Am Anfang steht der Plan von der erstmaligen Durchquerung des weißen Kontinents. Doch das gewaltige Naturwunder Antarktis wird im Jahr 1915 für die Crew der 'Endurance' zur Hölle aus Eis. Beharrlich verfolgt Expeditionsleiter Sir Ernest Shackleton bald nur noch ein Ziel: 28 Männer lebend wieder in die Zivilisation zurückzubringen.
Die faszinierende Geschichte einer Irrfahrt ans Ende der Welt. "Gebt mir Scott als wissenschaftlichen Expeditionsleiter ..., gebt mir Amundsen für eine störungsfreie und effiziente Polar-Expedition, aber wenn sich das Schicksal gegen euch verschworen zu haben scheint, dann fallt auf die Knie und betet um Shackleton."
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Serena
5/5
28.04.2026
eBook (ePUB)
Unglaublich, was Menschen ertragen können
Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. So fesselnd, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Absolut empfehlenswert für alle, die Abenteuer möchten. Habe schon nochmal gekauft und geschenkt
Bewertung
aus Ormalingen
5/5
09.11.2022
eBook (ePUB)
Unvorstellbar
Richtig gutes Buch, sehr angenehm geschrieben und Leser*innen können richtig mitfühlen indem sie auf der Reise begleitet werden. Ich konnte mich sehr gut in die Situation versetzen und habe richtig mitgelitten.
Sue
aus Uelzen
5/5
19.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Absolut fesselndes Buch
"Für wissenschaftliche Leitung gebt mir Scott; für eine störungsfreie und schnelle Fahrt Amundson; aber wenn ihr in eine hoffnungslose Lage geratet, aus der es scheinbar keinen Ausweg gibt, dann fallt auf die Knie und betet um Shackleton."
Dank Alfred Lansing und seinem Buch "635 Tage im Eis" durfte ich mich, von meinem komfortablen Lesesessel aus, der Shackleton-Expedition (1914 - 1916) anschließen, die erstmalig die Antarktis durchqueren wollten und diese Reise war definitiv für alle dramatisch.
"Es war vierundzwanzig Stunden am Tag hell; nur gegen Mitternacht verschwand die Sonne kurz, und es herrschte eine überlange strahlende Dämmerung. In dieser Zeit verwandelte 'Eisregen', in der Luft gefrorene Feuchtigkeit, die auf die Erde fiel, die Szenerie in eine geradezu märchenhafte Landschaft. Millionen zarter Kristalle, oft dünn und nadelförmig, rieselten in glitzernder Schönheit vom dämmrigen Himmel."
Dass die Antarktis einer der unwirtlichsten Lebensräume unseres Planeten ist, hält sie nicht davon ab eines der gewaltigsten Naturwunder zu sein. Man könnte sagen, es ist ein eisiges Paradies, aber genauso könnte man es als eine Hölle aus Eis und Schnee betiteln - definitiv letzteres war es für die 28 Männer, die sich auf dieses Abenteuer eingelassen haben. Es dauerte 43 Jahre ehe eine erneute Durchquerung der Antarktis unter Leitung von Dr. Vivian E. Fuchs in Angriff genommen wurde, und auch ihm riet man zwischendurch das Vorhaben aufzugeben. Das zeigt wie waghalsig Shackletons Idee war.
"Manchmal kann man nachts ein entferntes, volles, tiefes Dröhnen vernehmen, das sich manchmal in ein langes, vage bedrohliches, knackendes Ächzen verwandelt. Es fängt ganz langsam an und hört dann abrupt auf. Am besten klingt es aus der Entfernung - je weiter entfernt, desto besser."
Ernest Shackleton war ein echter Abenteurer, der auf der Suche nach einer neuen Herausforderung beschloss, als erster die Antarktis zu durchqueren. Ein wahrlich ehrgeiziger Plan, vor allem zu jener Zeit. Hinzu kam, dass der Erste Weltkrieg vor der Tür stand und Shackleton zwischen seinem Patriotismus und seiner Abenteuerlust hin- und hergerissen war. Doch auch von politischer Seite, wurde Shackletons Plan, die Antarktis zu durchqueren, unterstützt und so verließ er im Sommer 2014 mit 27 von ihm ausgewählten Männern Großbritannien in Richtung Süden. Ihr Schiff, die ENDURANCE wurde eigens für diese Expedition umgebaut und mit speziellem Holz verstärkt, dass den Kräften des Packeises widerstehen sollte.
In Südgeorgien, einer Insel im Südatlantik, angekommen, wartete Shackletons Crew auf den antarktischen Sommer, der im November beginnt und der im Dezember und Januar seinen Höhepunkt hat. Am 5. Dezember 1914 verließ die ENDURANCE die Walfangstation auf Südgeorgien und machte sich auf den Weg nach Vahsel Bay, von wo Shackleton mit den Schlittenhunden die Antarktis-Durchquerung starten wollten. Doch bereits zwei Tage später gerät die ENDURANCE in schweres Packeis und so bleibt der Crew nichts weiter als sich mit dem Strom des Packeises treiben zu lassen, das immerhin den richtigen Kurs an, bis sie dann endgültig im Eis festsitzen. Der Kraft der tonnenschweren Eismassen kann das Schiff jedoch nicht ewig standhalten und so wird es zwischen den Eisblöcken regelrecht zerquetscht und sinkt am 21. November 2015. Zu dieser Zeit waren die Männer um Ernest Shackleton bereits seit einem guten Jahr im Eis.
"Ich glaube nicht, daß ich je in meinem Leben ein derart widerwärtiges Gefühl der Angst erlebt habe wie im Laderaum dieses berstenden Schiffes."
Die komplette Mannschaft rettet sich mit der Ausrüstung, den Schlittenhunden und drei Beibooten aufs Eis. Es beginnt ein unglaublicher und zäher Kampf gegen die Kälte, den Hunger und irgendwann auch gegen die Angst, dass die Scholle, die im arktischen Sommer immer kleiner wird, sie dem Meer überläßt. Die Expedition ist gescheitert und nun gilt es für Shackleton nur noch alle Männer lebend wieder nach England zu bringen.
"Sie waren Schiffbrüchige in einer der unwirtlichsten Regionen der Welt und drifteten mit unbekanntem Ziel dahin, ohne Hoffnung auf Rettung und überlebensfähig nur, solange die Vorsehung ihnen Nahrung schickte."
Lansing gibt im Vorwort an, dass er sich beim Schreiben auf die Tagebücher der noch lebenden Expeditionsteilnehmer bzw. deren Angehörigen gestützt hat und viele von ihnen stunden- und teilweise sogar tagelang all seine Fragen mit größter Geduld und Bereitwilligkeit beantwortet haben. Und so finden sich hier auch viele Zitate der Männer im Buch, die deren Gedanken und Stimmungen wiedergeben. Dadurch wird dieses Buch so viel mehr als ein Bericht über eine Expedition - es wird zu einer Abenteuergeschichte, die mich so gefesselt hat, dass ich das Buch teilweise kaum aus der Hand legen mochte.
"Bis zum Abmarsch vom Ocean Camp hatten Sie im Hinterkopf jene Haltung genährt, die Shackleton ihnen so unermüdlich eingeimpft hatte, ein grundsätzliches Vertrauen in die eigene Kraft - den Glauben, daß sie mit ihrer Stärke und Entschlossenheit im Notfall jedes Hindernis irgendwie überwinden konnten."
Wir sind beim Lesen ganz dicht dran an den Männern. Spüren die Kälte, spüren ihren Hunger, vielleicht auch manchmal etwas Unmut. Aber was ich wirklich sehr erstaunlich finde - und was mir sehr imponiert hat - ist, dass diese Männer zu keiner Zeit aufgegeben haben. Dass sie stets gekämpft haben und selbst in der schwersten Zeit, scheinbar nie die Hoffnung aufgegeben haben, aus dieser Hölle rauszukommen.
Manch einer muss bei der Lektüre sicher stark bleiben. Denn natürlich werden viele Tiere erlegt - Pinguine und Robben gibt es nur im arktischen Sommer, wenn genug Plankton im Meer ist, und so muss für die anderen Monate vorgesorgt werden. Und so hart es klingt: Als die Expedition als gescheitert erklärt wird und die Nahrung allmählich ausgeht, muss man sich auch von den Hunden trennen, die sonst zusätzliche Mäuler sind, welche gefüttert werden wollen. Das war auch für mich hart zu lesen, aber in dieser Situation, in der es ums nackte Überleben geht, hat man die Wahl zu essen, was man bekommen kann oder zu sterben.
Für mich war es eine wirklich großartige Lektüre. (5⭐️ von 5⭐️)
"Es war, als seien sie plötzlich in die Unendlichkeit geraten."
⚠️ Meine Rezensionen entstehen grundsätzlich ohne Hilfe von KI. Meine Rezensionen geben immer meine ganz persönliche Meinnung wieder.
Bewertung
5/5
12.08.2025
Buch (Taschenbuch)
Fesselnd
Ein Tatsachenbericht wie kein zweiter. Spannend und tatsächlich nahezu „unglaublich“ was der Überlebenswille Menschen erreichen und ertragen lässt. Zwischendurch musste ich Wikipedia konsultieren, um sicher zu sein das die eine oder andere Wendung nicht doch etwas dramatisiert wurde.
Insbesondere an kalten Wintertagen (vor der warmen Heizung) eine absolute Leseempfehlung.
Bewertung
aus Hamburg-Harburg
5/5
02.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Spannender könnte die Realität nicht sein
Ich habe dieses Buch vor über 20 Jahren zum ersten Mal gelesen – und es steht bis heute fest in meinem Regal. Es ist eine wahre Geschichte, die spannender und tiefgründiger ist als jeder Abenteuerroman.
Alfred Lansing erzählt von einer Expedition ins ewige Eis, die zur ultimativen Bewährungsprobe für Ausdauer, Menschlichkeit und Führung wird. Was mich bis heute besonders beeindruckt, ist, wie der Expeditionsleiter seine Mannschaft auswählte: nicht nach Lebenslauf oder Erfahrung, sondern nach Intuition, Bauchgefühl und dem Gespür für Charakter. Eine Schlüsselszene für mich – und rückblickend eine Entscheidung, die über Leben und Tod hinausging.
Ich habe das Buch verschlungen. Es hat alles: Spannung, Tiefe, emotionale Wucht – aber nichts davon wirkt übertrieben. Lansing schreibt sachlich und zugleich mitreißend. Man spürt, wie viel Recherche dahintersteckt, und gleichzeitig liest es sich wie ein packender Roman.
Dieses Buch zeigt, wozu Menschen fähig sind – wenn sie zusammenhalten, geführt werden, und aneinander glauben. Es ist ein Werk über Mut, Menschlichkeit und die Kraft, unter extremsten Bedingungen nicht aufzugeben.
Für mich ein Klassiker, den ich jedem empfehle, der sich für echte Geschichten interessiert.
Ein Buch, das bleibt. Im Regal – und im Kopf.
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