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Mein litauischer Führerschein Ausflüge zum Ende der Europäischen Union

2

10,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.03.2017

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

295

Maße (L/B/H)

18,9/11,8/2,5 cm

Gewicht

286 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46763-3

Beschreibung

Rezension

»Ein ebenso erkenntnisreiches wie unterhaltsames Buch, lesenswert sowohl für beschlagene Osteuropa-Kenner als auch für alle, die das, was aktuell östlich von Oder und Weichsel passiert, endlich besser verstehen wollen.« ("WDR")
»Aus dem Buch, das Ackermann schrieb, erfährt man viel über das kleine Land.« ("Märkische Oderzeitung")
»Gekonnt witzige Anekdoten führen den Leser auf eine frische und unverbindliche Art und Weise durch die Geschichte.« ("radio-andernach.de")
»In der letzten Zeit ist kaum ein so lebendiges Buch mit so vielen Detailkenntnissen in der Form eines Reiseberichtes geschrieben worden. Höchst empfehlenswert.« ("DAS WISSEN DER WELT. Studiosus Intern – Eine Bücherschau")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.03.2017

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

295

Maße (L/B/H)

18,9/11,8/2,5 cm

Gewicht

286 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46763-3

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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  • Bewertung

    aus Naumburg

    4/5

    28.05.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Regt auf leichte Weise zum Nachdenken über die Transformation ost- und mitteleuropäischer Gesellschaften an!

    Felix Ackermann ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Warschau. Zuvor war er als Stiftungsdozent des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) von 2011 bis 2016 an der Europäischen Geisteswissenschaftlichen [Humanistischen] Universität (EHU) in Vilnius tätig. Über diese Zeit berichtet das Büchlein „Mein litauischer Führerschein – Ausflüge zum Ende der Europäischen Union“. Es erschien 2017 als Taschenbuch im Suhrkamp Verlag Berlin und umfasst knapp 300 Seiten. +++ Das Buch gliedert sich in acht Kapitel mit Unterabschnitten von zwei bis fünf Seiten. Der Text folgt weitestgehend der Chronologie der Ereignisse – vom leicht chaotischen Umzug von Frankfurt (Oder) nach Vilnius, über die ersten merkwürdigen Erlebnisse im Gastland sowie der Etablierung in der neuen Umgebung, bis hin zur Existenzkrise der EHU und schließlich dem Ende der Dozentur und der Übersiedlung nach Warschau. Der Text ist von zahlreichen Einsprengseln, Abschweifungen und (wenigen) Wiederholungen gekennzeichnet. +++ Der Klappentext des Verlags verspricht nicht zuviel: „kurzweilig und pointenreich“ beschreibt Ackermann seine Zeit als Gastdozent an der EHU – allerdings knöpft sich Ackermann nicht nur die Litauer sowie die Weißrussen vor, sondern vor allem den Wissenschaftsbetrieb in der EHU. Zeitweilig gerät der Text zur Abrechnung mit der Universitätsleitung, mit der Ackermann offenbar im Clinch lag. Auch scheinen mir manche Passagen über die Zeiten der deutschen Besatzung zwar interessant, jedoch zu ausschweifend für eine Kritik der aktuellen gesellschaftlichen Situation. Ackermann schmerzt offenbar, dass sich der osteuropäische Schmelztiegel Vilnius des 19. Jahrhunderts mit seinem vielsprachigen Völkergemisch zusehends zum austauschbaren englisch-nationalsprachigen Einheitsbrei entwickelt. Die nationalistische Borniertheit großer Teile der Gesellschaften Osteuropas nervt ihn, das spürt man als Leser. Ackermann nimmt bei seiner Kritik kein Blatt vor den Mund und beschreibt geradeheraus manche Untugend der modernen litauischen Gesellschaft (und anderer Nationen, die eigene nicht ausgenommen). Manches mag man teilen, manches nicht. +++ Insgesamt ist das Buch als nicht immer ernstgemeinte, augenzwinkernde, mitunter den litauischen Nationalstolz verletzende, aber immer aufrichtige Gesellschaftskritik zur (Urlaubs-) Lektüre zu empfehlen. Ein Buch, das auf leichte Weise zum Nachdenken über die Transformation ost- und mitteleuropäischer Gesellschaften anregt!

  • Weilzas

    aus Brokdorf

    3/5

    15.02.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Das Buch erzählt Anekdoten,…

    Das Buch erzählt Anekdoten, dabei entsteht ein Bild. Ein Wissenschaftler aus einem großen, westlichen reichen EU-Land lebt für eine Weile mit seiner Familie in einem kleinen, an Weißrussland und Russland grenzenden, armen EU-Land. Am Ende fragt er sich, wie fremd er geblieben ist. Beim Lesen wurde mir der Autor und sein Gastland ein wenig vertraut. Mir ging die Frage nach, was es zu bedeuten hat, wenn die Forschung über das 20. Jahrhundert im Baltikum ausgeführt wird nicht im Baltikum, sondern in Birmingham, Stockholm, Frankfurt, Berlin, Shanghai oder New Haven. Ich bewundere die Vielsprachigkeit des Autors, die ihm ermöglicht, mit allen möglichen Menschen in deren Muttersprach Konversation zu pflegen, Flüche eingeschlossen.

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