Avertiv und Proximativ Eine korpusbasierte synchrone und diachrone Untersuchung der romanischen Sprachen
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
16.12.2019
Abbildungen
29 b/w and 16 col. Illustrationen, 139 b/w tblättern
Verlag
De GruyterSeitenzahl
558
Maße (L/B/H)
23,6/16/3,7 cm
Gewicht
1011 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-11-052392-8
In der typologischen Forschung sind Proximativ und Avertiv noch mit zwei zentralen Problemen behaftet: Neben der Problematik ihrer systematischen Trennung besteht kein Konsens über ihre Grammatikalisierungspfade. Im Anschluss an eine kritische Darlegung des Forschungsstands zu den Sprachen der Welt nimmt die vorliegende Arbeit eine neue systematische Differenzierung von Proximativ und Avertiv sowohl formalsemantisch als auch auf der Basis einschlägiger Tests vor und zeigt im Zuge ihrer Neudefinition auch die Abgrenzung zu Prospektiv, imperfectum de conatu und frustrierter Imminenz auf. Zur Erforschung der noch unklaren Grammatikalisierungsrichtung der Kategorien wird ein Modell für den Pfad Proximativ > Avertiv modifiziert, das in der diachronen Untersuchung korpusbasiert verifiziert wird. Die Eigenständigkeit der Grammeme wird anhand voneinander unabhängiger Grammatikalisierungspfade nachgewiesen. Diverse neue Grammatikalisierungspfade von Proximativ und Avertiv werden vom klassischen Latein bis in zehn romanische Gegenwartssprachen auf der Grundlage zahlreicher Korpora aufgezeigt und darüber hinaus auch neue Erkenntnisse in parallelen Entwicklungen, wie insbesondere des Futurs und Konditionals, dargelegt.
Die Studie wurde ausgezeichnet mit dem Elise Richter Preis des Deutschen Romanistenverbandes 2017 und mit dem Offermann-Hergarten-Preis 2020.
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