Produktbild: Mesopotamien

Mesopotamien Roman

1

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.07.2017

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

362

Maße (L/B/H)

18,8/11,8/2,7 cm

Gewicht

340 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Mesopotamija

Übersetzt von

Sabine Stöhr + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46778-7

Beschreibung

Rezension

»Der Autor zoomt uns ganz nahe an die Dinge heran, um handkehrum ein betörendes, mitunter verstörendes Panoramabild zu liefern.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Zhadan … schreibt in einer poetischen Sprache voller Kraft und Klang, die davon profitiert, dass er nicht nur Erzähler und Dichter, sondern auch Musiker ist.« ("DIE ZEIT")
» … Vor allem hat er ein so wehmütiges, gut gelauntes und kämpferisches Buch geschrieben, wie es lange keins mehr gab. Ein lebendiges Denkmal für die ideale Stadt Charkiw, die bedrohte Stadt das bedrohte Land. Dabei ist er nicht einen Moment kitschig oder folkloristisch, dafür sind seine Figuren viel zu besoffen, naiv, selbstverliebt und mitunter auch brutal.« ("DER SPIEGEL")
»Serhij Zhadans Mesopotamien ist ein Roman aus dem Geist der Musik: rhythmisch, pulsierend und voller Kraft.« ("Stuttgarter Zeitung")
»Temporeich, witzig, sarkastisch.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Mit wunderbar leichtem und dem Leben so sympathisch zugewandten Wurf hat Serhij Zhadan dem Romanatlas eine neue Hauptstadt hinzugefügt: Charkiw in Mesopotamien . Wohnort von lauter Typen, die man nach dieser Lektüre

augenzwinkernd ins Herz geschlossen hat.« ("WDR")
»Mit Mesopotamien hat Zhadan seinen bisher poetischsten Roman geschrieben. So poetisch, dass der Leser kaum merkt, dass der Roman im Schlussteil zum Gedicht wird – zum lyrischen Kommentar des Textes selbst. ... Ein wunderbares Lesevergnügen!« ("NDR Kultur")
»... auch bei Zhadans Prosa ist nicht zu verkennen, dass hier ein sprachmächtiger Poet am Werk ist.« ("Nürnberger Nachrichten")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.07.2017

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

362

Maße (L/B/H)

18,8/11,8/2,7 cm

Gewicht

340 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Mesopotamija

Übersetzt von

  • Sabine Stöhr
  • Juri Durkot
  • Claudia Dathe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46778-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Poetisches Porträt einer ukrainischen Großstadt

Bewertung aus Bergisch Gladbach am 19.01.2021

Bewertungsnummer: 903077

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Durch positive Besprechungen wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. In seiner Heimat Ukraine ist Serhij Zhadan sehr populär und wer dieses Werk liest versteht warum. Der Verlag bezeichnet das Buch korrekterweise nicht als Roman, weil es keine stringente Handlung hat. Die ersten 300 Seiten bestehen aus neun Erzählungen, die locker miteinander verknüpft sind. Darin werden Menschen aus allen sozialen Schichten porträtiert, die alle eins gemeinsam haben: Sie leben in Charkiw, einer der größten Städte in der Ukraine, die an zwei Flüssen liegt, deshalb der sinnbildliche Titel Mesopotamien. Es ist die postsowjetische Gesellschaft, in der diese Menschen leben und überleben, denn das Leben ist geprägt von gesellschaftlichen Umbrüchen und dem Zerfall der alten Ordnung. Alle müssen sehen, wie sie zurechtkommen und es geht nicht immer so geordnet zu wie bei uns. Diese etwas spießige Bürgerlichkeit, die die westeuropäischen Gesellschaften ausmachen, gibt es hier nicht wirklich. Die Frauen erscheinen recht frei, so wie in einer Geschichte Sonja,die am Hochzeitstag Sex mit einem anderen Mann hat. In einer anderen Geschichte geht es um eine Feier nach einer Beerdigung. Der Boxer Marat wurde auf dem Weg zum Zigarettenholen erschossen - und niemand weiss warum und von wem. Es sind teils realistische aber auch immer wieder ins rätselhaft surrealistische abgleitende Szenen, geschrieben in einer sehr eleganten, poetischen Sprache. Immer wieder steht auch die Stadt im Mittelpunkt der Beschreibungen. Die Straßen, Plätze, Fabriken, Parks... Die letzten 50 Seiten schließt sich ein Langgedicht an. Hier bekommt man einen Eindruck von der lyrischen Qualität des Autors, der auch Gedichtbände veröffentlicht. Ich kann das Buch unbedingt empfehlen. Es verrät uns viel über dieses schwer zu verstehende Land und macht deutlich, dass unsere Politiker viel zu sehr durch die eigene Brille schauen, wenn es um die Lösungsvorschläge für die Probleme der Ukraine geht.

Poetisches Porträt einer ukrainischen Großstadt

Bewertung aus Bergisch Gladbach am 19.01.2021
Bewertungsnummer: 903077
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Durch positive Besprechungen wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. In seiner Heimat Ukraine ist Serhij Zhadan sehr populär und wer dieses Werk liest versteht warum. Der Verlag bezeichnet das Buch korrekterweise nicht als Roman, weil es keine stringente Handlung hat. Die ersten 300 Seiten bestehen aus neun Erzählungen, die locker miteinander verknüpft sind. Darin werden Menschen aus allen sozialen Schichten porträtiert, die alle eins gemeinsam haben: Sie leben in Charkiw, einer der größten Städte in der Ukraine, die an zwei Flüssen liegt, deshalb der sinnbildliche Titel Mesopotamien. Es ist die postsowjetische Gesellschaft, in der diese Menschen leben und überleben, denn das Leben ist geprägt von gesellschaftlichen Umbrüchen und dem Zerfall der alten Ordnung. Alle müssen sehen, wie sie zurechtkommen und es geht nicht immer so geordnet zu wie bei uns. Diese etwas spießige Bürgerlichkeit, die die westeuropäischen Gesellschaften ausmachen, gibt es hier nicht wirklich. Die Frauen erscheinen recht frei, so wie in einer Geschichte Sonja,die am Hochzeitstag Sex mit einem anderen Mann hat. In einer anderen Geschichte geht es um eine Feier nach einer Beerdigung. Der Boxer Marat wurde auf dem Weg zum Zigarettenholen erschossen - und niemand weiss warum und von wem. Es sind teils realistische aber auch immer wieder ins rätselhaft surrealistische abgleitende Szenen, geschrieben in einer sehr eleganten, poetischen Sprache. Immer wieder steht auch die Stadt im Mittelpunkt der Beschreibungen. Die Straßen, Plätze, Fabriken, Parks... Die letzten 50 Seiten schließt sich ein Langgedicht an. Hier bekommt man einen Eindruck von der lyrischen Qualität des Autors, der auch Gedichtbände veröffentlicht. Ich kann das Buch unbedingt empfehlen. Es verrät uns viel über dieses schwer zu verstehende Land und macht deutlich, dass unsere Politiker viel zu sehr durch die eigene Brille schauen, wenn es um die Lösungsvorschläge für die Probleme der Ukraine geht.

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  • Erster Teil. Geschichten und Biographien

    Marat

    Romeo

    Iwan

    Mario

    Jura

    Foma

    Matwij

    Bob

    Luka

    Zweiter Teil. Erläuterungen und Verallgemeinerungen