Goethes 'Die Leiden des Jungen Werther' als Drama der Adolseszenz und gescheitertes Übergangsritual
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
20.09.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
13 (Printausgabe)
Dateigröße
515 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668302495
Ich möchte, da ich es für mein Ziel für besonders aussagekräftig halte, diese Entwicklung besonders anhand der Situationen und Äußerungen seiner Liebe zu Lotte betrachten, ergänzt durch seine philosophischen Gedanken (da er hier oft allegorisch seine eigene Situationen begreift), seine beruflichen Stationen und Aussagen nur am Rande erwähnen.
Werther befindet sich in der Ausgangssituation des Romans in einem fortgeschrittenen Alter des Jugendlichendaseins - an der Spitze der Adoleszenz. Dies wird zum einen von einer Außenwelt suggeriert, die ihn, in Gestalt von Wilhelm und Werthers Mutter, immer wieder dazu auffordert in den Berufsstand zu treten -"meine Mutter möchte mich gern in Aktivitäten sehn, sagst du" oder wenigstens die Malerei ernsthaft zu betreiben -"da Dir so viel daran gelegen ist, daß ich mein Zeichnen nicht vernachlässige"; genau wie diese soll auch die Liebe ernsthaft betrieben werden, die Hoffnungen an Lotte "durchgetrieben" oder fallengelassen werden. Man fordert somit von Werther den Wechsel von der Lebensstufe des Jugendlichendaseins in die Welt der Erwachsenen. Er soll einen festen Beruf annehmen und eine geregelte Partnerschaftsbeziehung ist auch gewünscht - die maßgebenden Faktoren, die eine Familiengründung und damit die wohl allgemein wichtigste Aufgabe des Erwachsenendaseins bestimmen; so steckt auch Werther diese Lebensstufe ab: Hütte, Gattin, Kinder und Geschäfte zu ihrer Erhaltung.
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