt es kein Verfahren, das das Denkmodell des Urzustandes abbildet. Als beste Annäherung betrachtet Rawls die Mehrheitsregel. Dies allerdings nur, wenn die Bedingungen der "Rahmen-Gerechtigkeit" erfüllt sind, wenn also der vorrangige Grundsatz der Freiheiten in genügendem Umfang sichergestellt ist. Rawls plädierte des Weiteren dafür, vor einer Mehrheitsentscheidung bei der Gesetzgebung Verfahren zu entwickeln, die eine vernünftige Diskussion in genügendem Umfang zulassen, weil er in einer solchen Diskussion eine möglichst große Annäherung an einen idealen Zustand sah. "Bei der Festlegung des Kriteriums der gerechten Gesetzgebung möchten wir das überlegte gemeinschaftliche Urteil zur Geltung kommen lassen, das gewonnen wird, wenn jeder unter idealen Bedingungen sein Bestes tut, die richtigen Grundsätze anzuwenden." Aus dieser Sicht ergibt sich für Rawls Theorie der Gerechtigkeit mindestens eine Verträglichkeit mit der Diskurstheorie des Rechts.
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